Vorne rücken die Einsatzkräfte mit Schaum gegen das Feuer im Motorraum vor, hinten haben sie mit einer Kettensäge die Verkleidung des Aufbaus geöffnet. - © MT-Foto: Jan Henning Rogge
Vorne rücken die Einsatzkräfte mit Schaum gegen das Feuer im Motorraum vor, hinten haben sie mit einer Kettensäge die Verkleidung des Aufbaus geöffnet. (© MT-Foto: Jan Henning Rogge)

Nach Lkw-Brand auf B61: Zufahrt zum Weserauentunnel bleibt bis nach Ostern gesperrt

Jan Henning Rogge

- © MT-Fotos: Jan-Henning Rogge
(© MT-Fotos: Jan-Henning Rogge)

Minden (mt). Die Rauchwolke ist schon von weitem zu sehen. Als die Einsatzkräfte gegen 11 Uhr eintreffen, schlagen die Flammen aus dem Führerhaus. Auf etwa halber Strecke zwischen Verkehrsbirne und Weserauentunnel in Fahrtrichtung Porta steht das Lkw-Gespann auf dem Seitenstreifen. Der Fahrer konnte sich rechtzeitig retten, seine eigenen Löschversuche schlugen jedoch fehl.

Warum das Feuer ausbrach, ist derzeit noch unklar. Der Fahrer war mit dem Lkw-Gespann gerade aus der Birne auf die B 61 eingebogen, als er Rauch etwa auf Höhe des rechten Scheinwerfers bemerkt. Er lenkt den Lastwagen auf den Seitenstreifen und versucht, das Feuer mit einem kleinen Handlöscher unter Kontrolle zu bringen.

Information
Wie die Polizei auf MT-Anfrage berichtet, bleibt die B 61 zwischen Birne und Weserauentunnel in Fahrtrichtung Porta bis voraussichtlich nach Ostern gesperrt. Durch die Hitze des Feuers ist der Asphalt so stark in Mitleidenschaft gezogen worden, dass die Straße ausgebessert werden muss. Die Arbeiten werden voraussichtlich erst nach Ostern in Angriff genommen werden können. Auf der Portastraße kam es am Samstagnachmittag zu leichten Verkehrsbehinderungen.

Die folgenden Autofahrer reagieren vorbildlich: Sie bilden eine Rettungsgasse, die Feuerwehr wird informiert. Doch als die wenig später eintrifft, ist klar: Das Fahrzeug ist nicht mehr zu retten. Die Polizei sperrt die Zufahrt ab der Birne, da unklar ist, ob der Lkw eventuell Gasflaschen zur Kühlung geladen hat, wird vorübergehend auch die Fahrbahn in Richtung Minden gesperrt.

Zunächst mit Wasser, dann mit Schaum gehen die Einsatzkräfte gegen die immer wieder auflodernden Flammen vor. Geschützt mit Atemschutzgeräten gelingt es ihnen schnell, das Feuer unter Kontrolle zu bringen, da das Feuer jedoch offenbar innerhalb des Motorraums entstanden ist, schlagen die Flammen immer wieder hoch.

Mit einem Spreizer verschaffen sich die Einsatzkräfte schließlich weiter Zugang. Auch in das Führerhaus können sie nicht ohne Probleme vordringen: Mit einer Brechstange gelingt es schließlich, die Fahrertür desr durch die Hitze verzogenen Kabine zu öffnen. Bis dahin wird durch die Fensteröffnungen gelöscht.

Da unklar ist, ob die Flammen auch auf den Laderaum übergegriffen haben, versuchen die Einsatzkräfte zeitgleich, den Aufbau zu öffnen. Da jedoch sämtliche Elektrik ausgefallen ist, müssen sie sich mit einer Kettensäge Zugang verschaffen. Als schließlich auch die Isolierschicht des Aufbaus durchbrochen ist, setzen die Feuerwehrleute Wasser ein und prüfen die Situation im Inneren mit einer Wärmebildkamera.

Die Lösch-, Bergungs- und Reinigungsarbeiten werden vermutlich bis etwa 17 Uhr andauern, die B 61 in Richtung Porta wird so lange voll gesperrt bleiben. Der Lastwagen muss per Abschleppwagen von der Unfallstelle geborgen werden, der Anhänger ist nach ersten Erkenntnissen nicht beschädigt.

Neben Einsatzkräften der Polizei waren die Löschgruppe Kutenhausen, der Löschzug Stadtmitte und die Berufsfeuerwehr Minden im Einsatz.

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Nach Lkw-Brand auf B61: Zufahrt zum Weserauentunnel bleibt bis nach Ostern gesperrtJan Henning RoggeMinden (mt). Die Rauchwolke ist schon von weitem zu sehen. Als die Einsatzkräfte gegen 11 Uhr eintreffen, schlagen die Flammen aus dem Führerhaus. Auf etwa halber Strecke zwischen Verkehrsbirne und Weserauentunnel in Fahrtrichtung Porta steht das Lkw-Gespann auf dem Seitenstreifen. Der Fahrer konnte sich rechtzeitig retten, seine eigenen Löschversuche schlugen jedoch fehl. Warum das Feuer ausbrach, ist derzeit noch unklar. Der Fahrer war mit dem Lkw-Gespann gerade aus der Birne auf die B 61 eingebogen, als er Rauch etwa auf Höhe des rechten Scheinwerfers bemerkt. Er lenkt den Lastwagen auf den Seitenstreifen und versucht, das Feuer mit einem kleinen Handlöscher unter Kontrolle zu bringen. Die folgenden Autofahrer reagieren vorbildlich: Sie bilden eine Rettungsgasse, die Feuerwehr wird informiert. Doch als die wenig später eintrifft, ist klar: Das Fahrzeug ist nicht mehr zu retten. Die Polizei sperrt die Zufahrt ab der Birne, da unklar ist, ob der Lkw eventuell Gasflaschen zur Kühlung geladen hat, wird vorübergehend auch die Fahrbahn in Richtung Minden gesperrt. Zunächst mit Wasser, dann mit Schaum gehen die Einsatzkräfte gegen die immer wieder auflodernden Flammen vor. Geschützt mit Atemschutzgeräten gelingt es ihnen schnell, das Feuer unter Kontrolle zu bringen, da das Feuer jedoch offenbar innerhalb des Motorraums entstanden ist, schlagen die Flammen immer wieder hoch. Mit einem Spreizer verschaffen sich die Einsatzkräfte schließlich weiter Zugang. Auch in das Führerhaus können sie nicht ohne Probleme vordringen: Mit einer Brechstange gelingt es schließlich, die Fahrertür desr durch die Hitze verzogenen Kabine zu öffnen. Bis dahin wird durch die Fensteröffnungen gelöscht. Da unklar ist, ob die Flammen auch auf den Laderaum übergegriffen haben, versuchen die Einsatzkräfte zeitgleich, den Aufbau zu öffnen. Da jedoch sämtliche Elektrik ausgefallen ist, müssen sie sich mit einer Kettensäge Zugang verschaffen. Als schließlich auch die Isolierschicht des Aufbaus durchbrochen ist, setzen die Feuerwehrleute Wasser ein und prüfen die Situation im Inneren mit einer Wärmebildkamera. Die Lösch-, Bergungs- und Reinigungsarbeiten werden vermutlich bis etwa 17 Uhr andauern, die B 61 in Richtung Porta wird so lange voll gesperrt bleiben. Der Lastwagen muss per Abschleppwagen von der Unfallstelle geborgen werden, der Anhänger ist nach ersten Erkenntnissen nicht beschädigt. Neben Einsatzkräften der Polizei waren die Löschgruppe Kutenhausen, der Löschzug Stadtmitte und die Berufsfeuerwehr Minden im Einsatz.