Minden

Verein Direktversicherungsgeschädigte demonstriert in Minden: Gesundheitsminister Spahn spricht mit Teilnehmern

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Die Regionalgruppe Minden im Verein Direktversicherungsgeschädigte hat sich anlässlich des Besuchs von Gesundheitsminister Jens Spahn am Samstagmorgen zu einer Demo auf dem Simeonsplatz getroffen. MT- - © Foto: Monika Jäger
Die Regionalgruppe Minden im Verein Direktversicherungsgeschädigte hat sich anlässlich des Besuchs von Gesundheitsminister Jens Spahn am Samstagmorgen zu einer Demo auf dem Simeonsplatz getroffen. MT- (© Foto: Monika Jäger)

Minden (mt/ani/mob). Die Regionalgruppe Minden im Verein Direktversicherungsgeschädigte hat sich am Samstagmorgen zu einer Demo auf dem Simeonsplatz getroffen. Anlass ist der Jahresempfang des CDU Kreisverbands Minden-Lübbecke. Im Preußenmuseum ist Gesundheitsminister Jens Spahn zu Gast. Er wird beim Jahresempfang zum Thema Deutschland 20-30 sprechen. Ihm haben die Demonstranten ihre Forderungen mitgeteilt. Es geht um die Beseitigung der rückwirkenden Mehrfachverbeitragung von Direktversicherungen.

Spahn sagte den Demonstranten zu, dass er plane bis zum Jahresende eine Lösung zu finden. Er sei selbst betroffen, weil sein Vater auch zu dieser Gruppe gehöre, sagte Spahn gegenüber den Teilnehmern. Seine Aussage wurde mit Beifall und freundlichem Gelächter aufgenommen.

Im Jahr 2003 hat die damalige Regierung aus SPD und Grünen unter Mithilfe der CDU/CSU das Gesundheitsmodernisierungsgesetz beschlossen. Das hat dazu geführt, dass nunmehr rückwirkend diese Versicherungen zu Betriebsrenten erklärt wurden und jetzt doppelte Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge aus den Summen gezahlt werden müssen. Die Menschen fühlen sich betrogen.

Gesundheitsminister Jens Spahn vor dem Mindener Preußenmuseum im Gespräch mit Bernard Kotte von der Regionalgruppe Minden im Verein Direktversicherungsgeschädigte. MT- - © Foto: Monika Jäger
Gesundheitsminister Jens Spahn vor dem Mindener Preußenmuseum im Gespräch mit Bernard Kotte von der Regionalgruppe Minden im Verein Direktversicherungsgeschädigte. MT- (© Foto: Monika Jäger)

Ebenfalls will der Verein die Gelegenheit nutzen, den früheren CDU-Finanzstaatssekretär Steffen Kampeter in seiner jetzigen Funktion als Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände auf mögliche Schadenersatzforderungen hinzuweisen.

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MindenVerein Direktversicherungsgeschädigte demonstriert in Minden: Gesundheitsminister Spahn spricht mit TeilnehmernMinden (mt/ani/mob). Die Regionalgruppe Minden im Verein Direktversicherungsgeschädigte hat sich am Samstagmorgen zu einer Demo auf dem Simeonsplatz getroffen. Anlass ist der Jahresempfang des CDU Kreisverbands Minden-Lübbecke. Im Preußenmuseum ist Gesundheitsminister Jens Spahn zu Gast. Er wird beim Jahresempfang zum Thema Deutschland 20-30 sprechen. Ihm haben die Demonstranten ihre Forderungen mitgeteilt. Es geht um die Beseitigung der rückwirkenden Mehrfachverbeitragung von Direktversicherungen. Spahn sagte den Demonstranten zu, dass er plane bis zum Jahresende eine Lösung zu finden. Er sei selbst betroffen, weil sein Vater auch zu dieser Gruppe gehöre, sagte Spahn gegenüber den Teilnehmern. Seine Aussage wurde mit Beifall und freundlichem Gelächter aufgenommen. Im Jahr 2003 hat die damalige Regierung aus SPD und Grünen unter Mithilfe der CDU/CSU das Gesundheitsmodernisierungsgesetz beschlossen. Das hat dazu geführt, dass nunmehr rückwirkend diese Versicherungen zu Betriebsrenten erklärt wurden und jetzt doppelte Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge aus den Summen gezahlt werden müssen. Die Menschen fühlen sich betrogen. Ebenfalls will der Verein die Gelegenheit nutzen, den früheren CDU-Finanzstaatssekretär Steffen Kampeter in seiner jetzigen Funktion als Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände auf mögliche Schadenersatzforderungen hinzuweisen.