Minden

Sylvia Necker leitet das Preußenmuseum

Ursula Koch

Minden (mt). Das LWL-Preußenmuseum Minden hat eine neue Leiterin. Das ist eine der Weichenstellungen zur Wiedereröffnung des Hauses, das bereits vor der Übernahme der Trägerschaft durch den Landschaftsverband Westfalen-Lippe im Jahr 2016 in Dornröschenschlaf fiel. Seitdem wurden nicht nur rechtliche Fragen im Zusammenhang mit der Auflösung der Stiftung Preußen-Museum NRW mit den beiden Museen in Minden und Wesel geklärt, sondern auch ein neues Konzept für das Mindener Haus erarbeitet. Im vergangenen Jahr wurden die Pläne für eine neue, deutlich kompaktere Dauerausstellung vorgestellt worden. Entworfen wurde sie von Studenten des Studiengangs Bühnenbild und szenischer Raum an der TU Berlin. Im Herbst hatte sich dann Carsten Reuß, der mit der Trennung der beiden Standorte in der Zwischenzeit die Leitungsfunktion für Minden übernommen hatte, entschieden, dass er sich auf seine wissenschaftliche Arbeit als Historiker konzentrieren möchte. Die Leitungsposition war im Frühjahr ausgeschrieben worden. Inzwischen ist die 45-Jährige gebürtige Frankfurterin, die neben Forschung und dem Kuratieren von Ausstellungen auch als Radiomacherin und Klangwerkerin tätig ist, nach Minden gezogen und sprach mit MT-Kulturredakteurin über ihre ersten Eindrücke und Pläne.

Was verbinden Sie mit dem Begriff Preußen?

Am Anfang habe auch ich damit Militärgeschichte und Pickelhaube verbunden - also sämtliche Klischees. Als ich darüber nachgedacht habe, nachdem ich die Stellenausschreibung gesehen hatte, wurde mir immer deutlicher, wie stark Preußen europäische Geschichte abbildet, dass es um vier Jahrhunderte deutsche Geschichte geht und wie viele unglaublich spannende Aspekte der Kulturgeschichte das Thema in sich trägt. Ich bin damit selber vom Klischee zu einem differenzierteren Blick auf Preußen gelangt.

Was reizt Sie daran, das LWL-Preußenmuseum in den nächsten Jahren zu leiten?

Was mich besonders reizt, ist die langfristige Perspektive. Eine Institution mit einem kompakten Team zu leiten, in der ich sowohl Themen wie auch Struktur geben kann. Als Ausstellungsmacherin ist es eine Besonderheit ein Haus mit einer neuen Dauerausstellung wiedereröffnen zu können. Mich reizt außerdem, mit dem Preußenmuseum ein Haus zu bespielen, das für die Stadt Minden ein aufregender Kulturspot sein soll.

Welches Datum können Sie für die Wiedereröffnung nennen?

Bislang ist geplant, das Haus in der zweiten Jahreshälfte 2020 zu öffnen. Das ist die konkreteste Möglichkeit, das Eröffnungsdatum zu nennen. Wir sind mitten in der Planungsphase und dabei die Ausschreibungen zu formulieren.

Sie springen mitten in die Vorbereitungen hinein. Das Konzept für die neue Dauerausstellung steht bereits. Haben Sie noch Einfluss auf die Ausgestaltung?

Das Konzept ist schon sehr ausgereift. Ich hatte überhaupt keine Schwierigkeit, mich da hineinzudenken und zu begreifen, welche Idee von Preußenbild darin gemeint ist. Meine Aufgabe ist, und das ist auch der Auftrag, den ich vom LWL erhalten habe, Ideengebend und Impulsgebend als Blick von außen in diesen Prozess einzusteigen und an einzelnen Stellen noch einmal Akzente zu setzen.

Wie wird es künftig aussehen mit Sonderausstellungen im Haus?

Es ist fest geplant, dass wir nach der Eröffnung dann auch mit einem regelmäßigen Turnus an Sonderausstellungen beginnen. Ich habe bereits erste Pläne für die Themen entwickelt. Das muss ich nun im Team kommunizieren und dann müssen wir uns an die Arbeit machen, langsam das erste Thema in Angriff zu nehmen, wenngleich im Moment alle Kraft der Dauerausstellung gilt. Aber es wird eine regelmäßige Bespielung mit Sonderausstellungen in diesem Haus geben. Das ist ganz wichtig, weil die Dauerausstellung zwar immer wieder von unterschiedlichen Gruppen besucht werden wird, aber die Mindener werden das irgendwann kennen. Insofern ist es notwendig, dass man immer wieder mit neuen thematische Akzente setzt, um unterschiedlichste Zielgruppen zu erreichen.

Welches Themenspektrum haben Sie für die Sonderausstellungen im Blick?

Ich denke Preußen vor allem als kulturgeschichtliches Thema. Insofern interessieren mich weniger die großen militärgeschichtlichen Zäsuren des Staates Preußen, sondern vielmehr Einzelaspekte. Genauer möchte ich das der Öffentlichkeit Ende September vorstellen.

Wie war es, von Nottingham, wo sie an einem Forschungsprojekt beteiligt waren, nach Minden zu ziehen?

Das ist recht vergleichbar. Nottingham hat so eine Beschaulichkeit, die Minden auch hat. Ich habe die letzten 25 Jahre in Hamburg gelebt. Da ist mein Heimathafen. Aber nun bin ich umgezogen nach Minden. Ich wohne direkt hinter dem Dom, bin im Zentrum der Stadt. Mir gefällt das sehr gut, in diesem kleinen, überschaubaren Kontext zu sein und eine Stadt ganz neu zu entdecken. Ich komme ja aus der Stadtgeschichte und bin daher neugierig, neue Städte und Strukturen zu entdecken.

Wie gehen Sie da heran? Wie entdecken Sie eine Stadt?

Indem ich sie begehe. Das ist ganz einfach. Ich versuche, die topgraphischen Bezüge zu begreifen. Ich bin sehr viel zu Fuß in der Stadt unterwegs oder mit dem Rad werden Sie mich auch antreffen. Das sind die beiden Möglichkeiten, die Stadt als Netz zu begreifen. Dann wird meine Aufgabe als neue Museumsleitung sein, ganz viele Kontakte zu suchen zu den Institutionen dieser Stadt, zu kulturellen Institutionen aber auch den politischen Gremien, um eine Verbindung herzustellen vom Preußenmuseum, das am Rand der Stadt liegt, zum kulturellen und politischen Zentrum. Ein enger Austausch in beide Richtungen ist mein größter Wunsch als Museumsleiterin.

Haben Sie schon einen Lieblingsplatz in Minden gefunden?

Es gibt ein kleines Eiscafé am Rande der Fußgängerzone, wo man mich wahrscheinlich sehr oft sehen wird.

Den Besuch am Kaiser-Wilhelm-Denkmal haben Sie auch schon absolviert?

Am zweiten Tag meiner Arbeit hier, sind wir dorthin gefahren, weil es für mich wichtig ist, den Ort an sich kennen zu lernen, nicht nur das Denkmal, sondern auch das Besucherzentrum, das ich ja leiten soll. Für mich geht es darum, zu überlegen, wie kann eine engere Verbindung hergestellt werden vom Besucherzentrum zu unserem Museum. Wie können Veranstalungs- und Vermittlungsformate gestaltet werden, die diese Verbindung deutlicher machen, als sie vielleicht bisher ist. Wie können beide gegenseitig von Besucherströmen profitieren?

Was sehen Sie das Netzwerk Preußen in Westfalen?

Das finde ich, ist ein ganz fantastischer Gedanken, weil es eine Schnittstelle ist zwischen Museen, Archiven und wissenschaftlichen Instituten. Ich glaube, das ist überhaupt die einzige Möglichkeit, wie man das heute denken kann. Wenn Regionalgeschichte nicht stecken bleiben soll in einem bekannten Umfeld, dann muss man den Blick nach außen wenden. Mann muss sich verknüpfen mit den vielen anderen Institutionen, die sich eben auch mit preußischer Geschichte beschäftigen. Insofern finde ich hervorragend, dass wir mit dem LWL-Preußenmuseum das Zentrum dieses Netzwerks sind und in Zukunft sicherlich ganz aufregende Veranstaltungsformate realisieren werden.

Zur Person:

Sylvia Necker wurde 1974 in Frankfurt am Main geboren.

Seit 1994 lebt sie in Hamburg, studierte dort Geschichte, Soziologie,Politikwissenschaften und Kunstgeschichte und promovierte dort über das Architekturbüro von Konstanty Gutschow, das in der NS-Zeit für die Neugestaltung der Hansestadt zuständig war.

Neben wissenschaftlichen Tätigkeiten an der Christians-Albrechts-Universität Kiel und am Institut für raumbezogene Sozialforschung in Erkner kuratierte sie in Linz zwei Ausstellungen zur nationalsozialistischen Wohnungsbaupolitik. Begleitend dazu produzierte sie eine vierteilige Sendereihe für das Freie Radio Oberösterreich in Linz. Für das Freie Sender Kombinat in Hamburg hatte sie zuvor Features über Songs von Bertolt Brecht und Kurt Weill und über Erich Mühsam zusammen mit anderen Autoren realisiert. Außerdem gestaltete sie regelmäßig Sendungen über improvisierte Musik.

Sylvia Necker ist Mitglied im Vorstand der Gesellschaft für Stadtgeschichte und Urbanisierungsforschung und berufenes Mitglied in der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung.

Die letzten eineinhalb Jahre war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an einem Projekt zur Fotografiegeschichte an der Universität Nottingham (UK) tätig.

Privat spielt Sylvia Necker mehrere Instrumente und beschäftigt sich mit elektronischer und improvisierter Musik.

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MindenSylvia Necker leitet das PreußenmuseumUrsula KochMinden (mt). Das LWL-Preußenmuseum Minden hat eine neue Leiterin. Das ist eine der Weichenstellungen zur Wiedereröffnung des Hauses, das bereits vor der Übernahme der Trägerschaft durch den Landschaftsverband Westfalen-Lippe im Jahr 2016 in Dornröschenschlaf fiel. Seitdem wurden nicht nur rechtliche Fragen im Zusammenhang mit der Auflösung der Stiftung Preußen-Museum NRW mit den beiden Museen in Minden und Wesel geklärt, sondern auch ein neues Konzept für das Mindener Haus erarbeitet. Im vergangenen Jahr wurden die Pläne für eine neue, deutlich kompaktere Dauerausstellung vorgestellt worden. Entworfen wurde sie von Studenten des Studiengangs Bühnenbild und szenischer Raum an der TU Berlin. Im Herbst hatte sich dann Carsten Reuß, der mit der Trennung der beiden Standorte in der Zwischenzeit die Leitungsfunktion für Minden übernommen hatte, entschieden, dass er sich auf seine wissenschaftliche Arbeit als Historiker konzentrieren möchte. Die Leitungsposition war im Frühjahr ausgeschrieben worden. Inzwischen ist die 45-Jährige gebürtige Frankfurterin, die neben Forschung und dem Kuratieren von Ausstellungen auch als Radiomacherin und Klangwerkerin tätig ist, nach Minden gezogen und sprach mit MT-Kulturredakteurin über ihre ersten Eindrücke und Pläne. Was verbinden Sie mit dem Begriff Preußen? Am Anfang habe auch ich damit Militärgeschichte und Pickelhaube verbunden - also sämtliche Klischees. Als ich darüber nachgedacht habe, nachdem ich die Stellenausschreibung gesehen hatte, wurde mir immer deutlicher, wie stark Preußen europäische Geschichte abbildet, dass es um vier Jahrhunderte deutsche Geschichte geht und wie viele unglaublich spannende Aspekte der Kulturgeschichte das Thema in sich trägt. Ich bin damit selber vom Klischee zu einem differenzierteren Blick auf Preußen gelangt. Was reizt Sie daran, das LWL-Preußenmuseum in den nächsten Jahren zu leiten? Was mich besonders reizt, ist die langfristige Perspektive. Eine Institution mit einem kompakten Team zu leiten, in der ich sowohl Themen wie auch Struktur geben kann. Als Ausstellungsmacherin ist es eine Besonderheit ein Haus mit einer neuen Dauerausstellung wiedereröffnen zu können. Mich reizt außerdem, mit dem Preußenmuseum ein Haus zu bespielen, das für die Stadt Minden ein aufregender Kulturspot sein soll. Welches Datum können Sie für die Wiedereröffnung nennen? Bislang ist geplant, das Haus in der zweiten Jahreshälfte 2020 zu öffnen. Das ist die konkreteste Möglichkeit, das Eröffnungsdatum zu nennen. Wir sind mitten in der Planungsphase und dabei die Ausschreibungen zu formulieren. Sie springen mitten in die Vorbereitungen hinein. Das Konzept für die neue Dauerausstellung steht bereits. Haben Sie noch Einfluss auf die Ausgestaltung? Das Konzept ist schon sehr ausgereift. Ich hatte überhaupt keine Schwierigkeit, mich da hineinzudenken und zu begreifen, welche Idee von Preußenbild darin gemeint ist. Meine Aufgabe ist, und das ist auch der Auftrag, den ich vom LWL erhalten habe, Ideengebend und Impulsgebend als Blick von außen in diesen Prozess einzusteigen und an einzelnen Stellen noch einmal Akzente zu setzen. Wie wird es künftig aussehen mit Sonderausstellungen im Haus? Es ist fest geplant, dass wir nach der Eröffnung dann auch mit einem regelmäßigen Turnus an Sonderausstellungen beginnen. Ich habe bereits erste Pläne für die Themen entwickelt. Das muss ich nun im Team kommunizieren und dann müssen wir uns an die Arbeit machen, langsam das erste Thema in Angriff zu nehmen, wenngleich im Moment alle Kraft der Dauerausstellung gilt. Aber es wird eine regelmäßige Bespielung mit Sonderausstellungen in diesem Haus geben. Das ist ganz wichtig, weil die Dauerausstellung zwar immer wieder von unterschiedlichen Gruppen besucht werden wird, aber die Mindener werden das irgendwann kennen. Insofern ist es notwendig, dass man immer wieder mit neuen thematische Akzente setzt, um unterschiedlichste Zielgruppen zu erreichen. Welches Themenspektrum haben Sie für die Sonderausstellungen im Blick? Ich denke Preußen vor allem als kulturgeschichtliches Thema. Insofern interessieren mich weniger die großen militärgeschichtlichen Zäsuren des Staates Preußen, sondern vielmehr Einzelaspekte. Genauer möchte ich das der Öffentlichkeit Ende September vorstellen. Wie war es, von Nottingham, wo sie an einem Forschungsprojekt beteiligt waren, nach Minden zu ziehen? Das ist recht vergleichbar. Nottingham hat so eine Beschaulichkeit, die Minden auch hat. Ich habe die letzten 25 Jahre in Hamburg gelebt. Da ist mein Heimathafen. Aber nun bin ich umgezogen nach Minden. Ich wohne direkt hinter dem Dom, bin im Zentrum der Stadt. Mir gefällt das sehr gut, in diesem kleinen, überschaubaren Kontext zu sein und eine Stadt ganz neu zu entdecken. Ich komme ja aus der Stadtgeschichte und bin daher neugierig, neue Städte und Strukturen zu entdecken. Wie gehen Sie da heran? Wie entdecken Sie eine Stadt? Indem ich sie begehe. Das ist ganz einfach. Ich versuche, die topgraphischen Bezüge zu begreifen. Ich bin sehr viel zu Fuß in der Stadt unterwegs oder mit dem Rad werden Sie mich auch antreffen. Das sind die beiden Möglichkeiten, die Stadt als Netz zu begreifen. Dann wird meine Aufgabe als neue Museumsleitung sein, ganz viele Kontakte zu suchen zu den Institutionen dieser Stadt, zu kulturellen Institutionen aber auch den politischen Gremien, um eine Verbindung herzustellen vom Preußenmuseum, das am Rand der Stadt liegt, zum kulturellen und politischen Zentrum. Ein enger Austausch in beide Richtungen ist mein größter Wunsch als Museumsleiterin. Haben Sie schon einen Lieblingsplatz in Minden gefunden? Es gibt ein kleines Eiscafé am Rande der Fußgängerzone, wo man mich wahrscheinlich sehr oft sehen wird. Den Besuch am Kaiser-Wilhelm-Denkmal haben Sie auch schon absolviert? Am zweiten Tag meiner Arbeit hier, sind wir dorthin gefahren, weil es für mich wichtig ist, den Ort an sich kennen zu lernen, nicht nur das Denkmal, sondern auch das Besucherzentrum, das ich ja leiten soll. Für mich geht es darum, zu überlegen, wie kann eine engere Verbindung hergestellt werden vom Besucherzentrum zu unserem Museum. Wie können Veranstalungs- und Vermittlungsformate gestaltet werden, die diese Verbindung deutlicher machen, als sie vielleicht bisher ist. Wie können beide gegenseitig von Besucherströmen profitieren? Was sehen Sie das Netzwerk Preußen in Westfalen? Das finde ich, ist ein ganz fantastischer Gedanken, weil es eine Schnittstelle ist zwischen Museen, Archiven und wissenschaftlichen Instituten. Ich glaube, das ist überhaupt die einzige Möglichkeit, wie man das heute denken kann. Wenn Regionalgeschichte nicht stecken bleiben soll in einem bekannten Umfeld, dann muss man den Blick nach außen wenden. Mann muss sich verknüpfen mit den vielen anderen Institutionen, die sich eben auch mit preußischer Geschichte beschäftigen. Insofern finde ich hervorragend, dass wir mit dem LWL-Preußenmuseum das Zentrum dieses Netzwerks sind und in Zukunft sicherlich ganz aufregende Veranstaltungsformate realisieren werden. Zur Person: Sylvia Necker wurde 1974 in Frankfurt am Main geboren. Seit 1994 lebt sie in Hamburg, studierte dort Geschichte, Soziologie,Politikwissenschaften und Kunstgeschichte und promovierte dort über das Architekturbüro von Konstanty Gutschow, das in der NS-Zeit für die Neugestaltung der Hansestadt zuständig war. Neben wissenschaftlichen Tätigkeiten an der Christians-Albrechts-Universität Kiel und am Institut für raumbezogene Sozialforschung in Erkner kuratierte sie in Linz zwei Ausstellungen zur nationalsozialistischen Wohnungsbaupolitik. Begleitend dazu produzierte sie eine vierteilige Sendereihe für das Freie Radio Oberösterreich in Linz. Für das Freie Sender Kombinat in Hamburg hatte sie zuvor Features über Songs von Bertolt Brecht und Kurt Weill und über Erich Mühsam zusammen mit anderen Autoren realisiert. Außerdem gestaltete sie regelmäßig Sendungen über improvisierte Musik. Sylvia Necker ist Mitglied im Vorstand der Gesellschaft für Stadtgeschichte und Urbanisierungsforschung und berufenes Mitglied in der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung. Die letzten eineinhalb Jahre war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an einem Projekt zur Fotografiegeschichte an der Universität Nottingham (UK) tätig. Privat spielt Sylvia Necker mehrere Instrumente und beschäftigt sich mit elektronischer und improvisierter Musik.