Minden

Die "Mooh" auf Leinwand: Ausstellung über Mindens Kühe im Anne Frank

Nina Könemann

Screenshot: MT
Screenshot: MT

Minden (mt). Die Mindener "Moohs" schaffen es in eine eigene Ausstellung: Streetart-Künstler "the kuhl kid" hat vor ein paar Tagen auf Facebook und Instagram angekündigt, dass er seine Kunstwerke im April im Anne Frank Haus an der Salierstraße ausstellen möchte. Die Aktion soll vom 6. bis zum 12. April laufen, Interessierte können sich die Arbeiten täglich kostenfrei zwischen 12 und 20 Uhr im großen Saal des Jugend- und Kreativzentrums ansehen.

Details zur Ausstellung sind laut Auskunft von Sozialarbeiter Frank Blietz noch nicht bekannt. Ein Freundeskreis rund um den Künstler habe angefragt, ob es möglich sei die Werke auszustellen, der Rest werde noch abgestimmt. "Angekündigt sind Bilder auf Leinwand und auch Skulpturen". Wie viele Werke zu sehen sein werden, kann er noch nicht sagen. Die Ausstellung soll am Samstag, 6. April, ab 18 Uhr mit einer Vernissage eröffnet werden. Der Künstler selbst, so Blietz, werde nicht in Erscheinung treten.

"The kuhl kid" wurde vor ein paar Jahren vor allem mit seinen "Mooh"-Kühen bekannt, die er überall in der Stadt an Trafos, Buswartehäuschen und verlassene Gebäude sprühte. Die Kühe, die oft mit einer Botschaft des Künstlers versehen waren, polarisierten: Manche Mindener liebten die immer neuen Graffiti und ließen sie sich sogar tätowieren, andere verurteilten sie als illegale Verschandelung des Stadtbilds. Frank Blietz möchte der Kritik zur Ausstellung gleich vorgreifen: "Es wird wieder gesagt werden, wir stiften Jugendliche zum illegalen Sprayen an". Er sehe die Aktion eher als Prävention. "Fast alle Mindener Künstler operieren mittlerweile in der Legalität und sind ein gutes Vorbild." Sich mit ihnen auszutauschen verhindere illegales Sprayen besser als andersherum. "Wir halten niemanden davon ab, indem wir das Thema totschweigen".

2015 erstellte das MT eine interaktive Karte der "Moohs" in Minden. Die Karte ist nicht mehr aktuell, aber für Interessenten hier einzusehen.

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MindenDie "Mooh" auf Leinwand: Ausstellung über Mindens Kühe im Anne FrankNina KönemannMinden (mt). Die Mindener "Moohs" schaffen es in eine eigene Ausstellung: Streetart-Künstler "the kuhl kid" hat vor ein paar Tagen auf Facebook und Instagram angekündigt, dass er seine Kunstwerke im April im Anne Frank Haus an der Salierstraße ausstellen möchte. Die Aktion soll vom 6. bis zum 12. April laufen, Interessierte können sich die Arbeiten täglich kostenfrei zwischen 12 und 20 Uhr im großen Saal des Jugend- und Kreativzentrums ansehen. Details zur Ausstellung sind laut Auskunft von Sozialarbeiter Frank Blietz noch nicht bekannt. Ein Freundeskreis rund um den Künstler habe angefragt, ob es möglich sei die Werke auszustellen, der Rest werde noch abgestimmt. "Angekündigt sind Bilder auf Leinwand und auch Skulpturen". Wie viele Werke zu sehen sein werden, kann er noch nicht sagen. Die Ausstellung soll am Samstag, 6. April, ab 18 Uhr mit einer Vernissage eröffnet werden. Der Künstler selbst, so Blietz, werde nicht in Erscheinung treten. "The kuhl kid" wurde vor ein paar Jahren vor allem mit seinen "Mooh"-Kühen bekannt, die er überall in der Stadt an Trafos, Buswartehäuschen und verlassene Gebäude sprühte. Die Kühe, die oft mit einer Botschaft des Künstlers versehen waren, polarisierten: Manche Mindener liebten die immer neuen Graffiti und ließen sie sich sogar tätowieren, andere verurteilten sie als illegale Verschandelung des Stadtbilds. Frank Blietz möchte der Kritik zur Ausstellung gleich vorgreifen: "Es wird wieder gesagt werden, wir stiften Jugendliche zum illegalen Sprayen an". Er sehe die Aktion eher als Prävention. "Fast alle Mindener Künstler operieren mittlerweile in der Legalität und sind ein gutes Vorbild." Sich mit ihnen auszutauschen verhindere illegales Sprayen besser als andersherum. "Wir halten niemanden davon ab, indem wir das Thema totschweigen". 2015 erstellte das MT eine interaktive Karte der "Moohs" in Minden. Die Karte ist nicht mehr aktuell, aber für Interessenten hier einzusehen.