Dankersen

Auf dem Riehekamp in Dankersen wird aus einem Acker ein Baugebiet für 23 Häuser

Stefan Koch

Noch ist der südliche Riehekamp ein grüner Acker. Hier will die Firma Webu Immobilien aus Hille 23 Parzellen für Häuslebauer vermarkten. - © Foto: Stadt Minden
Noch ist der südliche Riehekamp ein grüner Acker. Hier will die Firma Webu Immobilien aus Hille 23 Parzellen für Häuslebauer vermarkten. (© Foto: Stadt Minden)

Minden-Dankersen (mt). Ein 1,5 Hektar großes Wohngebiet soll auf dem Riehekamp im Osten von Dankersen entstehen. Am Mittwoch informierten die Stadtverwaltung und das zuständige Planungsbüro in der Aula der Primus-Schule die Öffentlichkeit über das Vorhaben und nahmen erste Anregungen entgegen. Auf der Wunschliste der Zuhörer befinden sich unter anderem ein verbreiterter Rad- und Fußweg im Planungsgebiet sowie eine Verbindung der Fläche zur Dankerser Straße mit Querung. Bedenken gab es wegen eines Zuwachses an Baufahrzeugen, die auf der Straße Riehe für Schäden sorgen könnten.

Bislang ist das zukünftige Wohngebiet noch grünes Ackerland. Wilhelm Westermann, Geschäftsführer der Firma Webu Immobilien (Hille), will dort bauträgerfreie Grundstücke vermarkten. Wie Stadtplaner Olaf Schramme vom Mindener Büro O9 erklärte, sei die Fläche für den Wohnungsbau ausgewiesen und werde bereits bebaut. Vorgesehen ist eine Erschließung von Westen aus mit einer Wendeanlage. Es gibt insgesamt 23 weitere Grundstücke für Einfamilien- und zwei Mehrfamilienhäuser. Ein Fuß- und Radweg verbindet im Norden die Fläche mit dem bereits bestehenden Wohngebiet. 60 Prozent der Fläche sind versiegelt und bei den Mehrfamilienhäusern ist pro Wohnung nur ein Pkw-Stellplatz an der Straße zulässig. Generell ist eine zweigeschossige Bauweise vorgesehen. Als weitere Bauvorschriften nannte Schramme den Verzicht auf glänzende Dacheindeckungen und das Verbot von Holzblockhäusern und Fachwerkimitationen. Wie der Stadtplaner darlegte, ist auch im Süden des Wohngebietes ein Fuß- und Radweg möglich, der an dem Rückhaltebecken vorbei zur Dankerser Straße führt.

Die Lage des geplanten Baugebiets. - © Alexander Hoffmann/mt
Die Lage des geplanten Baugebiets. (© Alexander Hoffmann/mt)

Thema waren auch Geruchsbelästigung auf einer Fläche östlich des Baugebietes. Aufgrund der landwirtschaftlichen Bebauung hatten Gutachter festgestellt, dass Belastungen möglich sind. Konkrete Beschwerden oder Hinweise auf aktuelle Probleme durch Betriebe gibt es aber nicht.

In den weiteren Erörterungen mit den Bürgern waren Heckenanpflanzungen ein Thema. Im Bebauungsplan sind sie nicht vorgesehen aber andernorts in Dankersen waren sie in der Vergangenheit zur Erhaltung des Dorfcharakter gefordert. Hier besteht weiter Klärungsbedarf mit der Genehmigungsbehörde. Offen blieb auch die Frage, ob die Errichtung von Gebäuden in reiner Fachwerkbauweise gestattet ist.

Auf die Frage zur Gestaltung der Wege mit Pflaster oder Asphalt erklärte Wilhelm Westermann, dass beide Alternativen annähernd die gleichen Kosten verursachten. Die Grundstücke würden voll erschlossen mit Wasser- und Kanalanschluss verkauft. Auch Straßengrün- und -beleuchtung seien mit dabei.

Wie Merle Rottmann von der Mindner Stadtverwaltung darlegte, gibt es für die Bürger noch reichlich Zeit, weitere Bedenken und Anregungen zu dem Baugebiet „Südlich Riehekamp“ vorzutragen. Erst am 13. März dieses Jahres hatte der Bauausschuss den Aufstellungsbeschluss gefasst, worauf die Bürgerbeteiligung am vergangenen Mittwoch erfolgte. Als nächster Schritt folgt die öffentliche Auslegung, bei der eine weitere Bürgerbeteiligung gewährleistet ist. Erst danach kommt es zur endgültigen Entscheidung über die Zulässigkeit des Baugebietes in der Stadtverordnetenversammlung, so dass es damit rechtskräftig geworden ist.

Zwei Wochen haben die Bürger jetzt erst einmal Zeit, ihre Einwände gegen die Planung des Baugebietes beim Stadtplanungs- und Umweltamt einzureichen. Bei der Bürgeranhörung am Mittwoch äußerte niemand der mehr als 30 Anwesenden generelle Vorbehalte.

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DankersenAuf dem Riehekamp in Dankersen wird aus einem Acker ein Baugebiet für 23 HäuserStefan KochMinden-Dankersen (mt). Ein 1,5 Hektar großes Wohngebiet soll auf dem Riehekamp im Osten von Dankersen entstehen. Am Mittwoch informierten die Stadtverwaltung und das zuständige Planungsbüro in der Aula der Primus-Schule die Öffentlichkeit über das Vorhaben und nahmen erste Anregungen entgegen. Auf der Wunschliste der Zuhörer befinden sich unter anderem ein verbreiterter Rad- und Fußweg im Planungsgebiet sowie eine Verbindung der Fläche zur Dankerser Straße mit Querung. Bedenken gab es wegen eines Zuwachses an Baufahrzeugen, die auf der Straße Riehe für Schäden sorgen könnten. Bislang ist das zukünftige Wohngebiet noch grünes Ackerland. Wilhelm Westermann, Geschäftsführer der Firma Webu Immobilien (Hille), will dort bauträgerfreie Grundstücke vermarkten. Wie Stadtplaner Olaf Schramme vom Mindener Büro O9 erklärte, sei die Fläche für den Wohnungsbau ausgewiesen und werde bereits bebaut. Vorgesehen ist eine Erschließung von Westen aus mit einer Wendeanlage. Es gibt insgesamt 23 weitere Grundstücke für Einfamilien- und zwei Mehrfamilienhäuser. Ein Fuß- und Radweg verbindet im Norden die Fläche mit dem bereits bestehenden Wohngebiet. 60 Prozent der Fläche sind versiegelt und bei den Mehrfamilienhäusern ist pro Wohnung nur ein Pkw-Stellplatz an der Straße zulässig. Generell ist eine zweigeschossige Bauweise vorgesehen. Als weitere Bauvorschriften nannte Schramme den Verzicht auf glänzende Dacheindeckungen und das Verbot von Holzblockhäusern und Fachwerkimitationen. Wie der Stadtplaner darlegte, ist auch im Süden des Wohngebietes ein Fuß- und Radweg möglich, der an dem Rückhaltebecken vorbei zur Dankerser Straße führt. Thema waren auch Geruchsbelästigung auf einer Fläche östlich des Baugebietes. Aufgrund der landwirtschaftlichen Bebauung hatten Gutachter festgestellt, dass Belastungen möglich sind. Konkrete Beschwerden oder Hinweise auf aktuelle Probleme durch Betriebe gibt es aber nicht. In den weiteren Erörterungen mit den Bürgern waren Heckenanpflanzungen ein Thema. Im Bebauungsplan sind sie nicht vorgesehen aber andernorts in Dankersen waren sie in der Vergangenheit zur Erhaltung des Dorfcharakter gefordert. Hier besteht weiter Klärungsbedarf mit der Genehmigungsbehörde. Offen blieb auch die Frage, ob die Errichtung von Gebäuden in reiner Fachwerkbauweise gestattet ist. Auf die Frage zur Gestaltung der Wege mit Pflaster oder Asphalt erklärte Wilhelm Westermann, dass beide Alternativen annähernd die gleichen Kosten verursachten. Die Grundstücke würden voll erschlossen mit Wasser- und Kanalanschluss verkauft. Auch Straßengrün- und -beleuchtung seien mit dabei. Wie Merle Rottmann von der Mindner Stadtverwaltung darlegte, gibt es für die Bürger noch reichlich Zeit, weitere Bedenken und Anregungen zu dem Baugebiet „Südlich Riehekamp“ vorzutragen. Erst am 13. März dieses Jahres hatte der Bauausschuss den Aufstellungsbeschluss gefasst, worauf die Bürgerbeteiligung am vergangenen Mittwoch erfolgte. Als nächster Schritt folgt die öffentliche Auslegung, bei der eine weitere Bürgerbeteiligung gewährleistet ist. Erst danach kommt es zur endgültigen Entscheidung über die Zulässigkeit des Baugebietes in der Stadtverordnetenversammlung, so dass es damit rechtskräftig geworden ist. Zwei Wochen haben die Bürger jetzt erst einmal Zeit, ihre Einwände gegen die Planung des Baugebietes beim Stadtplanungs- und Umweltamt einzureichen. Bei der Bürgeranhörung am Mittwoch äußerte niemand der mehr als 30 Anwesenden generelle Vorbehalte.