Minden

Mit der Kunstaktion "Wagnis Wagner" präsentiert sich Minden im September als Kulturstadt

Ursula Koch

Der Berliner Nandor Angstenberger will im Weserglacis drei bis vier „Scheinwerfer“ aus bunter Kunstfaser Wolle installieren. „Lorem ipsum“ (Blindtext) ist sein Projekt betitelt. Foto: Angstenberger/pr - © Privat
Der Berliner Nandor Angstenberger will im Weserglacis drei bis vier „Scheinwerfer“ aus bunter Kunstfaser Wolle installieren. „Lorem ipsum“ (Blindtext) ist sein Projekt betitelt. Foto: Angstenberger/pr (© Privat)

Minden (mt). Neun Jahr sind vergangen seit zum letzten Mal in Minden in großem Stil Kunst im öffentlichen Raum zu sehen war. Der 250. Jahrestag der Schlacht bei Minden war damals der Anlass für die Ausstellung „Schlachtfelder" mit beeindruckenden Installationen in der Innenstadt. Die Aufführung des „Ring"-Zyklus im September nehmen das Kulturbüro der Stadt und die Minden Marketing (MMG) auf Anregung des Vereins für aktuelle Kunst nun zum Anlass, aktuelle Arbeiten in den Stadtraum zu bringen. „Wagnis Wagner" lautet der Titel, zehn Arbeiten von zwölf Künstlern aus insgesamt 49 Bewerbungen hat eine Jury zur Realisierung ausgewählt.

„Der Ring-Zyklus wird ein Event mit vielen inländischen und ausländischen Gästen. Denen wollen wir vermitteln, dass Minden eine Stadt der Kultur ist", sagt die Beigeordnete Regina-Dolores Stieler-Hinz. Gleichzeitig möchte sie ein breiteres Publikum für dieses große musikalische Projekt interessieren. Die Organisatoren seien sehr froh, dass so viele Bewerbungen eingegangen seien, aus der eine Jury für zehn Orte zehn sehr unterschiedliche Werke ausgewählt habe, „die ein gutes Gesamtbild ergeben". Zur Jury gehörten Marta-Direktor Roland Nachtigäller, Jana Duda vom Kulturbüro der OstWestfalenLippe GmbH, Dr. Jutta Hering-Winckler vom Wagner-Verband, Dr. Jörg-Friedrich Sander (MMG), Dr. Marion Tüting (stellvertretende Leiterin des Mindener Museums), Dr. Josef Spiegel Geschäftsführer Stiftung Künstlerdorf Schöppingen sowie ihr selbst.

Über das OWL Kulturbüro erhielt „Wagnis Wagner" Landesmittel aus der regionalen Kulturförderung. Die fördere „gut angelegte Kooperationsprojekte", erläutert Jana Duda. Auch mit dem Jury-Verfahren machten die Organisatoren „alles richtig".

Vier der zehn Projekte waren für Künstler aus der Region reserviert, berichtet Hartwig Reinboth, Vorsitzender des Vereins für aktuelle Kunst. Dietmar Lehmann habe als Ideengeber drei Künstler angesprochen, die Erfahrungen mit Kunst im öffentlichen Raum haben. Das sind Gunnar Heilmann mit einem „magischen Ring" auf blau blühender Phacelia im Königsglacis, Ulrich Kügler mit einem Ringobjekt aus Kalkstein und Metall und Reinboth mit der Installation „Sag dem Schwan dein Leid" auf dem Schwanenteich. Lehmann selbst habe sein Projekt aufgegeben, weil ihm die Realisierung als zu kompliziert erschien, berichtet Reinboth. Der Platz sei an einen der Wettbewerbsteilnehmer gegangen. Von ihnen wurden ausgewählt: Simon Rummel und Tina Tonagel (Köln), Nandor Angstenberger (Berlin), Matthias Braum (Würzburg), Nike Gerochristodoulou (Pr. Oldendorf), Alexandra Kürtz (Bonn), Yoana Tuharova (köln) sowie Katharina Veldhues und Gottgfried Schumacher (Nusbaum). Die Ausstellung „Wagnis Wagner" wird am 7. September im Stadttheater eröffnet.

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MindenMit der Kunstaktion "Wagnis Wagner" präsentiert sich Minden im September als KulturstadtUrsula KochMinden (mt). Neun Jahr sind vergangen seit zum letzten Mal in Minden in großem Stil Kunst im öffentlichen Raum zu sehen war. Der 250. Jahrestag der Schlacht bei Minden war damals der Anlass für die Ausstellung „Schlachtfelder" mit beeindruckenden Installationen in der Innenstadt. Die Aufführung des „Ring"-Zyklus im September nehmen das Kulturbüro der Stadt und die Minden Marketing (MMG) auf Anregung des Vereins für aktuelle Kunst nun zum Anlass, aktuelle Arbeiten in den Stadtraum zu bringen. „Wagnis Wagner" lautet der Titel, zehn Arbeiten von zwölf Künstlern aus insgesamt 49 Bewerbungen hat eine Jury zur Realisierung ausgewählt. „Der Ring-Zyklus wird ein Event mit vielen inländischen und ausländischen Gästen. Denen wollen wir vermitteln, dass Minden eine Stadt der Kultur ist", sagt die Beigeordnete Regina-Dolores Stieler-Hinz. Gleichzeitig möchte sie ein breiteres Publikum für dieses große musikalische Projekt interessieren. Die Organisatoren seien sehr froh, dass so viele Bewerbungen eingegangen seien, aus der eine Jury für zehn Orte zehn sehr unterschiedliche Werke ausgewählt habe, „die ein gutes Gesamtbild ergeben". Zur Jury gehörten Marta-Direktor Roland Nachtigäller, Jana Duda vom Kulturbüro der OstWestfalenLippe GmbH, Dr. Jutta Hering-Winckler vom Wagner-Verband, Dr. Jörg-Friedrich Sander (MMG), Dr. Marion Tüting (stellvertretende Leiterin des Mindener Museums), Dr. Josef Spiegel Geschäftsführer Stiftung Künstlerdorf Schöppingen sowie ihr selbst. Über das OWL Kulturbüro erhielt „Wagnis Wagner" Landesmittel aus der regionalen Kulturförderung. Die fördere „gut angelegte Kooperationsprojekte", erläutert Jana Duda. Auch mit dem Jury-Verfahren machten die Organisatoren „alles richtig". Vier der zehn Projekte waren für Künstler aus der Region reserviert, berichtet Hartwig Reinboth, Vorsitzender des Vereins für aktuelle Kunst. Dietmar Lehmann habe als Ideengeber drei Künstler angesprochen, die Erfahrungen mit Kunst im öffentlichen Raum haben. Das sind Gunnar Heilmann mit einem „magischen Ring" auf blau blühender Phacelia im Königsglacis, Ulrich Kügler mit einem Ringobjekt aus Kalkstein und Metall und Reinboth mit der Installation „Sag dem Schwan dein Leid" auf dem Schwanenteich. Lehmann selbst habe sein Projekt aufgegeben, weil ihm die Realisierung als zu kompliziert erschien, berichtet Reinboth. Der Platz sei an einen der Wettbewerbsteilnehmer gegangen. Von ihnen wurden ausgewählt: Simon Rummel und Tina Tonagel (Köln), Nandor Angstenberger (Berlin), Matthias Braum (Würzburg), Nike Gerochristodoulou (Pr. Oldendorf), Alexandra Kürtz (Bonn), Yoana Tuharova (köln) sowie Katharina Veldhues und Gottgfried Schumacher (Nusbaum). Die Ausstellung „Wagnis Wagner" wird am 7. September im Stadttheater eröffnet.