Minden

Mindener Zwillinge spielen sich in den Landeswettbewerb „Jugend musiziert“

Ursula Koch

Erfolgreich bei Jugend musiziert: Elisabeth und Viktoria Kampeter, Fiete Moennig und Merle Brandhorst und ihre Lehrer Mirjo Bokuhn und Vilmante Barahona. MT-Foto: Ursula Koch - © Ursula Koch
Erfolgreich bei Jugend musiziert: Elisabeth und Viktoria Kampeter, Fiete Moennig und Merle Brandhorst und ihre Lehrer Mirjo Bokuhn und Vilmante Barahona. MT-Foto: Ursula Koch (© Ursula Koch)

Minden (mt). Das hat es beim Wettbewerb „Jugend musiziert“ noch nicht gegeben: Das Duo Klavier-Saxophon wechselt während des Vorspiels nach dem ersten Stück die Instrumente. Mit diesem ungewöhnlichen Auftritt haben sich Elisabeth (Tenorsaxophon) und Viktoria Kampeter (Altsaxophon) beim Regionalwettbewerb in Bielefeld den ersten Platz und die Weiterleitung zum Landeswettbewerb Anfang März in Köln erspielt. Gemeinsam mit anderen Preisträgern aus dem Mühlenkreis und Gästen stellen sie sich am Samstag, 16. Februar, um 17 Uhr im Vortragssaal der Musikschule Minden dem Publikum vor. Zu hören sein werden Werke für Violine Violoncello, Saxophon, Klarinette und Klavier.

Für die Zwillingsschwestern aus Minden war es die erste Teilnahme bei Jugend musiziert: „In den Jahren, in denen unsere Instrumentenkombination dabei war, hat es uns nicht gepasst.“ Beide haben mit vier Jahren bei Waldemar Becker an seiner privaten Musikschule angefangen Klavier zu lernen und werden von ihm bis heute unterrichtet. Dazu nehmen sie seit sechs Jahren Unterricht bei Mirjo Bokuhn (Musik Minden). Dass sie während des Vorspiels die Instrumente tauschen dürfen, hatten sie im Vorfeld telefonisch geklärt.

Sich auf einen Wettbewerb vorzubereiten sei ein „enormer zeitlicher Aufwand“, sagt Viktoria Kampeter. Sie habe an den Wochenenden manchmal sechs Stunden lang geübt. Im April haben die Schwestern angefangen, ihr Programm einzustudieren. „Nach den Sommerferien haben wir intensiv daran gearbeitet“, sagt Elisabeth. Die Ballade des Schweizers Frank Martin sei vor allem für am Klavier eine Herausforderung gewesen, weil sie atonal sei, Akkorde enthalte, die schwierig zu greifen seien und die Rhythmik wechselt.

Der Regionalwettbewerb war eine „super Erfahrung“, sagen die Schwestern. Sie seien unter dem Motto „Dabeisein ist alles. Es zählt die Vorbereitung“ nach Bielefeld gefahren. Mit einer Weiterleitung hatten sie gar nicht gerechnet. Die Jury empfanden sie als sehr wertschätzend. Beim Landeswettbewerb in Köln sind sie bereits am Mittwoch dran, das Ratsgymnasium hat sie bereits für die Teilnahme freigestellt. Erwartungen wollen sie nicht zu hoch schrauben. „Wir lassen das auf uns zukommen.“

Mit Fiete Moennig (Klavier, Schüler von Vilmante Barahona) und Merle Brandhorst (Altsaxophon, Schülerin von Mirjo Bokuhn) war ein zweites Mindener Duo in Bielefeld vertreten. Sie erreichten mit einem Tango von Astor Piazzolla und einer Fantasie von Jerome Savari die beste Punktzahl des zweiten Platzes. Im September hatten sie sich zusammengefunden und wollen nun ihr Glück beim Volksbanken-Wettbewerb versuchen.

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MindenMindener Zwillinge spielen sich in den Landeswettbewerb „Jugend musiziert“Ursula KochMinden (mt). Das hat es beim Wettbewerb „Jugend musiziert“ noch nicht gegeben: Das Duo Klavier-Saxophon wechselt während des Vorspiels nach dem ersten Stück die Instrumente. Mit diesem ungewöhnlichen Auftritt haben sich Elisabeth (Tenorsaxophon) und Viktoria Kampeter (Altsaxophon) beim Regionalwettbewerb in Bielefeld den ersten Platz und die Weiterleitung zum Landeswettbewerb Anfang März in Köln erspielt. Gemeinsam mit anderen Preisträgern aus dem Mühlenkreis und Gästen stellen sie sich am Samstag, 16. Februar, um 17 Uhr im Vortragssaal der Musikschule Minden dem Publikum vor. Zu hören sein werden Werke für Violine Violoncello, Saxophon, Klarinette und Klavier. Für die Zwillingsschwestern aus Minden war es die erste Teilnahme bei Jugend musiziert: „In den Jahren, in denen unsere Instrumentenkombination dabei war, hat es uns nicht gepasst.“ Beide haben mit vier Jahren bei Waldemar Becker an seiner privaten Musikschule angefangen Klavier zu lernen und werden von ihm bis heute unterrichtet. Dazu nehmen sie seit sechs Jahren Unterricht bei Mirjo Bokuhn (Musik Minden). Dass sie während des Vorspiels die Instrumente tauschen dürfen, hatten sie im Vorfeld telefonisch geklärt. Sich auf einen Wettbewerb vorzubereiten sei ein „enormer zeitlicher Aufwand“, sagt Viktoria Kampeter. Sie habe an den Wochenenden manchmal sechs Stunden lang geübt. Im April haben die Schwestern angefangen, ihr Programm einzustudieren. „Nach den Sommerferien haben wir intensiv daran gearbeitet“, sagt Elisabeth. Die Ballade des Schweizers Frank Martin sei vor allem für am Klavier eine Herausforderung gewesen, weil sie atonal sei, Akkorde enthalte, die schwierig zu greifen seien und die Rhythmik wechselt. Der Regionalwettbewerb war eine „super Erfahrung“, sagen die Schwestern. Sie seien unter dem Motto „Dabeisein ist alles. Es zählt die Vorbereitung“ nach Bielefeld gefahren. Mit einer Weiterleitung hatten sie gar nicht gerechnet. Die Jury empfanden sie als sehr wertschätzend. Beim Landeswettbewerb in Köln sind sie bereits am Mittwoch dran, das Ratsgymnasium hat sie bereits für die Teilnahme freigestellt. Erwartungen wollen sie nicht zu hoch schrauben. „Wir lassen das auf uns zukommen.“ Mit Fiete Moennig (Klavier, Schüler von Vilmante Barahona) und Merle Brandhorst (Altsaxophon, Schülerin von Mirjo Bokuhn) war ein zweites Mindener Duo in Bielefeld vertreten. Sie erreichten mit einem Tango von Astor Piazzolla und einer Fantasie von Jerome Savari die beste Punktzahl des zweiten Platzes. Im September hatten sie sich zusammengefunden und wollen nun ihr Glück beim Volksbanken-Wettbewerb versuchen.