Kommentar zum digitalen Wandel im Stadtmarketing: Wem gehört das virtuelle Minden?

Monika Jäger

MT- - © Foto: Alex Lehn
MT- (© Foto: Alex Lehn)

Die Minden Marketing hat vor Jahren etwas verstanden, das ihr heutzutage in Minden eine einzigartige Position verschafft: Minden gibt es nicht nur in der „richtigen Welt“ mit Häusern, Straßen und Plätzen. Minden gibt es auch in der virtuellen Welt. Wer hier die Strukturen schafft und besitzt, ist irgendwann dank der ältesten Strategie der Welt („Ich bin schon da“) ziemlich einflussreich. Inzwischen ist Minden von einem unsichtbaren digitalen Netz überzogen, das der Minden Marketing gehört und das sie mit (touristischen ) Inhalten bespielt.

Wenn sich im realen Minden etwas ändert, greifen Regeln und Gesetze. Im Digitalen passiert das weitgehend unbeobachtet und unreguliert. Ein Beispiel? Wenn jemand in Minden in der Stadt verteilt 200 Bänke hätte aufstellen wollen, hätte es Diskussionen um Farbe, Standort, Art, Umfang, Notwendigkeit gegeben. Auch auf die Frage „Was macht das mit der Stadt, wenn wir plötzlich alle Passanten einladen, sich einfach mal hinzusetzen?“ wäre bestimmt jemand gekommen. Fragt sich das jemand bei der Digitalstrategie? Na bitte.

Um kein Missverständnis aufkommen zu lassen: Ich finde wichtig, gut und zukunftsweisend, dass hier in Minden so viel passiert. Ich mag es, dass meine Heimatstadt so offen für Virtuelles ist.

Aber ich frage mich manchmal auch: Wem gehört Minden?

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Kommentar zum digitalen Wandel im Stadtmarketing: Wem gehört das virtuelle Minden?Monika JägerDie Minden Marketing hat vor Jahren etwas verstanden, das ihr heutzutage in Minden eine einzigartige Position verschafft: Minden gibt es nicht nur in der „richtigen Welt“ mit Häusern, Straßen und Plätzen. Minden gibt es auch in der virtuellen Welt. Wer hier die Strukturen schafft und besitzt, ist irgendwann dank der ältesten Strategie der Welt („Ich bin schon da“) ziemlich einflussreich. Inzwischen ist Minden von einem unsichtbaren digitalen Netz überzogen, das der Minden Marketing gehört und das sie mit (touristischen ) Inhalten bespielt. Wenn sich im realen Minden etwas ändert, greifen Regeln und Gesetze. Im Digitalen passiert das weitgehend unbeobachtet und unreguliert. Ein Beispiel? Wenn jemand in Minden in der Stadt verteilt 200 Bänke hätte aufstellen wollen, hätte es Diskussionen um Farbe, Standort, Art, Umfang, Notwendigkeit gegeben. Auch auf die Frage „Was macht das mit der Stadt, wenn wir plötzlich alle Passanten einladen, sich einfach mal hinzusetzen?“ wäre bestimmt jemand gekommen. Fragt sich das jemand bei der Digitalstrategie? Na bitte. Um kein Missverständnis aufkommen zu lassen: Ich finde wichtig, gut und zukunftsweisend, dass hier in Minden so viel passiert. Ich mag es, dass meine Heimatstadt so offen für Virtuelles ist. Aber ich frage mich manchmal auch: Wem gehört Minden?