Minden

Ganztagsgebühren: Viele Eltern müssen nachzahlen

Nadine Conti

Symbolfoto: Uwe Anspach/dpa - © (c) Copyright 2012, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Symbolfoto: Uwe Anspach/dpa (© (c) Copyright 2012, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten)

Minden (mt). Es ist keine ganz große Überraschung, für viele Eltern aber trotzdem ärgerlich: Bei der Umstellung der Ganztagsgebühren hakt es noch. Während vorher alle Eltern pauschal den gleichen Betrag zahlten, soll sich – von diesem Schuljahr an – der Beitrag nun nach dem Einkommen richten.

Doch die Berechnung und das Erstellen der Bescheide dauert noch, obwohl das Schuljahr längst begonnen hat. Und es wird voraussichtlich noch bis Ende Oktober dauern, bis alle Eltern wissen, was sie zu zahlen haben.

Damit kann erst ab November mit der monatlichen Zahlung begonnen werden. Die Beiträge für die ersten drei Monate müssen dann auf einen Schlag nachgezahlt werden. Die Bandbreite der Beiträge liegt zwischen 23 Euro pro Monat (Jahreseinkommen über 25.000 Euro; Betreuung bis 15 Uhr) und 105 Euro pro Monat (Jahreseinkommen über 90.000 Euro; Betreuung bis 16 Uhr). Nachzahlungen für drei Monate beliefen sich also auf 69 bis maximal 315 Euro.

Das Schulbüro sei bemüht, die Bescheide so schnell wie möglich zu erstellen und dabei die Eltern vorzuziehen, bei denen Beitragszahlungen zu erwarten sind, versicherte Bereichsleiter Philipp Knappmeyer im Fachausschuss.

Empfänger von Sozialleistungen und Familien mit niedrigem Einkommen zahlen keine Beiträge. Außerdem seien die Sachbearbeiterinnen ansprechbar, wenn es darum gehe, individuelle Regelungen für Vorab-Zahlungen oder Raten zu finden.

Die Stadt hatte schon im Mai einen Fragebogen zum Einkommen an die betroffenen Eltern verschickt – bevor die neue Satzung überhaupt beschlossen war. Man wollte so schnell wie möglich in die Berechnung einsteigen. Die Beschaffung der notwendigen Software und die Schulung der Mitarbeiter nahm dann aber doch mehr Zeit in Anspruch als gehofft.

Die Änderung bei den Beiträgen war notwendig geworden, weil man eine einheitliche Satzung für Kita- und Grundschulkinder wollte.

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MindenGanztagsgebühren: Viele Eltern müssen nachzahlenNadine ContiMinden (mt). Es ist keine ganz große Überraschung, für viele Eltern aber trotzdem ärgerlich: Bei der Umstellung der Ganztagsgebühren hakt es noch. Während vorher alle Eltern pauschal den gleichen Betrag zahlten, soll sich – von diesem Schuljahr an – der Beitrag nun nach dem Einkommen richten. Doch die Berechnung und das Erstellen der Bescheide dauert noch, obwohl das Schuljahr längst begonnen hat. Und es wird voraussichtlich noch bis Ende Oktober dauern, bis alle Eltern wissen, was sie zu zahlen haben. Damit kann erst ab November mit der monatlichen Zahlung begonnen werden. Die Beiträge für die ersten drei Monate müssen dann auf einen Schlag nachgezahlt werden. Die Bandbreite der Beiträge liegt zwischen 23 Euro pro Monat (Jahreseinkommen über 25.000 Euro; Betreuung bis 15 Uhr) und 105 Euro pro Monat (Jahreseinkommen über 90.000 Euro; Betreuung bis 16 Uhr). Nachzahlungen für drei Monate beliefen sich also auf 69 bis maximal 315 Euro. Das Schulbüro sei bemüht, die Bescheide so schnell wie möglich zu erstellen und dabei die Eltern vorzuziehen, bei denen Beitragszahlungen zu erwarten sind, versicherte Bereichsleiter Philipp Knappmeyer im Fachausschuss. Empfänger von Sozialleistungen und Familien mit niedrigem Einkommen zahlen keine Beiträge. Außerdem seien die Sachbearbeiterinnen ansprechbar, wenn es darum gehe, individuelle Regelungen für Vorab-Zahlungen oder Raten zu finden. Die Stadt hatte schon im Mai einen Fragebogen zum Einkommen an die betroffenen Eltern verschickt – bevor die neue Satzung überhaupt beschlossen war. Man wollte so schnell wie möglich in die Berechnung einsteigen. Die Beschaffung der notwendigen Software und die Schulung der Mitarbeiter nahm dann aber doch mehr Zeit in Anspruch als gehofft. Die Änderung bei den Beiträgen war notwendig geworden, weil man eine einheitliche Satzung für Kita- und Grundschulkinder wollte.