Minden/Hamburg

Fünf Herderaner landen beim Gründerpreis auf dem dritten Platz

Carsten Korfesmeyer

Über ihren Erfolg beim Gründerpreis freuen sich die Schüler Konstantin Dück (von links), Angelo Riechmann, Mathis Dieckmann, Paula Gattner und Darren McCorry sowie Lehrerin Olivia Römhild. MT- - © Foto: Carsten Korfesmeyer
Über ihren Erfolg beim Gründerpreis freuen sich die Schüler Konstantin Dück (von links), Angelo Riechmann, Mathis Dieckmann, Paula Gattner und Darren McCorry sowie Lehrerin Olivia Römhild. MT- (© Foto: Carsten Korfesmeyer)

Minden/Hamburg (mt). Die Siegerehrung mit der anschließenden Party im Verlagshaus von Gruner & Jahr liegt schon ein paar Tage zurück. Der Eindruck bei den Gästen vom Herder-Gymnasium wirkt aber nach – und das bestimmt noch lange. „Nie hätten wir gedacht, so weit vorne zu landen“, sagt Darren McCorry, der mit seinen Team der fiktiven Niel GmbH & Co. KG den dritten Platz beim bundesweiten Gründerpreis für Schüler gewonnen hat. Mit der Geschäftsidee, Kurse unterschiedlichster Art in einem Freizeitzentrum zu bündeln, konnten die Schüler die Juroren überzeugen. Menschen, die über Expertenwissen verfügen, sollen sich miteinander vernetzen und ihre Erfahrungen an andere weitergeben.

Zum Niel-Team gehören außerdem Paula Gattner, Angelo Riechmann, Konstantin Dück und Mathis Dieckmann. Sie mussten ihre Pläne gemeinsam vor einem größeren Publikum präsentieren. Und das Lampenfieber sei groß gewesen, heißt es vom Quintett, das seinen fünfminütigen Auftritt selbstverständlich ausführlich geprobt hatte. Sätze, Gesten und Abläufe hatte man bis ins Detail geplant – und dann doch kurzfristig noch alles anders gemacht. „Endgültig haben wir uns tatsächlich erst auf der Zugfahrt festgelegt“, sagt Paula Gattner. Diese Spontaneität habe aber auch für eine gewisse Lockerheit gesorgt, die der Sache gut tat.

Die zehn besten Teams Deutschlands waren zur Siegerehrung geladen. Die Bekanntgabe der Besten startete bei Platz zehn. Die „Niels“ erwarteten nach eigener Einschätzung, dass sie irgendwo bei Rang sieben oder ach landen würden. „Immerhin war es für uns die erste Teilnahme am Gründerpreis“, sagt Herder-Lehrerin Olivia Römhild, die das junge Team zusammen mit Jens Walsemann von der Mindener Entwicklungs- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft (MEW) betreut hatte. „Bei Platz fünf merkten wir, dass vielleicht noch mehr drin ist“, sagt Angelo Riechmann. Als die Mindener dann als Drittplatzierte fest standen, habe es kein Halten mehr gegeben. Überglücklich feierte man mit den weiteren Teams, die sich nach Worten der Herderaner gar nicht als Konkurrenten empfanden.

Im Gespräch mit dem Quintett und der Lehrerin zeigt sich rasch, wie stark der Teamgeist ist. Erzählt wird von den unzähligen Stunden, in denen die Geschäftsidee in langen Diskussionen kontinuierlich weiterentwickelt wurde. „Das gesamte Projekt lief über fünf Monate“, sagt Darren McCorry. Kleineren Durchhängern in dieser Zeit folgten Momente voller Motivation. Die Schüler mussten ein komplettes Konzept vorlegen – und vor allem die Finanzplanung ihres Unternehmens bezeichnen die Beteiligten als Hürde. Außerdem galt es, Bilanzen, Strategien und Vertriebswege auszuarbeiten. Die Schüler arbeiteten oft gegen die Uhr, denn im Mai musste der Geschäftsplan stehen. Das alles neben der Schule zu packen, bezeichnen die Fünf als Herausforderung. Zwei Workshops liefen sogar über ganze Samstage.

Der Gründerpreis ist zwar ein Planspiel, aber die fünf Schüler verfolgten immer das Ziel, eine realistische Geschäftsidee auf die Beine zu stellen. „Ich glaube, in Minden hätte so etwas eine Chance“, sagt Konstantin Dück. Denn das Miteinander käme aufgrund der Digitalisierung oft zu kurz. Jeder daddele mit seinem Smartphone und persönliche Momente kommen dadurch oft zu kurz. Das von Niel entwickelte Freizeitzentrum hat nach Worten seiner Ideengeber das Zeug dazu, diese Entwicklung ins Positive zu verändern.

Bundesweit hatten sich 842 Teams an der mittlerweile 21. Auflage des Deutschen Gründerpreises beteiligt. 17 davon kamen aus dem Mühlenkreis, die von der Sparkasse Minden-Lübbecke unterstützt wurden. Praktische Erfahrungen gemacht zu haben, ist nach Worten der Herder-Schüler die wohl wichtigste gemachte Erfahrung. Zur Belohnung für das gute Abschneiden geht man Ende September in ein sogenanntes Futurecamp auf ein Schloss in der Uckermark. Freizeit und Erholung erwartet die jungen Leute dort aber nicht. Die erhalten Teilnehmer noch tiefere Einblicke in das Wirtschaftsleben und bekommen unter Garantie auch den ein oder anderen nützlichen Tipp.

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Minden/HamburgFünf Herderaner landen beim Gründerpreis auf dem dritten PlatzCarsten KorfesmeyerMinden/Hamburg (mt). Die Siegerehrung mit der anschließenden Party im Verlagshaus von Gruner & Jahr liegt schon ein paar Tage zurück. Der Eindruck bei den Gästen vom Herder-Gymnasium wirkt aber nach – und das bestimmt noch lange. „Nie hätten wir gedacht, so weit vorne zu landen“, sagt Darren McCorry, der mit seinen Team der fiktiven Niel GmbH & Co. KG den dritten Platz beim bundesweiten Gründerpreis für Schüler gewonnen hat. Mit der Geschäftsidee, Kurse unterschiedlichster Art in einem Freizeitzentrum zu bündeln, konnten die Schüler die Juroren überzeugen. Menschen, die über Expertenwissen verfügen, sollen sich miteinander vernetzen und ihre Erfahrungen an andere weitergeben. Zum Niel-Team gehören außerdem Paula Gattner, Angelo Riechmann, Konstantin Dück und Mathis Dieckmann. Sie mussten ihre Pläne gemeinsam vor einem größeren Publikum präsentieren. Und das Lampenfieber sei groß gewesen, heißt es vom Quintett, das seinen fünfminütigen Auftritt selbstverständlich ausführlich geprobt hatte. Sätze, Gesten und Abläufe hatte man bis ins Detail geplant – und dann doch kurzfristig noch alles anders gemacht. „Endgültig haben wir uns tatsächlich erst auf der Zugfahrt festgelegt“, sagt Paula Gattner. Diese Spontaneität habe aber auch für eine gewisse Lockerheit gesorgt, die der Sache gut tat. Die zehn besten Teams Deutschlands waren zur Siegerehrung geladen. Die Bekanntgabe der Besten startete bei Platz zehn. Die „Niels“ erwarteten nach eigener Einschätzung, dass sie irgendwo bei Rang sieben oder ach landen würden. „Immerhin war es für uns die erste Teilnahme am Gründerpreis“, sagt Herder-Lehrerin Olivia Römhild, die das junge Team zusammen mit Jens Walsemann von der Mindener Entwicklungs- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft (MEW) betreut hatte. „Bei Platz fünf merkten wir, dass vielleicht noch mehr drin ist“, sagt Angelo Riechmann. Als die Mindener dann als Drittplatzierte fest standen, habe es kein Halten mehr gegeben. Überglücklich feierte man mit den weiteren Teams, die sich nach Worten der Herderaner gar nicht als Konkurrenten empfanden. Im Gespräch mit dem Quintett und der Lehrerin zeigt sich rasch, wie stark der Teamgeist ist. Erzählt wird von den unzähligen Stunden, in denen die Geschäftsidee in langen Diskussionen kontinuierlich weiterentwickelt wurde. „Das gesamte Projekt lief über fünf Monate“, sagt Darren McCorry. Kleineren Durchhängern in dieser Zeit folgten Momente voller Motivation. Die Schüler mussten ein komplettes Konzept vorlegen – und vor allem die Finanzplanung ihres Unternehmens bezeichnen die Beteiligten als Hürde. Außerdem galt es, Bilanzen, Strategien und Vertriebswege auszuarbeiten. Die Schüler arbeiteten oft gegen die Uhr, denn im Mai musste der Geschäftsplan stehen. Das alles neben der Schule zu packen, bezeichnen die Fünf als Herausforderung. Zwei Workshops liefen sogar über ganze Samstage. Der Gründerpreis ist zwar ein Planspiel, aber die fünf Schüler verfolgten immer das Ziel, eine realistische Geschäftsidee auf die Beine zu stellen. „Ich glaube, in Minden hätte so etwas eine Chance“, sagt Konstantin Dück. Denn das Miteinander käme aufgrund der Digitalisierung oft zu kurz. Jeder daddele mit seinem Smartphone und persönliche Momente kommen dadurch oft zu kurz. Das von Niel entwickelte Freizeitzentrum hat nach Worten seiner Ideengeber das Zeug dazu, diese Entwicklung ins Positive zu verändern. Bundesweit hatten sich 842 Teams an der mittlerweile 21. Auflage des Deutschen Gründerpreises beteiligt. 17 davon kamen aus dem Mühlenkreis, die von der Sparkasse Minden-Lübbecke unterstützt wurden. Praktische Erfahrungen gemacht zu haben, ist nach Worten der Herder-Schüler die wohl wichtigste gemachte Erfahrung. Zur Belohnung für das gute Abschneiden geht man Ende September in ein sogenanntes Futurecamp auf ein Schloss in der Uckermark. Freizeit und Erholung erwartet die jungen Leute dort aber nicht. Die erhalten Teilnehmer noch tiefere Einblicke in das Wirtschaftsleben und bekommen unter Garantie auch den ein oder anderen nützlichen Tipp.