In Minden möchten viele gerne im „inneren Ring“ wohnen. Doch Glück gehört bei der Suche nach einer Bleibe hier inzwischen oft dazu. Foto: Karsten Klama (Archiv) - © KARSTEN KLAMA +49(0)16097358461
In Minden möchten viele gerne im „inneren Ring“ wohnen. Doch Glück gehört bei der Suche nach einer Bleibe hier inzwischen oft dazu. Foto: Karsten Klama (Archiv) (© KARSTEN KLAMA +49(0)16097358461)

Minden

Stadt oder Land? MT-Stadtgespräch zum Thema "Wohnen"

veröffentlicht

Minden (mob). Wohnen ist längst nicht immer ein Vergnügen: Vermieter ärgern sich über Menschen, die ihr Eigentum verkommen lassen, Mieter über Wohnungsbesitzer, die sich nicht um kaputte Klingeln oder zugige Fenster kümmern. Und manche wissen gar nicht, wer eigentlich ihr Vermieter ist.

Darum hat das Mindener Tageblatt „Wohnen“ auch zu seinem aktuellen Schwerpunktthema gemacht. Auftakt ist am kommenden Montag, 18. März, 18 Uhr, mit dem Stadtgespräch „Land-erholt? Stadt-verwöhnt?“ im Ständersaal des Preußen-Museums. Der Eintritt zu dieser Diskussion über Wohnen und Leben in der Region ist frei.

Wer Kinder hat, erlebt bei der Suche nach passendem Wohnraum inzwischen auch in Minden Situationen wie sonst nur in Groß- oder Studentenstädten: Wohnungsbesichtigungen, zu denen Mietwillige in Massen kommen und potentielle Vermieter, die die Interessenten auf Herz und Nieren screenen. Jedenfalls in Minden. Wer in Hille oder Petershagen flügge werden und eine eigene Bude mieten will, kann sowieso lange suchen. Da gibt es nämlich eher wenige Mietwohnungen.

Wie stark ist die Konkurrenz zwischen Stadt und Land? Wer profitiert von aktuellen Trends, wer macht sich langfristig Gedanken und plant in die Zukunft? Und wo lebt es sich am besten? Das MT-Stadtgespräch-Team hat Vertreter aus Minden, Porta Westfalica, Hille und Petershagen zum Streitgespräch eingeladen. Zugesagt haben bereits Lars Bursian, Bau-Beigeordneter der Stadt Minden, Kay Busche, Bauamtsleiter der Stadt Petershagen und Bernd Hedtmann, Bürgermeister von Porta Westfalica.

Aber wie planbar ist überhaupt die urbane Zukunft? Wie realistisch sind Träume von einer „smarten“ Stadt? Wie umfassend können Stadtplaner E-Mobilität, Infrastruktur, Demografie in ihre Arbeit mit einbeziehen? Oder gilt es vielmehr, irgendwie erst einmal bezahlbares Wohnen für alle zu ermöglichen?

Weiterer Aspekt des Abends: Was hat Wohnen mit Glück zu tun? Im Gespräch plaudert Boris Freiherr von dem Bussche über sein ganz besonderes Hobby und will kräftig mit möglichen Vorurteilen über Leben in einem „Schloss“ aufräumen.

Schließlich soll es unter „Eigentum verpflichtet – Mieten auch“ um bisweilen schwierige Beziehungen gehen. Eingeladen sind Thorsten Bornemann, Mieterverein Minden und Umgebung, und Thorsten Post (Haus und Grund Minden) als Vertreter der Vermieter.

Passend zur Aktion „Wem gehört Minden?“ beschließen Justus von Daniels (Recherchezentrum Correctiv) und MT-Chefredakteur Benjamin Piel den Abend mit einem Gespräch darüber, warum es überhaupt wichtig ist, wem die Stadt gehört. In einer groß angelegten Bürgerrecherche versuchen die Journalisten von Correctiv zurzeit in Kooperation mit lokalen Medien, aktuellen Entwicklungen auf die Spur zu kommen: So entdeckten sie in Hamburg und Düsseldorf, dass zunehmend internationale Fonds nicht mehr nur Geschäfte in Innenstädten, sondern auch Wohnungen aufkaufen und mit ihnen Geld verdienen möchten.

Durch den Abend führen zudem aus der MT-Redaktion Sebastian Radermacher, Oliver Plöger und Monika Jäger.

„Land-erholt? Stadt-verwöhnt?“ Stadtgespräch des Mindener Tageblatts am Montag, 18. März, 18 Uhr, im Ständersaal des Preußen-Museums. Der Eintritt ist frei.

Wem gehört Minden

Wem gehört Minden? Mit diesem Projekt wollen wir gemeinsam mit den Bürgern mehr Transparenz auf dem Wohnungsmarkt schaffen, und werden auch über interessante Beispiele berichten.

So geht's: Unter wem-gehoert-minden.de kann jeder der Redaktion mitteilen, wer der Eigentümer seiner Mietwohnung ist und welche Erfahrungen er mit dem Vermieter gemacht hat. Aus den gewonnen Daten setzen wir ein Bild zusammen und recherchieren, wo sich Missstände zeigen.

Das Projekt ist eine Kooperation des Mindener Tageblattes mit Correctiv, dem ersten gemeinnützigen Recherchezentrum im deutschsprachigen Raum. Correctiv finanziert sich ausschließlich über Spenden von Bürgern und Stiftungen (correctiv.org).

www.wem-gehoert-minden.de

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MindenStadt oder Land? MT-Stadtgespräch zum Thema "Wohnen"Minden (mob). Wohnen ist längst nicht immer ein Vergnügen: Vermieter ärgern sich über Menschen, die ihr Eigentum verkommen lassen, Mieter über Wohnungsbesitzer, die sich nicht um kaputte Klingeln oder zugige Fenster kümmern. Und manche wissen gar nicht, wer eigentlich ihr Vermieter ist. Darum hat das Mindener Tageblatt „Wohnen“ auch zu seinem aktuellen Schwerpunktthema gemacht. Auftakt ist am kommenden Montag, 18. März, 18 Uhr, mit dem Stadtgespräch „Land-erholt? Stadt-verwöhnt?“ im Ständersaal des Preußen-Museums. Der Eintritt zu dieser Diskussion über Wohnen und Leben in der Region ist frei. Wer Kinder hat, erlebt bei der Suche nach passendem Wohnraum inzwischen auch in Minden Situationen wie sonst nur in Groß- oder Studentenstädten: Wohnungsbesichtigungen, zu denen Mietwillige in Massen kommen und potentielle Vermieter, die die Interessenten auf Herz und Nieren screenen. Jedenfalls in Minden. Wer in Hille oder Petershagen flügge werden und eine eigene Bude mieten will, kann sowieso lange suchen. Da gibt es nämlich eher wenige Mietwohnungen. Wie stark ist die Konkurrenz zwischen Stadt und Land? Wer profitiert von aktuellen Trends, wer macht sich langfristig Gedanken und plant in die Zukunft? Und wo lebt es sich am besten? Das MT-Stadtgespräch-Team hat Vertreter aus Minden, Porta Westfalica, Hille und Petershagen zum Streitgespräch eingeladen. Zugesagt haben bereits Lars Bursian, Bau-Beigeordneter der Stadt Minden, Kay Busche, Bauamtsleiter der Stadt Petershagen und Bernd Hedtmann, Bürgermeister von Porta Westfalica. Aber wie planbar ist überhaupt die urbane Zukunft? Wie realistisch sind Träume von einer „smarten“ Stadt? Wie umfassend können Stadtplaner E-Mobilität, Infrastruktur, Demografie in ihre Arbeit mit einbeziehen? Oder gilt es vielmehr, irgendwie erst einmal bezahlbares Wohnen für alle zu ermöglichen? Weiterer Aspekt des Abends: Was hat Wohnen mit Glück zu tun? Im Gespräch plaudert Boris Freiherr von dem Bussche über sein ganz besonderes Hobby und will kräftig mit möglichen Vorurteilen über Leben in einem „Schloss“ aufräumen. Schließlich soll es unter „Eigentum verpflichtet – Mieten auch“ um bisweilen schwierige Beziehungen gehen. Eingeladen sind Thorsten Bornemann, Mieterverein Minden und Umgebung, und Thorsten Post (Haus und Grund Minden) als Vertreter der Vermieter. Passend zur Aktion „Wem gehört Minden?“ beschließen Justus von Daniels (Recherchezentrum Correctiv) und MT-Chefredakteur Benjamin Piel den Abend mit einem Gespräch darüber, warum es überhaupt wichtig ist, wem die Stadt gehört. In einer groß angelegten Bürgerrecherche versuchen die Journalisten von Correctiv zurzeit in Kooperation mit lokalen Medien, aktuellen Entwicklungen auf die Spur zu kommen: So entdeckten sie in Hamburg und Düsseldorf, dass zunehmend internationale Fonds nicht mehr nur Geschäfte in Innenstädten, sondern auch Wohnungen aufkaufen und mit ihnen Geld verdienen möchten. Durch den Abend führen zudem aus der MT-Redaktion Sebastian Radermacher, Oliver Plöger und Monika Jäger. „Land-erholt? Stadt-verwöhnt?“ Stadtgespräch des Mindener Tageblatts am Montag, 18. März, 18 Uhr, im Ständersaal des Preußen-Museums. Der Eintritt ist frei. Wem gehört Minden Wem gehört Minden? Mit diesem Projekt wollen wir gemeinsam mit den Bürgern mehr Transparenz auf dem Wohnungsmarkt schaffen, und werden auch über interessante Beispiele berichten. So geht's: Unter wem-gehoert-minden.de kann jeder der Redaktion mitteilen, wer der Eigentümer seiner Mietwohnung ist und welche Erfahrungen er mit dem Vermieter gemacht hat. Aus den gewonnen Daten setzen wir ein Bild zusammen und recherchieren, wo sich Missstände zeigen. Das Projekt ist eine Kooperation des Mindener Tageblattes mit Correctiv, dem ersten gemeinnützigen Recherchezentrum im deutschsprachigen Raum. Correctiv finanziert sich ausschließlich über Spenden von Bürgern und Stiftungen (correctiv.org). www.wem-gehoert-minden.de