Leserfrage zu weggeworfenen Kippen und To-Go-Bechern: „Wir setzen auf Aufklärung und Sensibilisierung“

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Was tut eigentlich die Stadt Minden gegen achtlos weggeworfene Kippen und To-Go-Becher? Das wollten Leser nach der MT-Berichterstattung zum Thema wissen. Susann Lewerenz, Pressesprecherin der Stadt, antwortet.

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„Die Stadt Minden setzt in der Müllfrage auf Aufklärung und Sensibilisierung. Zum einen haben die Städtischen Betriebe Minden (SBM) im Frühjahr 2018 eine Plakatkampagne gestartet, die immer noch läuft. Zum zweiten beteiligt sich die Stadt regelmäßig an der Aktion „Saubere Landschaft“. Im Glacis und auch in einzelnen Stadtbezirken gab es auch 2019 erfolgreiche Müllsammlungen.“

Mit der Plakataktion setzten die SBM auf Lerneffekte durch Wiederholungen. Je öfter die Plakate wahrgenommen würden, umso mehr erinnerten sich die Bürger daran. „Ein Effekt der Kampagne war in jedem Fall“, so der Leiter des Betriebshofes, Horst Lehning, „dass es vermehrt Meldungen von Bürgern an die SBM zu Verunreinigungen und Müllablagerungen gegeben hat.“

Das Problem Kippen in der Innenstadt gibt es auch in Minden. Es ist vermehrt aufgetreten, seit das Rauchverbot in geschlossenen Räumen streng geregelt ist. Zu beobachten sei, dass selbst dort, wo Aschenbecher draußen stehen, Kippen daneben geworfen werden.

„Auch im Bereich Klimaschutz setzen wir zu dem Thema generell eher auf Informationen, zum Beispiel durch Projekte wie Upcycling (Taschen und Handyhüllen werden aus alten Plakaten und Bannern hergestellt) oder auf Aktionen wie ,Meine letzte Plastikflasche'“. Außerdem werden derzeit mit der Klimaschutzmanagerin weitere Aufräumaktionen geplant. Zusammenfassend versucht die Stadt über Informationskampagnen und Projekte die Bürger zu sensibilisieren.

„Wir unterstützen als Stadt die bundesweit geäußerten Vorschläge, dass grundsätzlich auf Einwegplastik, wie Plastiktüten, -flaschen oder Einwegbecher, verzichtet werden sollte, um Müllverschmutzung und dessen Folgen effektiv zu vermeiden, zumal es ja viele umweltfreundlichere Alternativen gibt.“

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Leserfrage zu weggeworfenen Kippen und To-Go-Bechern: „Wir setzen auf Aufklärung und Sensibilisierung“Was tut eigentlich die Stadt Minden gegen achtlos weggeworfene Kippen und To-Go-Becher? Das wollten Leser nach der MT-Berichterstattung zum Thema wissen. Susann Lewerenz, Pressesprecherin der Stadt, antwortet. „Die Stadt Minden setzt in der Müllfrage auf Aufklärung und Sensibilisierung. Zum einen haben die Städtischen Betriebe Minden (SBM) im Frühjahr 2018 eine Plakatkampagne gestartet, die immer noch läuft. Zum zweiten beteiligt sich die Stadt regelmäßig an der Aktion „Saubere Landschaft“. Im Glacis und auch in einzelnen Stadtbezirken gab es auch 2019 erfolgreiche Müllsammlungen.“ Mit der Plakataktion setzten die SBM auf Lerneffekte durch Wiederholungen. Je öfter die Plakate wahrgenommen würden, umso mehr erinnerten sich die Bürger daran. „Ein Effekt der Kampagne war in jedem Fall“, so der Leiter des Betriebshofes, Horst Lehning, „dass es vermehrt Meldungen von Bürgern an die SBM zu Verunreinigungen und Müllablagerungen gegeben hat.“ Das Problem Kippen in der Innenstadt gibt es auch in Minden. Es ist vermehrt aufgetreten, seit das Rauchverbot in geschlossenen Räumen streng geregelt ist. Zu beobachten sei, dass selbst dort, wo Aschenbecher draußen stehen, Kippen daneben geworfen werden. „Auch im Bereich Klimaschutz setzen wir zu dem Thema generell eher auf Informationen, zum Beispiel durch Projekte wie Upcycling (Taschen und Handyhüllen werden aus alten Plakaten und Bannern hergestellt) oder auf Aktionen wie ,Meine letzte Plastikflasche'“. Außerdem werden derzeit mit der Klimaschutzmanagerin weitere Aufräumaktionen geplant. Zusammenfassend versucht die Stadt über Informationskampagnen und Projekte die Bürger zu sensibilisieren. „Wir unterstützen als Stadt die bundesweit geäußerten Vorschläge, dass grundsätzlich auf Einwegplastik, wie Plastiktüten, -flaschen oder Einwegbecher, verzichtet werden sollte, um Müllverschmutzung und dessen Folgen effektiv zu vermeiden, zumal es ja viele umweltfreundlichere Alternativen gibt.“