Minden

Im Schlussduell durchgesetzt: Tom Schwier ist Kranzreiten-Präsident

Carsten Korfesmeyer

Tom Schwier ist Präsident des 98. Hahler Kranzreitens. Zu seiner Mitregentin wählt er Jaqueline Schmidt. MT- - © Foto: Carsten Korfesmeyer
Tom Schwier ist Präsident des 98. Hahler Kranzreitens. Zu seiner Mitregentin wählt er Jaqueline Schmidt. MT- (© Foto: Carsten Korfesmeyer)

Minden (mt). Zum Schluss ist es ein Duell. Tom Schwier (25) und Philipp Wilhelmy (32) sind um 18.25 Uhr die letzten von anfangs 23 Reitern, die am Sonntag um den Titel des Hahler Kranzreiterpräsidenten kämpfen. Die Spannung in der Moorarena ist spürbar. Unter dem Applaus der Zuschauer legt der jüngere der beiden Finalisten vor – und reißt den Kranz.

Jetzt ist Wilhelmy gefordert, der zu den Kranzreitern mit der längsten Erfahrung zählt. 2017 entschied er den Wettbewerb für sich, war 2011 sogar Jubiläumspräsident und Flaschenpräsident 2008. Sein Pferd Lennox verweigert dem Hahler am Ende den vorgeschriebenen Galopp. Da reicht es auch nicht, dass er den Kranz mit einem Sprung vom Sattel doch noch reißt. Schwier ist der Gewinner eines packenden Hahler Kranzreitens.

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In einer Höhe von fast fünf Metern hängt der Kranz vor Beginn der siebten Runde, in der noch sieben Reiter im Rennen sind. „Jetzt kommt es auf die Ausdauer an“, sagt Christoph von Heesen, der zum Schiedsrichter-Team gehört. Bei den jungen Hahlern und ihren Pferden sind die Strapazen der vergangenen Stunden deutlich erkennbar. Schon seit kurz nach elf Uhr sind alle unterwegs. Die Kräfte schwinden und Vorjahressieger Götz Riechmann begeht seinen dritten Fehler. Damit ist der Vorjahrespräsident raus. Der 21-Jährige geht allerdings nicht ohne Pokal und erneuten Titel. Vor dem Kranzreiten gewann er am frühen Nachmittag das traditionelle Flaschenreiten.

Mehr als 3.000 Zuschauer verfolgen den Wettkampf. Und sie erleben packende Momente, jede Menge Dramatik und vor allem waghalsige Sprünge in das ausgestreute Sägemehl. „Man darf nicht vergessen, dass die meisten Teilnehmer nur für diesen Wettbewerb in den Sattel steigen“, sagt Frank Weber. Kurzweilig moderiert der Vorsitzende des Kranzreitervereins die Veranstaltung – und erklärt den Besuchern an den entscheidenden Stelle das teils recht komplizierte Regelwerk. Das ist gut, denn: So sind auch die Gäste jederzeit auf Ballhöhe, die noch keine Kranzreiten-Erfahrung mitbringen.

Der neue Präsident zeigt sich bei der Pokalübergabe sichtlich bewegt. Tom Schwier hat alles gegeben und ist jetzt für ein Jahr im Amt. Seine Mitregentin ist Jaqueline Schmidt, mit der er anschließend zum Reiterball geht.

Ein starkes Kranzreiten geht am Sonntagabend zu Ende. 23 Reiter haben gezeigt, was sie können. Und sie machen 2020 garantiert den nächsten Anlauf auf das Präsidentenamt.

Der Autor ist erreichbar unter Telefon (05 71) 882 237 oder Carsten.Korfesmeyer@MT.de

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MindenIm Schlussduell durchgesetzt: Tom Schwier ist Kranzreiten-PräsidentCarsten KorfesmeyerMinden (mt). Zum Schluss ist es ein Duell. Tom Schwier (25) und Philipp Wilhelmy (32) sind um 18.25 Uhr die letzten von anfangs 23 Reitern, die am Sonntag um den Titel des Hahler Kranzreiterpräsidenten kämpfen. Die Spannung in der Moorarena ist spürbar. Unter dem Applaus der Zuschauer legt der jüngere der beiden Finalisten vor – und reißt den Kranz. Jetzt ist Wilhelmy gefordert, der zu den Kranzreitern mit der längsten Erfahrung zählt. 2017 entschied er den Wettbewerb für sich, war 2011 sogar Jubiläumspräsident und Flaschenpräsident 2008. Sein Pferd Lennox verweigert dem Hahler am Ende den vorgeschriebenen Galopp. Da reicht es auch nicht, dass er den Kranz mit einem Sprung vom Sattel doch noch reißt. Schwier ist der Gewinner eines packenden Hahler Kranzreitens. In einer Höhe von fast fünf Metern hängt der Kranz vor Beginn der siebten Runde, in der noch sieben Reiter im Rennen sind. „Jetzt kommt es auf die Ausdauer an“, sagt Christoph von Heesen, der zum Schiedsrichter-Team gehört. Bei den jungen Hahlern und ihren Pferden sind die Strapazen der vergangenen Stunden deutlich erkennbar. Schon seit kurz nach elf Uhr sind alle unterwegs. Die Kräfte schwinden und Vorjahressieger Götz Riechmann begeht seinen dritten Fehler. Damit ist der Vorjahrespräsident raus. Der 21-Jährige geht allerdings nicht ohne Pokal und erneuten Titel. Vor dem Kranzreiten gewann er am frühen Nachmittag das traditionelle Flaschenreiten. Mehr als 3.000 Zuschauer verfolgen den Wettkampf. Und sie erleben packende Momente, jede Menge Dramatik und vor allem waghalsige Sprünge in das ausgestreute Sägemehl. „Man darf nicht vergessen, dass die meisten Teilnehmer nur für diesen Wettbewerb in den Sattel steigen“, sagt Frank Weber. Kurzweilig moderiert der Vorsitzende des Kranzreitervereins die Veranstaltung – und erklärt den Besuchern an den entscheidenden Stelle das teils recht komplizierte Regelwerk. Das ist gut, denn: So sind auch die Gäste jederzeit auf Ballhöhe, die noch keine Kranzreiten-Erfahrung mitbringen. Der neue Präsident zeigt sich bei der Pokalübergabe sichtlich bewegt. Tom Schwier hat alles gegeben und ist jetzt für ein Jahr im Amt. Seine Mitregentin ist Jaqueline Schmidt, mit der er anschließend zum Reiterball geht. Ein starkes Kranzreiten geht am Sonntagabend zu Ende. 23 Reiter haben gezeigt, was sie können. Und sie machen 2020 garantiert den nächsten Anlauf auf das Präsidentenamt. Der Autor ist erreichbar unter Telefon (05 71) 882 237 oder Carsten.Korfesmeyer@MT.de