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Bücherhäuschen eingeweiht: Angebot für Leser im Goethepark

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Erstausstattung: Bürger brachten Lesestoff, um das Bücherhäuschen zu bestücken. - © Foto: Sabine Häderle
Erstausstattung: Bürger brachten Lesestoff, um das Bücherhäuschen zu bestücken. (© Foto: Sabine Häderle)

Minden (hae). Hier klingelt nichts. Die neue Telefonzelle im Goethepark ist kein Telefon, sondern ein Bücherhäuschen und wurde nun eingeweiht. Rund 50 Personen, darunter auch Bürgermeister Michael Jäcke, waren zum Fest in die gepflegten Anlagen gekommen.

Anlass war aber nicht nur die Einweihung der Telefonzelle, sondern auch eine kleine Feier zum zehnjährigen Bestehen des Aktionsbündnisses „Aktiv für/in Königstor". Im August 2009 hatten Bürgerinnen und Bürger das überparteiliche Bündnis gegründet, um das Miteinander im Stadtteil zu fördern. Viele Projekte sind seither in Angriff genommen worden. Auch der eine oder andere Misserfolg war zu verkraften. „Das bisher erfolgreichste Projekt ist die Umgestaltung des Goetheparks in einen Kulturpark", sagte Ortsvorsteher Athanasios Vlachos in seiner Begrüßung. „Das Bücherhäuschen soll ein Baustein dazu sein." Nun konnten die Anwesenden schon mal einen Blick in die Bücher werfen, Gespräche führen oder einfach der Musik von Drehorgelspieler Jochen Schmeling zuhören.

Seit Jahren kümmert sich das Bündnis um die Gestaltung des Parks. So wurden zum Beispiel ein Bienenhotel angelegt und ein Obstbaumweg initiiert. „Wer möchte, kann einen Obstbaum zu einem besonderen Anlass spenden", betont Vlachos. „Die Früchte können dann von den Anwohnern gepflückt werden."

Schon einmal gab es eine Bücherkiste im Goethepark, die aber mitsamt den Büchern angezündet und niedergebrannt wurde. Jetzt soll ein neuer Versuch gewagt werden. Dies war nur dank der Unterstützung durch die Anna-Luise-Altendorf-Stiftung möglich, die die Telefonzelle gespendet hat. Vorstand Claus Lemcke hatte sich besonders dafür eingesetzt. Jetzt steht das Bücherhäuschen im Park und kann von allen Bürgern genutzt werden. Man kann Bücher mitnehmen, aber auch hinbringen. Rund um die ehemalige Telefonzelle wurden bunte Blumen gesät, was besonders hübsch wirkt. „Wir hoffen sehr, dass das Häuschen nicht wieder brennen wird", sagt Vlachos.

Abgerundet wurde das Programm durch eine literarische Lesung von Jutta Vlachos. Unter einem ausladenden Baum las sie zum Vergnügen des Publikums aus Elke Heidenreichs „Alles kein Zufall".

Gibt es noch Wünsche für die Zukunft? „Eine Beleuchtung für den Park", sagt Vlachos. „Die Stadtverordnetenversammlung hat den Beschluss schon gefasst. Jetzt geht es hoffentlich schnell."

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MindenBücherhäuschen eingeweiht: Angebot für Leser im GoetheparkMinden (hae). Hier klingelt nichts. Die neue Telefonzelle im Goethepark ist kein Telefon, sondern ein Bücherhäuschen und wurde nun eingeweiht. Rund 50 Personen, darunter auch Bürgermeister Michael Jäcke, waren zum Fest in die gepflegten Anlagen gekommen. Anlass war aber nicht nur die Einweihung der Telefonzelle, sondern auch eine kleine Feier zum zehnjährigen Bestehen des Aktionsbündnisses „Aktiv für/in Königstor". Im August 2009 hatten Bürgerinnen und Bürger das überparteiliche Bündnis gegründet, um das Miteinander im Stadtteil zu fördern. Viele Projekte sind seither in Angriff genommen worden. Auch der eine oder andere Misserfolg war zu verkraften. „Das bisher erfolgreichste Projekt ist die Umgestaltung des Goetheparks in einen Kulturpark", sagte Ortsvorsteher Athanasios Vlachos in seiner Begrüßung. „Das Bücherhäuschen soll ein Baustein dazu sein." Nun konnten die Anwesenden schon mal einen Blick in die Bücher werfen, Gespräche führen oder einfach der Musik von Drehorgelspieler Jochen Schmeling zuhören. Seit Jahren kümmert sich das Bündnis um die Gestaltung des Parks. So wurden zum Beispiel ein Bienenhotel angelegt und ein Obstbaumweg initiiert. „Wer möchte, kann einen Obstbaum zu einem besonderen Anlass spenden", betont Vlachos. „Die Früchte können dann von den Anwohnern gepflückt werden." Schon einmal gab es eine Bücherkiste im Goethepark, die aber mitsamt den Büchern angezündet und niedergebrannt wurde. Jetzt soll ein neuer Versuch gewagt werden. Dies war nur dank der Unterstützung durch die Anna-Luise-Altendorf-Stiftung möglich, die die Telefonzelle gespendet hat. Vorstand Claus Lemcke hatte sich besonders dafür eingesetzt. Jetzt steht das Bücherhäuschen im Park und kann von allen Bürgern genutzt werden. Man kann Bücher mitnehmen, aber auch hinbringen. Rund um die ehemalige Telefonzelle wurden bunte Blumen gesät, was besonders hübsch wirkt. „Wir hoffen sehr, dass das Häuschen nicht wieder brennen wird", sagt Vlachos. Abgerundet wurde das Programm durch eine literarische Lesung von Jutta Vlachos. Unter einem ausladenden Baum las sie zum Vergnügen des Publikums aus Elke Heidenreichs „Alles kein Zufall". Gibt es noch Wünsche für die Zukunft? „Eine Beleuchtung für den Park", sagt Vlachos. „Die Stadtverordnetenversammlung hat den Beschluss schon gefasst. Jetzt geht es hoffentlich schnell."