Minden/Porta Westfalica

Privater Sicherheitsdienst soll Fremdparker von Wez-Märkten fernhalten

Stefan Koch

Sie ist weg: Die Hinweistafel an der Marienstraße wurde zu früh aufgestellt. Auf die Demontage folgen Gespräche. MT- - © Foto: Stefan Koch
Sie ist weg: Die Hinweistafel an der Marienstraße wurde zu früh aufgestellt. Auf die Demontage folgen Gespräche. MT- (© Foto: Stefan Koch)

Minden/Porta Westfalica (mt). Der knappe Parkraum in der Stadt ist mitunter heiß umkämpft. Und nicht jeder stellt seinen Wagen dort ab, wo er dem Besitzer der Fläche willkommen ist. So blockieren Fahrer Kundenstellflächen, obwohl sie gar nicht die Absicht haben, die dazu gehörende Unternehmen aufzusuchen. Das Problem stellt sich in Minden unter anderem auf den Parkplätzen vor dem Gebäude Marienstraße 128 bis 134, das die Beermann Immobilienverwaltung GmbH & Co. KG (Bad Salzuflen) unter anderem an die Nord-Apotheke, eine Gemeinschaftspraxis, die Kotelett-Schmiede und die Edeka Minden-Hannover vermietet hat. Trauergesellschaften, die in großer Zahl den benachbarten Nordfriedhof aufsuchen, nutzen ebenfalls die Kundenparkplätze. Auch bei Veranstaltungen rund um die Schachtschleuse füllt sich die Fläche mit Fahrzeugen ortsfremder Personen.

„Seit einiger Zeit haben wir eine zunehmende Belegung der Kundenparkplätze durch Fremd- und Dauerparker in einigen unserer Wez-Märkte zu verzeichnen“, erklärt Karl Stefan Preuß, Geschäftsführender Gesellschafter des Familienunternehmens. „Viele Stammkunden haben sich beschwert über stunden- und tagelange Belegung von Stellplätzen durch Fahrzeugführer, die sich nicht in unseren Märkten aufhalten.“ Gerade in der Hauptgeschäftszeit sei die Belegung durch Unbefugte besonders ausgeprägt und ärgerlich.

Die Stadt Minden regelt auf den öffentlichen Flächen das Parken durch eine entsprechende Beschilderung. Der städtische Ordnungsdienst verteilt im Rahmen der Parkraumüberwachung Knöllchen und lässt Fahrzeuge abschleppen, die für längere Zeit nicht mehr bewegt wurden. Inhaber privater Fläche müssen derartige Probleme mit privaten Ordnungsdiensten regeln. Einer davon ist die Fair-Parken GmbH aus Düsseldorf.

Nach eigenen Angaben bewirtschaftet das Unternehmen mehrere Hundert Standorte im gesamten Bundesgebiet. Als inhabergeführte Gesellschaft gehört Fair-Parken zu den führenden Anbietern im Parkraummanagement. Kunden sind zum Beispiel Handelsgruppen, Einkaufs- und Fachmarktzentren, Kliniken sowie private Immobilieneigentümer.

Laut Preuß werde Wez zunächst in einer Testphase die Bewirtschaftung einzelner Parkplätze durch Fair-Parken vornehmen, um den Kunden freie Stellplätze anbieten zu können. Vorgesehen seien dabei die Standorte in Porta Westfalica-Hausberge, Bad Oeynhausen-Eidinghausen und in Minden an der Marienstraße. „Das Konzept hat uns durch seine Kundenfreundlichkeit überzeugt, es beinhaltet rechtzeitige und sichtbare Hinweise auf den Parkplätzen und eine gebührenfreie Einführungszeit.“

Bereits vor einigen Wochen waren die Informationstafeln von Fair-Parken vor dem Wez-Markt an der Marienstraße zu sehen. Die in größerer Stückzahl platzierten Schilder wiesen darauf hin, dass das Abstellen des Wagens nur mit Parkscheibe gestattet ist und bei einer Überschreitung der Dauer von zwei Stunden eine Strafe in Höhe von rund 25 Euro droht. In der vergangenen Woche waren die Schilder erst mit Plastiksäcken verhüllt, jetzt sind sie plötzlich wieder komplett verschwunden.

Wie Volker Marin, Betriebsleiter bei Wez, erläutert, seien die Schilder fälschlich vorzeitig installiert worden. Es gebe noch weiteren Abstimmungsbedarf zur Parkraumüberwachung an der Marienstraße – langfristig soll es aber dabei bleiben, dass Fair-Parken hier tätig werde. Schon in der laufenden Woche will Wez den Dienstleiter aus Düsseldorf an seinem Markt in Porta Westfalica-Hausberge durchstarten lassen. Allerdings nicht auf der unteren Etage. „Von der Parkraumüberwachung ist nur die obere Parkfläche betroffen“, erklärt Marin.

Was dann geschehen kann? „Wir werden ausschließlich an Objekten tätig, die erheblich unter Fremdparkern zu leiden haben“, heißt es auf der Homepage des Unternehmens. Gegen Parkplatznutzer, die gegen die deutlich sichtbar ausgeschilderten Parkregeln verstoßen, würden angemessene Vertragsstrafen verhängt. Dabei komme geschultes und qualifiziertes Personal zum Einsatz.

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Minden/Porta WestfalicaPrivater Sicherheitsdienst soll Fremdparker von Wez-Märkten fernhaltenStefan KochMinden/Porta Westfalica (mt). Der knappe Parkraum in der Stadt ist mitunter heiß umkämpft. Und nicht jeder stellt seinen Wagen dort ab, wo er dem Besitzer der Fläche willkommen ist. So blockieren Fahrer Kundenstellflächen, obwohl sie gar nicht die Absicht haben, die dazu gehörende Unternehmen aufzusuchen. Das Problem stellt sich in Minden unter anderem auf den Parkplätzen vor dem Gebäude Marienstraße 128 bis 134, das die Beermann Immobilienverwaltung GmbH & Co. KG (Bad Salzuflen) unter anderem an die Nord-Apotheke, eine Gemeinschaftspraxis, die Kotelett-Schmiede und die Edeka Minden-Hannover vermietet hat. Trauergesellschaften, die in großer Zahl den benachbarten Nordfriedhof aufsuchen, nutzen ebenfalls die Kundenparkplätze. Auch bei Veranstaltungen rund um die Schachtschleuse füllt sich die Fläche mit Fahrzeugen ortsfremder Personen. „Seit einiger Zeit haben wir eine zunehmende Belegung der Kundenparkplätze durch Fremd- und Dauerparker in einigen unserer Wez-Märkte zu verzeichnen“, erklärt Karl Stefan Preuß, Geschäftsführender Gesellschafter des Familienunternehmens. „Viele Stammkunden haben sich beschwert über stunden- und tagelange Belegung von Stellplätzen durch Fahrzeugführer, die sich nicht in unseren Märkten aufhalten.“ Gerade in der Hauptgeschäftszeit sei die Belegung durch Unbefugte besonders ausgeprägt und ärgerlich. Die Stadt Minden regelt auf den öffentlichen Flächen das Parken durch eine entsprechende Beschilderung. Der städtische Ordnungsdienst verteilt im Rahmen der Parkraumüberwachung Knöllchen und lässt Fahrzeuge abschleppen, die für längere Zeit nicht mehr bewegt wurden. Inhaber privater Fläche müssen derartige Probleme mit privaten Ordnungsdiensten regeln. Einer davon ist die Fair-Parken GmbH aus Düsseldorf. Nach eigenen Angaben bewirtschaftet das Unternehmen mehrere Hundert Standorte im gesamten Bundesgebiet. Als inhabergeführte Gesellschaft gehört Fair-Parken zu den führenden Anbietern im Parkraummanagement. Kunden sind zum Beispiel Handelsgruppen, Einkaufs- und Fachmarktzentren, Kliniken sowie private Immobilieneigentümer. Laut Preuß werde Wez zunächst in einer Testphase die Bewirtschaftung einzelner Parkplätze durch Fair-Parken vornehmen, um den Kunden freie Stellplätze anbieten zu können. Vorgesehen seien dabei die Standorte in Porta Westfalica-Hausberge, Bad Oeynhausen-Eidinghausen und in Minden an der Marienstraße. „Das Konzept hat uns durch seine Kundenfreundlichkeit überzeugt, es beinhaltet rechtzeitige und sichtbare Hinweise auf den Parkplätzen und eine gebührenfreie Einführungszeit.“ Bereits vor einigen Wochen waren die Informationstafeln von Fair-Parken vor dem Wez-Markt an der Marienstraße zu sehen. Die in größerer Stückzahl platzierten Schilder wiesen darauf hin, dass das Abstellen des Wagens nur mit Parkscheibe gestattet ist und bei einer Überschreitung der Dauer von zwei Stunden eine Strafe in Höhe von rund 25 Euro droht. In der vergangenen Woche waren die Schilder erst mit Plastiksäcken verhüllt, jetzt sind sie plötzlich wieder komplett verschwunden. Wie Volker Marin, Betriebsleiter bei Wez, erläutert, seien die Schilder fälschlich vorzeitig installiert worden. Es gebe noch weiteren Abstimmungsbedarf zur Parkraumüberwachung an der Marienstraße – langfristig soll es aber dabei bleiben, dass Fair-Parken hier tätig werde. Schon in der laufenden Woche will Wez den Dienstleiter aus Düsseldorf an seinem Markt in Porta Westfalica-Hausberge durchstarten lassen. Allerdings nicht auf der unteren Etage. „Von der Parkraumüberwachung ist nur die obere Parkfläche betroffen“, erklärt Marin. Was dann geschehen kann? „Wir werden ausschließlich an Objekten tätig, die erheblich unter Fremdparkern zu leiden haben“, heißt es auf der Homepage des Unternehmens. Gegen Parkplatznutzer, die gegen die deutlich sichtbar ausgeschilderten Parkregeln verstoßen, würden angemessene Vertragsstrafen verhängt. Dabei komme geschultes und qualifiziertes Personal zum Einsatz.