Minden

Jung, alleinstehend, keine Wohnung: Das gibt es in Minden immer öfter

Kerstin Rickert

Mehr als 50 junge Menschen zwischen 18 und 25 Jahren hatten im vergangenen Winter in Minden kein Dach über dem Kopf und wussten nicht wohin. Symbolfoto: Sebastian Gollnow/dpa - © (c) Copyright 2017, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Mehr als 50 junge Menschen zwischen 18 und 25 Jahren hatten im vergangenen Winter in Minden kein Dach über dem Kopf und wussten nicht wohin. Symbolfoto: Sebastian Gollnow/dpa (© (c) Copyright 2017, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten)

Minden (kr). Mehr als 50 junge Menschen zwischen 18 und 25 Jahren hatten im vergangenen Winter in Minden kein Dach über dem Kopf und wussten nicht wohin. Die Zahlen, die Nicola von der Ahe (Ambulant betreutes Wohnen, Hexenhaus Espelkamp) und Elke Entgelmeier (Wohnungslosenhilfe, Diakonie Stiftung Salem) nennen, sind erschreckend. Und das sind nur die Fälle, von denen die beiden Fachberaterinnen Kenntnis haben. Vermutlich sind es sogar noch mehr junge Mindener, die von Wohnungslosigkeit betroffen sind. Und ihre Aussichten, eine dauerhafte Bleibe zu finden, sind nicht gerade rosig. Denn erst einmal müssen viele lernen, auf eigenen Beinen zu stehen. Dann fehlt es an Wohnraum und häufig an ausreichender Unterstützung.

Meist kommen sie aus schwierigen Familienverhältnissen, landen früh in der Kinder- und Jugendhilfe, brechen die Schule ab. „Die Eltern sind mit ihren eigenen Problemen beschäftigt und haben nicht die nötige Kraft, sich um ihre Kinder zu kümmern und sie zu unterstützen", sagt Elke Entgelmeier. Wenn Eltern mit der Erziehung ihres Kindes überfordert sind, bekommen sie Unterstützung vom Jugendamt. Nicht immer lässt sich dann auch die Trennung des Kindes von der Familie vermeiden, und es wächst im Heim, einer betreuten Wohngruppe oder Pflegefamilie auf. Bis zum 18. Geburtstag. Dann ist in den meisten Fällen Schluss, weil kein Geld mehr fließt.

Volljährig zu sein, ist für diese jungen Menschen ein echtes Problem – zusätzlich zu ihrer ohnehin schon schwierigen Situation. Der Kontakt zu ihren leiblichen Eltern ist abgebrochen oder zumindest problematisch, Unterstützung ist von ihnen nicht zu erwarten. Plötzlich ist auch im Heim oder in der Pflegefamilie kein Platz mehr für sie, weil das Jugendamt seine Leistungen mit Erreichen der Volljährigkeit einstellt. Ob sie wollen oder nicht: Sie müssen ausziehen – und landen häufig auf der Straße. Nicola von der Ahe berichtet von einem Heimbewohner, der von seinen Betreuern zum 18. Geburtstag ein Zelt geschenkt bekam. Tolle Aussichten sind das nicht gerade.

Kein Geld, keine Wohnung. Keine Wohnung, keine Arbeit. Keine Arbeit, kein Geld. Um aus dieser ausweglosen Situation herauszukommen, müssen sie sich selbst kümmern. Und dabei werden ihnen nicht selten Steine in den Weg gelegt. „Das Jugendamt sagt oft, es sei nicht zuständig und verweist ans Sozialamt. Und das Sozialamt spielt den Ball ans Jugendamt zurück", verdeutlicht Nicola von der Ahe die gängige Praxis. Oft stünden die Betroffenen drei Monate lang ohne Geld da. Die Gefahr, dann in falsche Kreise, an Alkohol und Drogen zu geraten und in die Kriminalität abzurutschen, sei groß. „Mit entsprechenden Folgekosten für die Gesellschaft."

Was häufig nicht berücksichtigt wird, ist die besondere Situation, in der sich diese jungen Menschen befinden und an der sie sich ein Stück weit selbst die Schuld geben oder glauben, es alleine schaffen zu können. Wenn sie aber immer wieder abgewiesen werden und das Gefühl bekommen, nicht gewollt und nichts wert zu sein, sinkt ihr Selbstwertgefühl in den Keller. Und das Vertrauen in eine bessere Zukunft ebenfalls.

Volljährigkeit heißt nicht automatisch erwachsen zu sein. Das gilt für diese jungen Menschen ganz besonders. „Mehr noch als andere in dem Alter befinden sie sich in der Findungsphase", ist Nicola von der Ahes Erfahrung. In ihren Augen haben gerade sie unkomplizierte und sofortige Hilfe nötig. „Wir brauchen eine Überbrückungsphase, in der jemand sagt, ‚wir zahlen, auch wenn wir nicht zuständig sind‘. Und wir brauchen Wohnraum." Bislang stoßen selbst von der Ahe und ihre Kollegen von der Fachstelle „Wohin" für Menschen in Wohnungsnot auf Schwierigkeiten, wenn sie versuchen, für eine angemessene Unterkunft zu sorgen. Und sei es auch nur vorübergehend.

„Ziel ist für niemanden, gewollt so leben zu müssen", sagt von der Ahe. „Sie brauchen ein Dach über dem Kopf, das nicht aussieht wie eine Bruchbude und geschützte Trainingsräume, so dass wir sie auf ein eigenständiges Leben vorbereiten können." Nur dann gelinge es, ihnen die Sicherheit zu geben, dass sie als Menschen eine Wertigkeit haben und nicht nur Ablehnung erfahren. Dass sie mitentscheiden können und nicht nur reagieren müssen. „Das funktioniert nur ohne Druck."

„Es müssen dringend neue Angebote geschaffen werden", sagt auch Elke Entgelmeier. Es müsse über neue Wohnformen nachgedacht werden, die einen behutsamen Übergang von von einer stationären Einrichtung zur eigenen Wohnung ermöglichten. „Die Klientel wächst, das sind keine vereinzelten Fälle. Und es sind erschreckend viele 18-/ 19-Jährige, die um Hilfe anfragen." So ein Leben auf der Straße sei einfach ganz, ganz hart. „Die hungern, trinken Alkohol, nehmen Drogen. Es ist nicht so einfach, sie wieder ins System zu bekommen." Umso wichtiger sei, dass sie Unterstützung und Begleitung erfahren würden. Von Menschen, die bereit seien, sich mit ihnen und ihren ganzen Schwierigkeiten auseinander zu setzen, um ihren Glauben an sich selbst und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu stärken. „Es müssen andere Hilfen entwickelt werden als die Jugendhilfe."

Bei denen, die etwas ändern können, rückt das Problem erst langsam ins Bewusstsein. „Junge Wohnungslose gibt es nicht", hat Nicola von der Ahe bis vor ein paar Monaten noch zu hören bekommen, wenn sie das Thema zur Sprache brachte. Dann haben sie und Elke Entgelmeier nachgezählt: 30 Fälle registrierte die Fachstelle „Wohin", 29 Übernachtungen die Obdachlosenunterkunft Rudolf-Winzer-Haus im Oktober 2018. „Bis zum 24. Januar 2019 gab es weitere 43 Erstkontakte, darunter keine Überlappungen mit vorherigen Fällen", so von der Ahe. Um das Problem anzupacken, haben sich die Fachfrauen inzwischen mit Vertretern des LWL, der Jugendhilfe, von Bildungsträgern, Stadt und Kreis an einen Tisch gesetzt und einen Handlungsfahrplan junge Wohnungslose erstellt. Am 5. Juni steht das Thema außerdem auf der Tagesordnung der nächsten Sozialausschuss-Sitzung.

„Vielleicht", sagt Elke Entgelmeier, „war Wohnungslosigkeit bei jungen Menschen bislang vermehrt in Großstädten ein Problem." Jetzt sei es in Minden angekommen, und davor dürfe niemand die Augen verschließen. „Mit den jungen Leuten ins Gespräch zu kommen und sie zu ermutigen, dass sie um Hilfe bitten und diese annehmen", wünscht sich Nicola von der Ahe von denen, die mit Betroffenen in Kontakt kommen. „Es könnte auch der Nachbarsjunge sein oder das eigene Enkelkind. Das sollten wir alle dabei nie vergessen."

Wohnen und Leben und das Rudolf-Winzer-Haus

Nicola von der Ahe ist Fachbereichsleiterin Wohnen und Leben, Hexenhaus Espelkamp. Die angegliederte Fachstelle „Wohin" für Menschen in Wohnungsnot bietet kostenlose Unterstützungsangebote für Menschen in sozialen Schwierigkeiten und Wohnungsnot. Träger ist der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL). Adresse: Hermannstraße 4, 32423 Minden, Telefon: (05 71) 9 41 96 80.

Elke Entgelmeier ist Leiterin der ambulanten und stationären Wohnungslosenhilfe der Diakonie Stiftung Salem, die das Rudolf-Winzer-Haus betreibt. Wohnungslose Männer erhalten dort Unterkunft, Beratung und Betreuung. 2014 wurde eine Wohngruppe mit Platz für sechs junge Männer unter 28 Jahren eingerichtet. Adresse: Schwarzer Weg 22, 32423 Minden, Telefon: (05 71) 3 88 38 89 11.

Wem gehört Minden?

Mit diesem Projekt wollen wir gemeinsam mit den Bürgern mehr Transparenz auf dem Wohnungsmarkt schaffen und werden auch über interessante Beispiele berichten.

Unter wem-gehoert-minden.de kann jeder der Redaktion mitteilen, wer der Eigentümer seiner Mietwohnung ist und welche Erfahrungen er mit dem Vermieter gemacht hat. Aus den gewonnenen Daten setzen wir ein Bild zusammen und recherchieren, wo sich Missstände zeigen.

Das Projekt ist eine Kooperation des Mindener Tageblattes mit Correctiv, dem ersten gemeinnützigen Recherchezentrum im deutschsprachigen Raum (correctiv.org).

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MindenJung, alleinstehend, keine Wohnung: Das gibt es in Minden immer öfterKerstin RickertMinden (kr). Mehr als 50 junge Menschen zwischen 18 und 25 Jahren hatten im vergangenen Winter in Minden kein Dach über dem Kopf und wussten nicht wohin. Die Zahlen, die Nicola von der Ahe (Ambulant betreutes Wohnen, Hexenhaus Espelkamp) und Elke Entgelmeier (Wohnungslosenhilfe, Diakonie Stiftung Salem) nennen, sind erschreckend. Und das sind nur die Fälle, von denen die beiden Fachberaterinnen Kenntnis haben. Vermutlich sind es sogar noch mehr junge Mindener, die von Wohnungslosigkeit betroffen sind. Und ihre Aussichten, eine dauerhafte Bleibe zu finden, sind nicht gerade rosig. Denn erst einmal müssen viele lernen, auf eigenen Beinen zu stehen. Dann fehlt es an Wohnraum und häufig an ausreichender Unterstützung. Meist kommen sie aus schwierigen Familienverhältnissen, landen früh in der Kinder- und Jugendhilfe, brechen die Schule ab. „Die Eltern sind mit ihren eigenen Problemen beschäftigt und haben nicht die nötige Kraft, sich um ihre Kinder zu kümmern und sie zu unterstützen", sagt Elke Entgelmeier. Wenn Eltern mit der Erziehung ihres Kindes überfordert sind, bekommen sie Unterstützung vom Jugendamt. Nicht immer lässt sich dann auch die Trennung des Kindes von der Familie vermeiden, und es wächst im Heim, einer betreuten Wohngruppe oder Pflegefamilie auf. Bis zum 18. Geburtstag. Dann ist in den meisten Fällen Schluss, weil kein Geld mehr fließt. Volljährig zu sein, ist für diese jungen Menschen ein echtes Problem – zusätzlich zu ihrer ohnehin schon schwierigen Situation. Der Kontakt zu ihren leiblichen Eltern ist abgebrochen oder zumindest problematisch, Unterstützung ist von ihnen nicht zu erwarten. Plötzlich ist auch im Heim oder in der Pflegefamilie kein Platz mehr für sie, weil das Jugendamt seine Leistungen mit Erreichen der Volljährigkeit einstellt. Ob sie wollen oder nicht: Sie müssen ausziehen – und landen häufig auf der Straße. Nicola von der Ahe berichtet von einem Heimbewohner, der von seinen Betreuern zum 18. Geburtstag ein Zelt geschenkt bekam. Tolle Aussichten sind das nicht gerade. Kein Geld, keine Wohnung. Keine Wohnung, keine Arbeit. Keine Arbeit, kein Geld. Um aus dieser ausweglosen Situation herauszukommen, müssen sie sich selbst kümmern. Und dabei werden ihnen nicht selten Steine in den Weg gelegt. „Das Jugendamt sagt oft, es sei nicht zuständig und verweist ans Sozialamt. Und das Sozialamt spielt den Ball ans Jugendamt zurück", verdeutlicht Nicola von der Ahe die gängige Praxis. Oft stünden die Betroffenen drei Monate lang ohne Geld da. Die Gefahr, dann in falsche Kreise, an Alkohol und Drogen zu geraten und in die Kriminalität abzurutschen, sei groß. „Mit entsprechenden Folgekosten für die Gesellschaft." Was häufig nicht berücksichtigt wird, ist die besondere Situation, in der sich diese jungen Menschen befinden und an der sie sich ein Stück weit selbst die Schuld geben oder glauben, es alleine schaffen zu können. Wenn sie aber immer wieder abgewiesen werden und das Gefühl bekommen, nicht gewollt und nichts wert zu sein, sinkt ihr Selbstwertgefühl in den Keller. Und das Vertrauen in eine bessere Zukunft ebenfalls. Volljährigkeit heißt nicht automatisch erwachsen zu sein. Das gilt für diese jungen Menschen ganz besonders. „Mehr noch als andere in dem Alter befinden sie sich in der Findungsphase", ist Nicola von der Ahes Erfahrung. In ihren Augen haben gerade sie unkomplizierte und sofortige Hilfe nötig. „Wir brauchen eine Überbrückungsphase, in der jemand sagt, ‚wir zahlen, auch wenn wir nicht zuständig sind‘. Und wir brauchen Wohnraum." Bislang stoßen selbst von der Ahe und ihre Kollegen von der Fachstelle „Wohin" für Menschen in Wohnungsnot auf Schwierigkeiten, wenn sie versuchen, für eine angemessene Unterkunft zu sorgen. Und sei es auch nur vorübergehend. „Ziel ist für niemanden, gewollt so leben zu müssen", sagt von der Ahe. „Sie brauchen ein Dach über dem Kopf, das nicht aussieht wie eine Bruchbude und geschützte Trainingsräume, so dass wir sie auf ein eigenständiges Leben vorbereiten können." Nur dann gelinge es, ihnen die Sicherheit zu geben, dass sie als Menschen eine Wertigkeit haben und nicht nur Ablehnung erfahren. Dass sie mitentscheiden können und nicht nur reagieren müssen. „Das funktioniert nur ohne Druck." „Es müssen dringend neue Angebote geschaffen werden", sagt auch Elke Entgelmeier. Es müsse über neue Wohnformen nachgedacht werden, die einen behutsamen Übergang von von einer stationären Einrichtung zur eigenen Wohnung ermöglichten. „Die Klientel wächst, das sind keine vereinzelten Fälle. Und es sind erschreckend viele 18-/ 19-Jährige, die um Hilfe anfragen." So ein Leben auf der Straße sei einfach ganz, ganz hart. „Die hungern, trinken Alkohol, nehmen Drogen. Es ist nicht so einfach, sie wieder ins System zu bekommen." Umso wichtiger sei, dass sie Unterstützung und Begleitung erfahren würden. Von Menschen, die bereit seien, sich mit ihnen und ihren ganzen Schwierigkeiten auseinander zu setzen, um ihren Glauben an sich selbst und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu stärken. „Es müssen andere Hilfen entwickelt werden als die Jugendhilfe." Bei denen, die etwas ändern können, rückt das Problem erst langsam ins Bewusstsein. „Junge Wohnungslose gibt es nicht", hat Nicola von der Ahe bis vor ein paar Monaten noch zu hören bekommen, wenn sie das Thema zur Sprache brachte. Dann haben sie und Elke Entgelmeier nachgezählt: 30 Fälle registrierte die Fachstelle „Wohin", 29 Übernachtungen die Obdachlosenunterkunft Rudolf-Winzer-Haus im Oktober 2018. „Bis zum 24. Januar 2019 gab es weitere 43 Erstkontakte, darunter keine Überlappungen mit vorherigen Fällen", so von der Ahe. Um das Problem anzupacken, haben sich die Fachfrauen inzwischen mit Vertretern des LWL, der Jugendhilfe, von Bildungsträgern, Stadt und Kreis an einen Tisch gesetzt und einen Handlungsfahrplan junge Wohnungslose erstellt. Am 5. Juni steht das Thema außerdem auf der Tagesordnung der nächsten Sozialausschuss-Sitzung. „Vielleicht", sagt Elke Entgelmeier, „war Wohnungslosigkeit bei jungen Menschen bislang vermehrt in Großstädten ein Problem." Jetzt sei es in Minden angekommen, und davor dürfe niemand die Augen verschließen. „Mit den jungen Leuten ins Gespräch zu kommen und sie zu ermutigen, dass sie um Hilfe bitten und diese annehmen", wünscht sich Nicola von der Ahe von denen, die mit Betroffenen in Kontakt kommen. „Es könnte auch der Nachbarsjunge sein oder das eigene Enkelkind. Das sollten wir alle dabei nie vergessen." Wohnen und Leben und das Rudolf-Winzer-Haus Nicola von der Ahe ist Fachbereichsleiterin Wohnen und Leben, Hexenhaus Espelkamp. Die angegliederte Fachstelle „Wohin" für Menschen in Wohnungsnot bietet kostenlose Unterstützungsangebote für Menschen in sozialen Schwierigkeiten und Wohnungsnot. Träger ist der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL). Adresse: Hermannstraße 4, 32423 Minden, Telefon: (05 71) 9 41 96 80. Elke Entgelmeier ist Leiterin der ambulanten und stationären Wohnungslosenhilfe der Diakonie Stiftung Salem, die das Rudolf-Winzer-Haus betreibt. Wohnungslose Männer erhalten dort Unterkunft, Beratung und Betreuung. 2014 wurde eine Wohngruppe mit Platz für sechs junge Männer unter 28 Jahren eingerichtet. Adresse: Schwarzer Weg 22, 32423 Minden, Telefon: (05 71) 3 88 38 89 11. Wem gehört Minden? Mit diesem Projekt wollen wir gemeinsam mit den Bürgern mehr Transparenz auf dem Wohnungsmarkt schaffen und werden auch über interessante Beispiele berichten. Unter wem-gehoert-minden.de kann jeder der Redaktion mitteilen, wer der Eigentümer seiner Mietwohnung ist und welche Erfahrungen er mit dem Vermieter gemacht hat. Aus den gewonnenen Daten setzen wir ein Bild zusammen und recherchieren, wo sich Missstände zeigen. Das Projekt ist eine Kooperation des Mindener Tageblattes mit Correctiv, dem ersten gemeinnützigen Recherchezentrum im deutschsprachigen Raum (correctiv.org). wem-gehoert-minden.de