Kommentar zu Schulformen: Pragmatisch denken

Nadine Conti

Die Hauptschule als eigenständige Schulform hat ausgedient. Das ist für die betroffenen Lehrer bitter, vor allem, wenn sie – wie in Todtenhausen – gute Arbeit geleistet haben. Aber es wird Zeit, den Tatsachen ins Auge zu sehen. Das ist schließlich nicht nur in Minden so. Vielleicht sollten sich die betreffenden Lehrer lieber überlegen, an welcher Stelle im Schulsystem sie ihrer speziellen Schülerklientel am besten weiterhelfen können. Und auch die Käthe-Kollwitz-Realschule muss sich wohl dem bitteren Eingeständnis stellen, dass sie im aktuellen Wettbewerb der weiterführenden Schulen das Schlusslicht bildet. Eine Sekundarschule könnte hier tatsächlich eine Chance bieten: Geringere Stundenverpflichtungen für die Lehrer und kleinere Klassen ergeben bessere Bedingungen, als sie die Schule zur Zeit hat.

Natürlich wäre bei den Eltern da einiges an Überzeugungsarbeit zu leisten. Niemand hat große Lust auf die x-te Schulform in Deutschlands ohnehin reichlich unübersichtlichem Schulsystem. Bisher sind Sekundarschulen vor allem dort erfolgreich, wo es wenig Alternativen gibt. Aber vielleicht strahlt ja die erfolgreiche Sekundarschule in Petershagen ein wenig ab. Eine grundstürzende Revolution des Schulsystems wäre vielleicht wünschenswert, wird aber wohl kaum von Minden ausgehen. Man muss mit den Möglichkeiten arbeiten, die man hat.

Lesen Sie dazu auch: Wenig Interesse an interkommunaler Hauptschule

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Kommentar zu Schulformen: Pragmatisch denkenNadine ContiDie Hauptschule als eigenständige Schulform hat ausgedient. Das ist für die betroffenen Lehrer bitter, vor allem, wenn sie – wie in Todtenhausen – gute Arbeit geleistet haben. Aber es wird Zeit, den Tatsachen ins Auge zu sehen. Das ist schließlich nicht nur in Minden so. Vielleicht sollten sich die betreffenden Lehrer lieber überlegen, an welcher Stelle im Schulsystem sie ihrer speziellen Schülerklientel am besten weiterhelfen können. Und auch die Käthe-Kollwitz-Realschule muss sich wohl dem bitteren Eingeständnis stellen, dass sie im aktuellen Wettbewerb der weiterführenden Schulen das Schlusslicht bildet. Eine Sekundarschule könnte hier tatsächlich eine Chance bieten: Geringere Stundenverpflichtungen für die Lehrer und kleinere Klassen ergeben bessere Bedingungen, als sie die Schule zur Zeit hat. Natürlich wäre bei den Eltern da einiges an Überzeugungsarbeit zu leisten. Niemand hat große Lust auf die x-te Schulform in Deutschlands ohnehin reichlich unübersichtlichem Schulsystem. Bisher sind Sekundarschulen vor allem dort erfolgreich, wo es wenig Alternativen gibt. Aber vielleicht strahlt ja die erfolgreiche Sekundarschule in Petershagen ein wenig ab. Eine grundstürzende Revolution des Schulsystems wäre vielleicht wünschenswert, wird aber wohl kaum von Minden ausgehen. Man muss mit den Möglichkeiten arbeiten, die man hat. Lesen Sie dazu auch: Wenig Interesse an interkommunaler Hauptschule