Häverstädt

Einbruch in Häverstädt: Diebe kommen in zwei Nächten hintereinander

Patrick Schwemling

Auf ihrem Grundstück am Bogenkamp bauen Anna-Marie Rürup und Max Kühme ein Einfamilienhaus. Ein kleines Backsteinhaus (im Vordergrund) und eine Scheune gehören auch dazu – dort wurde jeweils eingebrochen. MT- - © Foto: Patrick Schwemling
Auf ihrem Grundstück am Bogenkamp bauen Anna-Marie Rürup und Max Kühme ein Einfamilienhaus. Ein kleines Backsteinhaus (im Vordergrund) und eine Scheune gehören auch dazu – dort wurde jeweils eingebrochen. MT- (© Foto: Patrick Schwemling)

Minden-Häverstädt (mt). Eigentlich geht es am Bogenkamp ruhig zu. In der kleinen Straße am Fuße des Wiehengebirges stehen keine zehn Häuser, jeder kennt jeden – und alle sind derzeit in erhöhter Alarmbereitschaft. Seit Samstagabend wurde hier nämlich zweimal eingebrochen, jeweils auf demselben Grundstück. Erst in eine Scheune, dann in ein kleines Backsteinhäuschen. „Wir konnten es nicht glauben", sagt Max Kühme, der zwischen den beiden Tatorten mit seiner Freundin Anna-Marie Rürup ein Haus baut.

Dabei schmerzt vor allem Einbruch Nummer eins, der nach aktuellem Ermittlungsstand zwischen Samstag, 17.45 Uhr und Sonntag, 8 Uhr, passiert sein muss. Wie die Polizei weiter mitteilt, sei der zweite Einbruch dann in der Zeit von Sonntag, 19 Uhr bis Montag, 5.30 Uhr begangen sein. „Am Sonntag haben wir es erst gegen Nachmittag bemerkt, aber ein Nachbar hat bereits um acht Uhr morgens die offene Scheune gesehen", erklärt Kühme, der bereits seit 2012 Besitzer des Grundstücks ist.

Einbruch in Häverstädter Scheune - BMW gestohlen

Besonders bitter: In der Scheune, die die Einbrecher über eine aufgebrochene Seitentür betreten hatten, stand ein schwarzer BMW-Kombi E91 320i aus dem Jahr 2006. „Der Wagen war abgemeldet, hatte keine Kennzeichen", sagt Kühme, der das Fahrzeug sogar schon verkauft hatte. „Der Käufer wollte am Dienstag kommen und das Geld vorbeibringen." Daraus wird nun nichts, der 29-Jährige, seine Freundin und die Familien der Geschädigten hoffen, dass das Auto wieder auftaucht. „Die dunkelbraune Lederausstattung ist extrem auffällig", sagt Rürup, die bei Facebook schon einen Suchaufruf gestartet hat. Bis Montagabend wurde dieser mehr als 170 mal geteilt, hatte etliche Menschen erreicht.

Die Täter hebelten die Tür der Scheune an der Unterseite auf. Foto:pr
Die Täter hebelten die Tür der Scheune an der Unterseite auf. Foto:pr

„Aber eine Rückmeldung haben wir noch nicht bekommen", sagt Kühme, dessen Hoffnungen auch eher gering ausfallen: „Das wäre schon extremes Glück." Andererseits glaubt er nicht, dass die Einbrecher Profis waren. „Sie scheinen zwar gekonnt eingestiegen zu sein, aber haben auch eineinhalb Kisten Bier geklaut. Das spricht für mich nicht für Profis."

Darüber hinaus haben die Unbekannten hochwertiges Spezialwerkzeug und Felgen gestohlen, so dass der Gesamtschaden auf mehr als 10.000 Euro geschätzt wird. Die Einbrecher durchforsteten die Scheune systematisch und scheinen dies in Seelenruhe getan zu haben. „Ein Nachbar hat uns erzählt, dass sein Hund in der Nacht angeschlagen habe. Unmittelbare Nachbarn haben jedoch mit offenem Fenster geschlafen und nichts mitbekommen", sagt das Paar, das sich im Moment unsicher fühlt.

Vor allem weil die Unbekannten ein zweites Mal zuschlugen. „Das waren die gleichen Täter", ist sich Max Kühme sicher. Dabei wurde ein Schloss des Backsteinhäuschens geknackt, gestohlen wurde nur eine Kleinigkeit, wie er betont. Zusammen mit seinem Vater hat der 29-Jährige die Sicherheitsvorkehrungen erhöht, die Nachbarn würden jetzt auch genau aufpassen.

„Man fragt sich natürlich, ob es noch ein drittes Mal passiert", sagt Rürup, die froh ist, dass sie mit ihrem Freund noch nicht am Bogenkamp wohnt. „Wenn es in unserem Haus passiert wäre, wäre es noch einmal ein größerer Eingriff in die Privatsphäre", meint sie.

Die Ermittlungen der Polizei zu den Einbrüchen dauern unterdessen weiter an, Zeugenhinweise werden telefonisch unter (05 71) 8 86 60 erbeten.

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HäverstädtEinbruch in Häverstädt: Diebe kommen in zwei Nächten hintereinanderPatrick SchwemlingMinden-Häverstädt (mt). Eigentlich geht es am Bogenkamp ruhig zu. In der kleinen Straße am Fuße des Wiehengebirges stehen keine zehn Häuser, jeder kennt jeden – und alle sind derzeit in erhöhter Alarmbereitschaft. Seit Samstagabend wurde hier nämlich zweimal eingebrochen, jeweils auf demselben Grundstück. Erst in eine Scheune, dann in ein kleines Backsteinhäuschen. „Wir konnten es nicht glauben", sagt Max Kühme, der zwischen den beiden Tatorten mit seiner Freundin Anna-Marie Rürup ein Haus baut. Dabei schmerzt vor allem Einbruch Nummer eins, der nach aktuellem Ermittlungsstand zwischen Samstag, 17.45 Uhr und Sonntag, 8 Uhr, passiert sein muss. Wie die Polizei weiter mitteilt, sei der zweite Einbruch dann in der Zeit von Sonntag, 19 Uhr bis Montag, 5.30 Uhr begangen sein. „Am Sonntag haben wir es erst gegen Nachmittag bemerkt, aber ein Nachbar hat bereits um acht Uhr morgens die offene Scheune gesehen", erklärt Kühme, der bereits seit 2012 Besitzer des Grundstücks ist. Besonders bitter: In der Scheune, die die Einbrecher über eine aufgebrochene Seitentür betreten hatten, stand ein schwarzer BMW-Kombi E91 320i aus dem Jahr 2006. „Der Wagen war abgemeldet, hatte keine Kennzeichen", sagt Kühme, der das Fahrzeug sogar schon verkauft hatte. „Der Käufer wollte am Dienstag kommen und das Geld vorbeibringen." Daraus wird nun nichts, der 29-Jährige, seine Freundin und die Familien der Geschädigten hoffen, dass das Auto wieder auftaucht. „Die dunkelbraune Lederausstattung ist extrem auffällig", sagt Rürup, die bei Facebook schon einen Suchaufruf gestartet hat. Bis Montagabend wurde dieser mehr als 170 mal geteilt, hatte etliche Menschen erreicht. „Aber eine Rückmeldung haben wir noch nicht bekommen", sagt Kühme, dessen Hoffnungen auch eher gering ausfallen: „Das wäre schon extremes Glück." Andererseits glaubt er nicht, dass die Einbrecher Profis waren. „Sie scheinen zwar gekonnt eingestiegen zu sein, aber haben auch eineinhalb Kisten Bier geklaut. Das spricht für mich nicht für Profis." Darüber hinaus haben die Unbekannten hochwertiges Spezialwerkzeug und Felgen gestohlen, so dass der Gesamtschaden auf mehr als 10.000 Euro geschätzt wird. Die Einbrecher durchforsteten die Scheune systematisch und scheinen dies in Seelenruhe getan zu haben. „Ein Nachbar hat uns erzählt, dass sein Hund in der Nacht angeschlagen habe. Unmittelbare Nachbarn haben jedoch mit offenem Fenster geschlafen und nichts mitbekommen", sagt das Paar, das sich im Moment unsicher fühlt. Vor allem weil die Unbekannten ein zweites Mal zuschlugen. „Das waren die gleichen Täter", ist sich Max Kühme sicher. Dabei wurde ein Schloss des Backsteinhäuschens geknackt, gestohlen wurde nur eine Kleinigkeit, wie er betont. Zusammen mit seinem Vater hat der 29-Jährige die Sicherheitsvorkehrungen erhöht, die Nachbarn würden jetzt auch genau aufpassen. „Man fragt sich natürlich, ob es noch ein drittes Mal passiert", sagt Rürup, die froh ist, dass sie mit ihrem Freund noch nicht am Bogenkamp wohnt. „Wenn es in unserem Haus passiert wäre, wäre es noch einmal ein größerer Eingriff in die Privatsphäre", meint sie. Die Ermittlungen der Polizei zu den Einbrüchen dauern unterdessen weiter an, Zeugenhinweise werden telefonisch unter (05 71) 8 86 60 erbeten.