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„Wir ziehen ins Weserland“: Grünholen vor dem Freischießen-Start

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Minden (ani). „Wir zieh'n ins Weserland, ins schöne Heimatland ...“ – Auf der Rückfahrt vom Grünholen zeigten die Teilnehmer noch einmal, wie laut ein singender Bus sein kann. Letztes Ziel des Tages war der Simeonsplatz, wo schon alles fix und fertig aufgebaut ist: Heute beginnt offiziell das lange Freischießen-Wochenende mit dem Ökumenischen Gottesdienst im Dom. Bis Sonntag wird dann auf dem Simeonsplatz gefeiert, Paradetag ist wieder Samstag.

Zielsicher mit Pfeil und Bogen: der neue Polizeichef Mathias Schmidt. - © Anja Peper
Zielsicher mit Pfeil und Bogen: der neue Polizeichef Mathias Schmidt. (© Anja Peper)

Wie der Mindener Buttjer sagen würde, sind dann alle „in Schmese“, also in Anzug oder Uniform. Gestern zum Grünholen hingegen reichten Jeans und T-Shirt aus. Wie immer haben die Kompanien und die Pioniere alle Hebel in Bewegung gesetzt, um den Ehrengästen einen tollen Empfang in den verschiedenen Quartieren zu bereiten: Mitten im Wald gab es Erbsensuppe, Rollmops und selbst gebackenen Kuchen der Girlandenweiber sowie viele nette Gespräche und auch das ein oder andere Kaltgetränk.

Grünholen vor dem Freischießen (Plus-Inhalt)

Einen Schatten haben jedoch die jüngsten Ereignisse bei der Bundeswehr über den gestrigen Tag geworfen: Ein Hubschrauber mit zwei Piloten an Bord war am Montag westlich von Hameln verunglückt, eine Soldatin starb, der andere wurde verletzt. Derzeit wird die Unglücksursache noch untersucht. Aus dem Grund haben auch die Mindener Soldaten die Anordnung, bis Freitag an keinen Feiern teilzunehmen. Die Nachricht erreichte die Soldaten und ihre Partner-Kompanien gestern Vormittag. Frühmorgens hatten die Pioniere die Gäste noch auf dem Wasserübungsplatz empfangen und über die Weser gesetzt. Darüber hinaus binden die Waldbrände in Mecklenburg-Vorpommern Einsatzkräfte aus Minden.

„Berlin holt Grün“: Vertreter der befreundeten Wilmersdorfer Reiterstaffel sorgten für tatkräftige Unterstützung. „Wir ziehen ins Weserland, ins schöne Heimatland“: nicht geht ohne Tambourkorps. Das Grünholen gilt bei den Kompanien als einer der schönsten Tage des Freischießens überhaupt. Prost! Zumindest äußerlich unbeeindruckt wuppte Ex-Handballer Frank Schoppe (Mitte) den Bierkrug, dessen doppelter Boden aus Gusseisen besteht. Bruder Tak (rechts) und die Vertreter der zweiten Bürgerkompanie sind beeindruckt. MT-Fotos: Anja Peper Da geht's lang zum Freischießen 2019: Das Grün wurde an mehreren Ecken der Stadt verteilt. Die Pioniere setzten morgens mit den Ehrengästen über die Weser. Die Kompanien begrüßen Stadtmajor Achim Pecher und Bürgermeister Michael Jäcke. Entspannter Tag im Grünen: Mit zwei Bussen fahren die Ehrengäste von Quartier zu Quartier, um den Kompanien des Bürgerbataillons einen Besuch abzustatten. Unverzichtbar: Die Girlandenweiber backen Kuchen und sorgen für die Deko am Zelt.

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Minden„Wir ziehen ins Weserland“: Grünholen vor dem Freischießen-StartMinden (ani). „Wir zieh'n ins Weserland, ins schöne Heimatland ...“ – Auf der Rückfahrt vom Grünholen zeigten die Teilnehmer noch einmal, wie laut ein singender Bus sein kann. Letztes Ziel des Tages war der Simeonsplatz, wo schon alles fix und fertig aufgebaut ist: Heute beginnt offiziell das lange Freischießen-Wochenende mit dem Ökumenischen Gottesdienst im Dom. Bis Sonntag wird dann auf dem Simeonsplatz gefeiert, Paradetag ist wieder Samstag. Wie der Mindener Buttjer sagen würde, sind dann alle „in Schmese“, also in Anzug oder Uniform. Gestern zum Grünholen hingegen reichten Jeans und T-Shirt aus. Wie immer haben die Kompanien und die Pioniere alle Hebel in Bewegung gesetzt, um den Ehrengästen einen tollen Empfang in den verschiedenen Quartieren zu bereiten: Mitten im Wald gab es Erbsensuppe, Rollmops und selbst gebackenen Kuchen der Girlandenweiber sowie viele nette Gespräche und auch das ein oder andere Kaltgetränk. Einen Schatten haben jedoch die jüngsten Ereignisse bei der Bundeswehr über den gestrigen Tag geworfen: Ein Hubschrauber mit zwei Piloten an Bord war am Montag westlich von Hameln verunglückt, eine Soldatin starb, der andere wurde verletzt. Derzeit wird die Unglücksursache noch untersucht. Aus dem Grund haben auch die Mindener Soldaten die Anordnung, bis Freitag an keinen Feiern teilzunehmen. Die Nachricht erreichte die Soldaten und ihre Partner-Kompanien gestern Vormittag. Frühmorgens hatten die Pioniere die Gäste noch auf dem Wasserübungsplatz empfangen und über die Weser gesetzt. Darüber hinaus binden die Waldbrände in Mecklenburg-Vorpommern Einsatzkräfte aus Minden.