Minden

"Dialogue" gibt bei der Langen Nacht Minden-Debüt

Ursula Koch

Minden (mt). Die Gruppe „Dialogue“ besteht aus lauter Multiinstrumentalisten. Das kann bei Auftritten so weit führen, dass nach jedem Song die Instrumente getauscht werden, erzählt Clemens Knicker. Das sei für Konzerte nicht ideal, habe aber den Prozess des Songschreibens geprägt. Mit Auftritten in Minden haben sich die fünf Musiker bislang zurückgehalten. Zur Langen Nacht der Kultur am Samstag, 14. September, besteht die Chance zum Kennenlernen. Um 22 Uhr tritt die Band im Jazz Club auf.

Clemens Knicker, Gitarrist und Sänger, der überwiegend die Songs schreibt, hat ein Faible für die 60er Jahre, hört Jazz, Blues, Folk und Metal. „Klangfarben der Folkmusik sind auf jeden Fall da“, sagt er über die Musik von Dialogue. Die Songs seien zwar kurz, die Musik aber komplex und detailreich ausgearbeitet. „Sie soll bunt und vielfältig sein, was die Klangfarben angeht“, sagt der 26-Jährige, der in Wulferdingsen aufgewachsen ist, das Ratsgymnasium in Minden absolvierte und heute in Hausberge wohnt. In der Zwischenzeit hat er eine Ausbildung zum Sprech- und Stimmtrainer in Bad Eilsen absolviert.

Die Band hat er vor vier Jahren gegründet. Seitdem hat das einstige Quartett schon einige Umbesetzungen erfahren und ist mittlerweile zum Quintett gewachsen. Knickers Mitstreiter sind Clara Fernkorn (Querflöte, Klavier, Gesang), Lukas Heier (Schlagzeug, Gesang), Leon George (Bass, Gesang) und neuerdings auch Paul Mertin (Geige). Ihre ersten Auftritte hatten sie in der Alten Ziegelei in Hüllhorst und in einer Kirche in Hannover.

Zwei bis drei mal treffen sich die Fünf jede Woche in Hausberge zum Proben. Mit der Langen Nacht soll das Dasein im Verborgenen aber zu Ende gehen. Knicker ist mit einigen Veranstaltern über künftige Konzerte im Gespräch und es soll ein Album, möglichst als CD, erscheinen. „Daran arbeiten wir“, ist Knicker zuversichtlich.

Der Kopf der Gruppe ist bei der Langen Nacht noch mit einer zweiten Gruppe vertreten - dem Foggy Mountain Guitar Orchestra. Bluegrass, Folk und Klassik sind dessen Metier, zu hören ab 19.30 Uhr in der Petrikirche. Das Quintett wurde bis vergangenen Sommer von seinem Freund Volker Fabry geleitet, der allerdings plötzlich verstarb. „Wir haben zwölf Jahre lang zusammen gespielt. Von ihm habe ich sehr viel gelernt“, sagt Knicker, der mit 14 angefangen hat, Gitarre zu spielen und kurz darauf auch das Schlagzeug für sich entdeckte. Mit einer Metalband sammelte er erste Erfahrungen. „Nach unserem ersten Gig hatte der Schlagzeuger einen Tinitus“, erinnert sich Knicker. Er selbst spielt außerdem noch Schlagzeug in der Rockband „Inpromptu“, die frisch ein Album als CD und Streaming herausgebracht hat. Das Werk soll im November vorgestellt werden.

www.lange-nacht-minden.de

Copyright © Mindener Tageblatt 2020
Texte und Fotos von MT.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Kommentare

Das Kommentieren ist nur mit einem Abo oder Tagespass möglich.

Minden"Dialogue" gibt bei der Langen Nacht Minden-DebütUrsula KochMinden (mt). Die Gruppe „Dialogue“ besteht aus lauter Multiinstrumentalisten. Das kann bei Auftritten so weit führen, dass nach jedem Song die Instrumente getauscht werden, erzählt Clemens Knicker. Das sei für Konzerte nicht ideal, habe aber den Prozess des Songschreibens geprägt. Mit Auftritten in Minden haben sich die fünf Musiker bislang zurückgehalten. Zur Langen Nacht der Kultur am Samstag, 14. September, besteht die Chance zum Kennenlernen. Um 22 Uhr tritt die Band im Jazz Club auf. Clemens Knicker, Gitarrist und Sänger, der überwiegend die Songs schreibt, hat ein Faible für die 60er Jahre, hört Jazz, Blues, Folk und Metal. „Klangfarben der Folkmusik sind auf jeden Fall da“, sagt er über die Musik von Dialogue. Die Songs seien zwar kurz, die Musik aber komplex und detailreich ausgearbeitet. „Sie soll bunt und vielfältig sein, was die Klangfarben angeht“, sagt der 26-Jährige, der in Wulferdingsen aufgewachsen ist, das Ratsgymnasium in Minden absolvierte und heute in Hausberge wohnt. In der Zwischenzeit hat er eine Ausbildung zum Sprech- und Stimmtrainer in Bad Eilsen absolviert. Die Band hat er vor vier Jahren gegründet. Seitdem hat das einstige Quartett schon einige Umbesetzungen erfahren und ist mittlerweile zum Quintett gewachsen. Knickers Mitstreiter sind Clara Fernkorn (Querflöte, Klavier, Gesang), Lukas Heier (Schlagzeug, Gesang), Leon George (Bass, Gesang) und neuerdings auch Paul Mertin (Geige). Ihre ersten Auftritte hatten sie in der Alten Ziegelei in Hüllhorst und in einer Kirche in Hannover. Zwei bis drei mal treffen sich die Fünf jede Woche in Hausberge zum Proben. Mit der Langen Nacht soll das Dasein im Verborgenen aber zu Ende gehen. Knicker ist mit einigen Veranstaltern über künftige Konzerte im Gespräch und es soll ein Album, möglichst als CD, erscheinen. „Daran arbeiten wir“, ist Knicker zuversichtlich. Der Kopf der Gruppe ist bei der Langen Nacht noch mit einer zweiten Gruppe vertreten - dem Foggy Mountain Guitar Orchestra. Bluegrass, Folk und Klassik sind dessen Metier, zu hören ab 19.30 Uhr in der Petrikirche. Das Quintett wurde bis vergangenen Sommer von seinem Freund Volker Fabry geleitet, der allerdings plötzlich verstarb. „Wir haben zwölf Jahre lang zusammen gespielt. Von ihm habe ich sehr viel gelernt“, sagt Knicker, der mit 14 angefangen hat, Gitarre zu spielen und kurz darauf auch das Schlagzeug für sich entdeckte. Mit einer Metalband sammelte er erste Erfahrungen. „Nach unserem ersten Gig hatte der Schlagzeuger einen Tinitus“, erinnert sich Knicker. Er selbst spielt außerdem noch Schlagzeug in der Rockband „Inpromptu“, die frisch ein Album als CD und Streaming herausgebracht hat. Das Werk soll im November vorgestellt werden. www.lange-nacht-minden.de