Minden

Machtkampf bei Edeka entschieden

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Seit Wochen hat ein heftiger Streit hinter den Kulissen der größten Edeka Regionalgesellschaft Minden-Hannover getobt. Jetzt endlich scheint der Burgfrieden wiederhergestellt. MT- - © Foto: Alex Lehn
Seit Wochen hat ein heftiger Streit hinter den Kulissen der größten Edeka Regionalgesellschaft Minden-Hannover getobt. Jetzt endlich scheint der Burgfrieden wiederhergestellt. MT- (© Foto: Alex Lehn)

Minden (nw). Seit Wochen hat ein heftiger Streit hinter den Kulissen der größten Edeka Regionalgesellschaft Minden-Hannover getobt. Jetzt endlich scheint der Burgfrieden wiederhergestellt: Die Mehrheit der 579 Kaufleute der Region stehe hinter Chefkontrolleur Stefan Ladage, berichtet die Lebensmittelzeitung. Die von ihm und dem Aufsichtsrat vorgeschlagenen Kandidaten Marc Kuhlmann und Thorsten Wucherpfennig seien im Rahmen der Generalversammlung in Magdeburg neu in das oberste Kontrollgremium gewählt worden.

Um weitere drei Jahre verlängert worden sei auch das Mandat der Berliner Kauffrau Stefanie Brehm. Das Lager um die Aufsichtsratsmitglieder Ingo Kirchhoff und Florian Husmann, der sich wie Brehm ebenfalls zur Wiederwahl stellte, erlitt damit in Magdeburg eine bittere Niederlage. Für Husmann rückt nun Kuhlmann nach. Im Vorfeld hatte ein heftiger Wahlkampf getobt, in den sich auch national bekannte Edeka-Persönlichkeiten wie der ehrenamtliche Vorstand Wilhelm Behrends und der ehemalige Vorstandschef der Region, Dirk Schlüter, eingeschaltet hatten.

Hintergrund ist ein Machtkampf, der die Gruppe über Monate beschäftigt hatte. Husmann soll vor einem Jahr zu der Gruppe von Kaufleuten gehört haben, die den Sturz des langjährigen Aufsichtsratsvorsitzenden Jürgen Cramer im Mai vergangenen Jahres vorbereitet hatte. Damals hatte zunächst Ingo Kirchhoff den Vorsitz übernommen. Offiziell war von einem Generationswechsel die Rede: Kirchhoff war bei der Wahl 46, Cramer 63 Jahre alt.

Doch Kirchhoff blieb nur wenige Monate im Amt. Schon im Oktober folgte an der Spitze des Aufsichtsgremiums ein erneuter Wechsel: Stefan Ladage löste Kirchhoff ab, der nach einer neuen Verschiebung der Kräfteverhältnisse zurückgetreten war. Ebenso wie zuvor Jürgen Cramer blieb Kirchhoff aber weiter Mitglied des Aufsichtsrates. Der Mindener Jan Stepaniak, der bei der Wahl Kirchhoffs den stellvertretenden Vorsitz übernommen hatte, wurde einstimmig auf diesem Posten bestätigt. Auch der Hessisch Oldendorfer Ladage wurde einstimmig gewählt.

Lesen Sie zu diesem Thema auch "Unruhe vor Aufsichtsratswahl bei Edeka Minden"

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