Minden

Von wegen Wohnungsnot? Stadt Minden lehnt seit Jahren Kauf eines Grundstücks ab

Sebastian Radermacher

Die Fläche liegt an der Straße „Weg in die Hanebek“, zwischen Auenweg und Schwerinstraße. Sie ist in sechs Flurstücke unterteilt. MT- - © Foto: Sebastian Radermacher
Die Fläche liegt an der Straße „Weg in die Hanebek“, zwischen Auenweg und Schwerinstraße. Sie ist in sechs Flurstücke unterteilt. MT- (© Foto: Sebastian Radermacher)

Minden (mt). Mit Verwunderung hat Reinhard Rathert die jüngsten Berichte im Mindener Tageblatt über den immer weiter zunehmenden Druck auf dem Immobilien- und Wohnungsmarkt in Minden zur Kenntnis genommen. Die Entwicklung ist eindeutig: enorm steigende Nachfrage, ein begrenztes Angebot, explodierende Preise.

Auf der Suche nach zusätzlichem Wohnraum nimmt die Stadt Minden regelmäßig alle denkbaren Bauflächen in den Blick – das Ergebnis hat sie jetzt als Übersichtskarte auf ihre Internetseite gestellt (das MT berichtete am 10. Mai). Wo ist Potenzial? Welche Bereiche lassen sich sinnvoll entwickeln? Gibt es attraktive Baulücken in der Nähe des Stadtzentrums? Mit der Karte können sich auch Investoren schnell einen Überblick verschaffen, wo neue Projekte denkbar wären. Bisher mussten sie dafür immer im Einzelfall bei der Behörde anfragen.

Was Reinhard Rathert in diesem Zusammenhang nicht verstehen kann: „Die Stadt sucht händeringend nach weiteren Flächen für neuen Wohnraum. Warum hat sie dann mein Angebot abgelehnt?“ Der Rentner aus Minden spricht von einem rund 12.000 Quadratmeter großen Areal, für das die Volksbank in seinem Auftrag eine Projektskizze angefertigt und der Stadt Minden zum Verkauf angeboten habe. Die Antwort sei ernüchternd gewesen: kein Interesse.

Dabei sei die Ackerlandfläche, die bislang in sechs Flurstücke unterteilt ist, für eine Wohnbebauung ideal, meint Rathert. Das Areal befindet sich in der Nordstadt, östlich der Straße „Weg in die Hanebek“, im Bereich zwischen Auenweg und Schwerinstraße. „Die Lage ist gut, die Infrastruktur ist gut – und auch der angebotene Verkaufspreis war sehr günstig“, meint der Rentner, ohne auf finanzielle Details einzugehen. Er sagt lediglich: „Das wäre für die Stadt Minden ein Schnäppchen.“

Rathert hatte die Eigentümer der übrigen Flurstücke bereits vor einiger Zeit angesprochen und einen gemeinsamen Verkauf des Ackerlandes angeregt. Ergebnis: „Wir sind uns alle einig und möchten die Grundstücke gerne veräußern .“ Die Besitzer seien nämlich bereits älter und wären letztendlich froh, wenn sie sich nicht mehr um die Ackerlandflächen kümmern müssten.

Vor zehn Jahren hatte Reinhard Rathert schon einmal eine Bauvoranfrage für sein Grundstück bei der Stadt gestellt, da sein Sohn dort ein Eigenheim errichten wollte. Doch bereits damals gab es kein grünes Licht von der Stadt, dass die Politik im Flächennutzungsplan das Grundstück als Bauland hätte ausweisen können. Und daran hat sich bis heute nichts geändert, bedauert Rathert. „Dabei stehen seit Jahren zahlreiche Wohnhäuser in unmittelbarer Nähe. Warum lehnt die Stadt das ab?“

Lars Bursian, Baubeigeordneter der Stadt Minden, bestätigt auf MT-Anfrage, dass die Verwaltung das Verkaufsangebot für die 12.0000-Quadratmeter-Fläche in der Nordstadt erhalten und letztlich abgelehnt habe. Er verweist in diesem Zusammenhang auf den sogenannten Baulandbericht, in dem die Stadt jedes Jahr alle potenziellen Flächen überprüfe, ob diese womöglich als Bauland ausgewiesen werden könnten – unabhängig davon, ob sie von einem Projektentwickler oder einer Bank an sie herangetragen werden oder nicht.

Die Bewertung erfolge nach vorgeschriebenen Kriterien, erklärt Bursian. Die Nähe zum Stadtzentrum, zu Schulen und Kindergärten spiele dabei eine Rolle, außerdem Einkaufsmöglichkeiten in der Nähe, die Erschließung des Areals oder auch ökologische Aspekte. Die Verwaltung arbeite diesen Kriterienkatalog ab, am Ende erhalte jede Fläche eine Bewertungsstufe. „Ab Stufe drei denken wir darüber nach, sie zu entwickeln“, erläutert Bursian. Die besagte Fläche in der Nordstadt sei mit Stufe vier bewertet worden. „Damit wird sie nicht näher betrachtet.“ Die Entfernung zum Stadtzentrum und die Nahversorgung seien zum Beispiel eher negativ bewertet worden, die Entfernung zur Grundschule neutral. Bursian: „Die Fläche ist keineswegs schlecht, es gibt aber zurzeit bessere.“

Reinhard Rathert und die übrigen Eigentümer dürfen sich aber für die Zukunft Hoffnung machen. „Die Entscheidung bedeutet nämlich nicht, dass sich an der Bewertung niemals etwas ändern wird“, betont der Beigeordnete. Die Flächen würden immer wieder aufs Neue überprüft, schließlich entwickele sich die Lage auf dem Immobilienmarkt auch stetig weiter. Es ist also nicht auszuschließen, dass irgendwann auch die Fläche am „Weg in die Hanebek“ in den Fokus der Stadtplaner rücken wird.

Lars Bursian kann durchaus verstehen, dass Eigentümer wie Reinhard Rathert ihre Grundstücke gerne als Bauland entwickeln möchten – denn das bringt bei einem Verkauf schließlich erheblich mehr Geld aufs Konto. Zur Orientierung: Während für Ackerland, so Bursian, bei einem Verkauf fünf bis zehn Euro pro Quadratmeter erzielt werden können, liegen die aktuellen Richtwerte für baureife Wohnbauflächen inklusive Erschließung (Kanal und Straße) zwischen 65 und 220 Euro pro Quadratmeter – je nach Lage im Mindener Stadtgebiet (das MT berichtete am 30. April).

Die Stadt will und muss auf der einen Seite neue Baugebiete ausweisen, um zusätzlichen Wohnraum zu schaffen und den Druck zu reduzieren. „Auf der anderen Seite wollen wir aber auch Flächen sparen. Die Stadt soll nicht noch weiter nach außen wachsen“, sagt Bursian. Früher seien Wohngebiete in der Breite, in Richtung der Randbereiche, entwickelt worden. „Aktuell möchten wir uns zunächst auf den Kern der Stadt Minden konzentrieren“, sagt der Beigeordnete Lars Bursian. Flächen sparen, um die Umwelt zu schützen, und gleichzeitig neue Baugebiete ausweisen, um die Nachfrage zu bedienen: Es sei nicht einfach, diese beiden Punkte zusammenzuführen, gibt Bursian zu.

Preisspiegel: So viel kostet ein Reihenhaus in Minden

Ein neues Reihenhaus kostet in Minden im Schnitt 167.500 Euro. Das geht aus dem aktuellen „Markt für Wohnimmobilien 2019“ der LBS hervor. Günstiger sind gebrauchte Reihenhäuser: Käufer müssen dafür rund 130.000 Euro zahlen. Allerdings sind in diesem Segment die Preise in den vergangenen fünf Jahren um 44 Prozent gestiegen. „Die anhaltende hohe Nachfrage sorgt auch in Minden für einen entsprechenden Preisanstieg“, sagt LBS-Gebietsleiter Christoph Standare, der an dem Preisspiegel mitgewirkt hat.

Für eine gebrauchte Eigentumswohnung mit 80 Quadratmetern müssen Käufer durchschnittlich 100.000 Euro zahlen, das entspricht 1.250 Euro pro Quadratmeter. Neue Eigentumswohnungen sind im Preis gestiegen (20 Prozent). Sie liegen jetzt bei durchschnittlich 2.400 Euro pro Quadratmeter. „Weil der Wohnungsmarkt in vielen Großstädten am Limit ist, wächst die Nachfrage auch abseits der großen Zentren“, erklärt Standare.

Erschlossenes Bauland kostet in Minden im Schnitt 110 Euro pro Quadratmeter. Je nach Lage variieren die Preise zwischen 80 und 165 Euro.

Über eine interaktive Karte können die Daten der LBS-Studie „Markt für Wohnimmobilien 2019“ abgerufen werden: www.lbs-markt-fuer-wohnimmobilien.de.

MT-Serie: Wem gehört Minden?

Wem gehört Minden? Mit diesem Projekt wollen wir gemeinsam mit den Bürgern mehr Transparenz auf dem Wohnungsmarkt schaffen und berichten auch über interessante Beispiele.

Unter wem-gehoert-minden.de kann noch bis Mitte Juni jeder der Redaktion mitteilen, wer der Eigentümer seiner Mietwohnung ist und welche Erfahrungen er mit dem Vermieter gemacht hat. Aus den gewonnenen Daten setzen wir ein Bild zusammen und recherchieren, wo sich Missstände zeigen.

Das Projekt ist eine Kooperation des Mindener Tageblattes mit Correctiv, dem ersten gemeinnützigen Recherchezentrum im deutschsprachigen Raum (correctiv.org).

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Was Reinhard Rathert in diesem Zusammenhang nicht verstehen kann: „Die Stadt sucht händeringend nach weiteren Flächen für neuen Wohnraum. Warum hat sie dann mein Angebot abgelehnt?“ Der Rentner aus Minden spricht von einem rund 12.000 Quadratmeter großen Areal, für das die Volksbank in seinem Auftrag eine Projektskizze angefertigt und der Stadt Minden zum Verkauf angeboten habe. Die Antwort sei ernüchternd gewesen: kein Interesse. Dabei sei die Ackerlandfläche, die bislang in sechs Flurstücke unterteilt ist, für eine Wohnbebauung ideal, meint Rathert. Das Areal befindet sich in der Nordstadt, östlich der Straße „Weg in die Hanebek“, im Bereich zwischen Auenweg und Schwerinstraße. „Die Lage ist gut, die Infrastruktur ist gut – und auch der angebotene Verkaufspreis war sehr günstig“, meint der Rentner, ohne auf finanzielle Details einzugehen. Er sagt lediglich: „Das wäre für die Stadt Minden ein Schnäppchen.“ Rathert hatte die Eigentümer der übrigen Flurstücke bereits vor einiger Zeit angesprochen und einen gemeinsamen Verkauf des Ackerlandes angeregt. Ergebnis: „Wir sind uns alle einig und möchten die Grundstücke gerne veräußern .“ Die Besitzer seien nämlich bereits älter und wären letztendlich froh, wenn sie sich nicht mehr um die Ackerlandflächen kümmern müssten. Vor zehn Jahren hatte Reinhard Rathert schon einmal eine Bauvoranfrage für sein Grundstück bei der Stadt gestellt, da sein Sohn dort ein Eigenheim errichten wollte. Doch bereits damals gab es kein grünes Licht von der Stadt, dass die Politik im Flächennutzungsplan das Grundstück als Bauland hätte ausweisen können. Und daran hat sich bis heute nichts geändert, bedauert Rathert. „Dabei stehen seit Jahren zahlreiche Wohnhäuser in unmittelbarer Nähe. Warum lehnt die Stadt das ab?“ Lars Bursian, Baubeigeordneter der Stadt Minden, bestätigt auf MT-Anfrage, dass die Verwaltung das Verkaufsangebot für die 12.0000-Quadratmeter-Fläche in der Nordstadt erhalten und letztlich abgelehnt habe. Er verweist in diesem Zusammenhang auf den sogenannten Baulandbericht, in dem die Stadt jedes Jahr alle potenziellen Flächen überprüfe, ob diese womöglich als Bauland ausgewiesen werden könnten – unabhängig davon, ob sie von einem Projektentwickler oder einer Bank an sie herangetragen werden oder nicht. Die Bewertung erfolge nach vorgeschriebenen Kriterien, erklärt Bursian. Die Nähe zum Stadtzentrum, zu Schulen und Kindergärten spiele dabei eine Rolle, außerdem Einkaufsmöglichkeiten in der Nähe, die Erschließung des Areals oder auch ökologische Aspekte. Die Verwaltung arbeite diesen Kriterienkatalog ab, am Ende erhalte jede Fläche eine Bewertungsstufe. „Ab Stufe drei denken wir darüber nach, sie zu entwickeln“, erläutert Bursian. Die besagte Fläche in der Nordstadt sei mit Stufe vier bewertet worden. „Damit wird sie nicht näher betrachtet.“ Die Entfernung zum Stadtzentrum und die Nahversorgung seien zum Beispiel eher negativ bewertet worden, die Entfernung zur Grundschule neutral. Bursian: „Die Fläche ist keineswegs schlecht, es gibt aber zurzeit bessere.“ Reinhard Rathert und die übrigen Eigentümer dürfen sich aber für die Zukunft Hoffnung machen. „Die Entscheidung bedeutet nämlich nicht, dass sich an der Bewertung niemals etwas ändern wird“, betont der Beigeordnete. Die Flächen würden immer wieder aufs Neue überprüft, schließlich entwickele sich die Lage auf dem Immobilienmarkt auch stetig weiter. Es ist also nicht auszuschließen, dass irgendwann auch die Fläche am „Weg in die Hanebek“ in den Fokus der Stadtplaner rücken wird. Lars Bursian kann durchaus verstehen, dass Eigentümer wie Reinhard Rathert ihre Grundstücke gerne als Bauland entwickeln möchten – denn das bringt bei einem Verkauf schließlich erheblich mehr Geld aufs Konto. Zur Orientierung: Während für Ackerland, so Bursian, bei einem Verkauf fünf bis zehn Euro pro Quadratmeter erzielt werden können, liegen die aktuellen Richtwerte für baureife Wohnbauflächen inklusive Erschließung (Kanal und Straße) zwischen 65 und 220 Euro pro Quadratmeter – je nach Lage im Mindener Stadtgebiet (das MT berichtete am 30. April). Die Stadt will und muss auf der einen Seite neue Baugebiete ausweisen, um zusätzlichen Wohnraum zu schaffen und den Druck zu reduzieren. „Auf der anderen Seite wollen wir aber auch Flächen sparen. Die Stadt soll nicht noch weiter nach außen wachsen“, sagt Bursian. Früher seien Wohngebiete in der Breite, in Richtung der Randbereiche, entwickelt worden. „Aktuell möchten wir uns zunächst auf den Kern der Stadt Minden konzentrieren“, sagt der Beigeordnete Lars Bursian. Flächen sparen, um die Umwelt zu schützen, und gleichzeitig neue Baugebiete ausweisen, um die Nachfrage zu bedienen: Es sei nicht einfach, diese beiden Punkte zusammenzuführen, gibt Bursian zu. Preisspiegel: So viel kostet ein Reihenhaus in Minden Ein neues Reihenhaus kostet in Minden im Schnitt 167.500 Euro. Das geht aus dem aktuellen „Markt für Wohnimmobilien 2019“ der LBS hervor. Günstiger sind gebrauchte Reihenhäuser: Käufer müssen dafür rund 130.000 Euro zahlen. Allerdings sind in diesem Segment die Preise in den vergangenen fünf Jahren um 44 Prozent gestiegen. „Die anhaltende hohe Nachfrage sorgt auch in Minden für einen entsprechenden Preisanstieg“, sagt LBS-Gebietsleiter Christoph Standare, der an dem Preisspiegel mitgewirkt hat. Für eine gebrauchte Eigentumswohnung mit 80 Quadratmetern müssen Käufer durchschnittlich 100.000 Euro zahlen, das entspricht 1.250 Euro pro Quadratmeter. Neue Eigentumswohnungen sind im Preis gestiegen (20 Prozent). Sie liegen jetzt bei durchschnittlich 2.400 Euro pro Quadratmeter. „Weil der Wohnungsmarkt in vielen Großstädten am Limit ist, wächst die Nachfrage auch abseits der großen Zentren“, erklärt Standare. Erschlossenes Bauland kostet in Minden im Schnitt 110 Euro pro Quadratmeter. Je nach Lage variieren die Preise zwischen 80 und 165 Euro. Über eine interaktive Karte können die Daten der LBS-Studie „Markt für Wohnimmobilien 2019“ abgerufen werden: www.lbs-markt-fuer-wohnimmobilien.de. MT-Serie: Wem gehört Minden? Wem gehört Minden? Mit diesem Projekt wollen wir gemeinsam mit den Bürgern mehr Transparenz auf dem Wohnungsmarkt schaffen und berichten auch über interessante Beispiele. Unter wem-gehoert-minden.de kann noch bis Mitte Juni jeder der Redaktion mitteilen, wer der Eigentümer seiner Mietwohnung ist und welche Erfahrungen er mit dem Vermieter gemacht hat. Aus den gewonnenen Daten setzen wir ein Bild zusammen und recherchieren, wo sich Missstände zeigen. Das Projekt ist eine Kooperation des Mindener Tageblattes mit Correctiv, dem ersten gemeinnützigen Recherchezentrum im deutschsprachigen Raum (correctiv.org). wem-gehoert-minden.de