Kommentar zum Thema Eskalation um AfD-Plakat: Absichtlich hochgekocht

Carsten Korfesmeyer

- © lehn
(© lehn)

Sich an Wahlplakaten zu vergreifen ist nicht okay, mit solchen Taten Wahlkampf zu machen aber auch nicht. Doch genau das versucht die AfD, in dem sie den Vorfall vor der St. Lukas-Kirche vom Montagabend mit Absicht hochkocht.

Dass es ein einziges Wahlplakat in Kuhlenkamp bis in die großen Schlagzeilen schafft, ist sinnbildlich für diese politische Stimmungsmache. Führende Politiker der Partei melden sich zu Wort, wittern die große Verschwörung und wieder einmal sieht sich die AfD in einer Opferrolle. Das geschieht reflexartig.

Die genauen Hintergründe sind selbstverständlich zu klären, aber das ist jetzt die Aufgabe der Ermittler. Politik geht ganz sicher anders. Schläge unter die Gürtellinie, Vorverurteilungen oder Unterstellungen haben in einer sachlichen Auseinandersetzung nichts verloren. Sie ersticken jede offene Debatte und am Ende kommt nichts dabei rum.

Wer um die Stimme des Wählers wirbt, sollte das mit Argumenten tun. Einen mutmaßlichen Angriff auf ein Wahlplakat ins Feld zu führen, ist nichts anderes als die Eröffnung eines Nebenschauplatzes, der mit dem eigentlichen Wahlkampf überhaupt nichts zu tun hat. Widmen sollte man sich den wirklich wichtigen Themen. Denn der politisch bewusste Bürger will Inhalte und keine Beleidigungen.

Lesen Sie dazu auch: Ein AfD-Plakat am Kirchengelände wird zum Streitfall

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Kommentar zum Thema Eskalation um AfD-Plakat: Absichtlich hochgekochtCarsten KorfesmeyerSich an Wahlplakaten zu vergreifen ist nicht okay, mit solchen Taten Wahlkampf zu machen aber auch nicht. Doch genau das versucht die AfD, in dem sie den Vorfall vor der St. Lukas-Kirche vom Montagabend mit Absicht hochkocht. Dass es ein einziges Wahlplakat in Kuhlenkamp bis in die großen Schlagzeilen schafft, ist sinnbildlich für diese politische Stimmungsmache. Führende Politiker der Partei melden sich zu Wort, wittern die große Verschwörung und wieder einmal sieht sich die AfD in einer Opferrolle. Das geschieht reflexartig. Die genauen Hintergründe sind selbstverständlich zu klären, aber das ist jetzt die Aufgabe der Ermittler. Politik geht ganz sicher anders. Schläge unter die Gürtellinie, Vorverurteilungen oder Unterstellungen haben in einer sachlichen Auseinandersetzung nichts verloren. Sie ersticken jede offene Debatte und am Ende kommt nichts dabei rum. Wer um die Stimme des Wählers wirbt, sollte das mit Argumenten tun. Einen mutmaßlichen Angriff auf ein Wahlplakat ins Feld zu führen, ist nichts anderes als die Eröffnung eines Nebenschauplatzes, der mit dem eigentlichen Wahlkampf überhaupt nichts zu tun hat. Widmen sollte man sich den wirklich wichtigen Themen. Denn der politisch bewusste Bürger will Inhalte und keine Beleidigungen. Lesen Sie dazu auch: Ein AfD-Plakat am Kirchengelände wird zum Streitfall