Meine Woche: Die Schneiders am Dom - Mindens Kultursommerbühne

Ursula Koch

Ursula Koch, Kommentarfoto - © Lehn Alexander
Ursula Koch, Kommentarfoto (© Lehn Alexander)

Das Sommerloch ist schon länger eine Ente – zumindest wenn es um Kulturveranstaltungen geht. Die Fülle ist in manchen Wochen nicht ganz so groß wie zu anderen Jahreszeiten, dafür sind die Einzelveranstaltungen häufig größer und bunter. Sommer ist Festivalzeit – und davon gibt es in der Region reichlich, von den Weserliedern bis zu „Umsonst & draußen“ in Veltheim und Stemwede. Ganz zu schweigen von den heimischen Amateur-Theatern, die jeden Sommer Hauptsaison haben.

Es hat sich herumgesprochen, dass sich das Publikum nicht ausschließlich aus den Gattungen Schüler und Lehrer rekrutiert und auch die nicht geschlossen sechs Wochen lang der heimischen Scholle entfliehen.

In diesem Jahr fallen allerdings tatsächlich Schulanfang und Kultursommerbühne zusammen. Von Mittwoch an gibt es jeden Abend auf dem Kleinen Domhof Programm, ein Angebot, das viele Geschmäcker bedient, das es aber nicht immer leicht macht, den Überblick zu behalten. Manchmal machen dabei zwei kleine Buchstaben einen Riesen-Unterschied.

Am Mittwoch kleidet Götz Alsmann italienische Schlager in ein jazziges Gewand. Am Samstag ist Joris zu Gast, am Sonntag die Kika-Lieblinge Jan und Henry. So weit alles klar. Der Donnerstag und der Freitag haben es in sich. Zuerst ist Helge Schneider dran, der mit „Katzenklo“ auch schon einen Evergreen geschaffen hat. Am Freitag folgt schon wieder eine Schneider, allerdings Helen mit Vornamen. Die Sängerin ist auf keinen Fall mit Helge zu verwechseln, aber ebenfalls dem Jazz zugewandt. Sie singt in dem eher klassisch ausgerichteten Programm der Bremer Philharmoniker berühmte Broadway-Songs von George Gershwin. Das ist alles gut, so wie es ist. Aber malen wir es uns doch mal für einen Moment aus: Wie wäre es denn, wenn Helen Schneider mit den Bremer Philharmonikern „Katzenklo“ anstimmen und dann auch noch Helene Fischer den Refrain mitsingen würde?

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Meine Woche: Die Schneiders am Dom - Mindens KultursommerbühneUrsula KochDas Sommerloch ist schon länger eine Ente – zumindest wenn es um Kulturveranstaltungen geht. Die Fülle ist in manchen Wochen nicht ganz so groß wie zu anderen Jahreszeiten, dafür sind die Einzelveranstaltungen häufig größer und bunter. Sommer ist Festivalzeit – und davon gibt es in der Region reichlich, von den Weserliedern bis zu „Umsonst & draußen“ in Veltheim und Stemwede. Ganz zu schweigen von den heimischen Amateur-Theatern, die jeden Sommer Hauptsaison haben. Es hat sich herumgesprochen, dass sich das Publikum nicht ausschließlich aus den Gattungen Schüler und Lehrer rekrutiert und auch die nicht geschlossen sechs Wochen lang der heimischen Scholle entfliehen. In diesem Jahr fallen allerdings tatsächlich Schulanfang und Kultursommerbühne zusammen. Von Mittwoch an gibt es jeden Abend auf dem Kleinen Domhof Programm, ein Angebot, das viele Geschmäcker bedient, das es aber nicht immer leicht macht, den Überblick zu behalten. Manchmal machen dabei zwei kleine Buchstaben einen Riesen-Unterschied. Am Mittwoch kleidet Götz Alsmann italienische Schlager in ein jazziges Gewand. Am Samstag ist Joris zu Gast, am Sonntag die Kika-Lieblinge Jan und Henry. So weit alles klar. Der Donnerstag und der Freitag haben es in sich. Zuerst ist Helge Schneider dran, der mit „Katzenklo“ auch schon einen Evergreen geschaffen hat. Am Freitag folgt schon wieder eine Schneider, allerdings Helen mit Vornamen. Die Sängerin ist auf keinen Fall mit Helge zu verwechseln, aber ebenfalls dem Jazz zugewandt. Sie singt in dem eher klassisch ausgerichteten Programm der Bremer Philharmoniker berühmte Broadway-Songs von George Gershwin. Das ist alles gut, so wie es ist. Aber malen wir es uns doch mal für einen Moment aus: Wie wäre es denn, wenn Helen Schneider mit den Bremer Philharmonikern „Katzenklo“ anstimmen und dann auch noch Helene Fischer den Refrain mitsingen würde?