Gewinner unter sich: Eckhard Rüter (Mitte), der Bautrupp der SVKT (links) und die Rentnerband aus Meißen mit dem Ehrenamtspreis. - © Henning Wandel
Gewinner unter sich: Eckhard Rüter (Mitte), der Bautrupp der SVKT (links) und die Rentnerband aus Meißen mit dem Ehrenamtspreis. (© Henning Wandel)

Minden

„Ehrenamt lässt sich nicht digitalisieren“: Ehrenamtspreis geht an Eckhard Rüter

Henning Wandel

Die Bürgerhalle ist zum Neujahrsempfang gut gefüllt. Neben einem Rückblick auf das vergangene Jahr spricht Mindens Bürgermeister Michael Jäcke auch über die Aufgaben für 2019 – die Liste ist wieder einmal lang. MT-Fotos: Henning Wandel - © Henning Wandel
Die Bürgerhalle ist zum Neujahrsempfang gut gefüllt. Neben einem Rückblick auf das vergangene Jahr spricht Mindens Bürgermeister Michael Jäcke auch über die Aufgaben für 2019 – die Liste ist wieder einmal lang. MT-Fotos: Henning Wandel (© Henning Wandel)

Minden (mt). Seine Dankesrede nutzt Eckhard Rüter vor allem dafür, noch einmal seine Botschaft zu transportieren: Echte Gleichstellung für Menschen mit Handicap beginnt mit Worten, sagt der Einzelpreisträger in der Bürgerhalle. Für sein fast 25 Jahre währendes Engagement für Menschen mit Behinderungen hat die Jury ihn für den Ehrenamtspreis ausgewählt. Neben zahlreichen Vorstandsämtern zum Beispiel bei der Lebenshilfe oder den Fittingen ist er seit 15 Jahren Vorsitzender des Beirates für Menschen mit Behinderungen.

Ehrenamt bedeute, nicht nur eine Idee zu haben, sondern diese Idee umzusetzen – auch wenn das manchmal anstrengend sei und Jahre dauere. Auch Demokratie sei anstrengend, sagt Rüter, und sie brauche das Ehrenamt von und für Menschen: „Das geht nicht anonym aus dem Keller – Ehrenamt lässt sich nicht digitalisieren."

Dass Ehrenamt anstrengend ist, wissen auch die Preisträger aus der Kategorie Gruppe. Die Rentnerband des Vereins Pro Meißen und der Bautrupp der SV Kutenhausen-Todtenhausen haben für ihre Orte in vielen Arbeitsstunden geschafft, was ohne Ehrenamt nicht möglich gewesen wäre. 20.000 Stunden etwa stecken in der Alten Grundschule Meißen. Nachdem die Schule geschlossen wurde, hat der Verein Pro Meißen 2007 die Schlüssel übernommen. Heute ist die Schule nicht nur Anlaufstelle für den Tuspo und Veranstaltungsfläche, sondern auch Wirtschaftsstandort.

Bei der SVKT ging es zunächst darum, das Umfeld der Sportplätze und der Grundschule in Kutenhausen in Ordnung zu halten. „Das ist ein wenig bescheiden ausgedrückt", sagte Bürgermeister Michael Jäcke während der Preisverleihung. Hier sind zum Beispiel auch ein Trainingshügel, ein Kunstrasenplatz und vor allem ein neues Umkleidegebäude entstanden.

Vor der Preisverleihung warf Jäcke einen Blick zurück. 2018 sei ein spannendes Jahr mit großen Projekten gewesen. Die Schulentwicklungsplanung habe für die kommenden Jahre ein Volumen von 46 Millionen Euro, die Sanierung des Rathauses läuft seit dem Frühjahr und geht bald in den zweiten Bauabschnitt. Auch die Projekte Martini-Carré und Geschäftshaus am Scharn gingen gut voran. Und in Sachen Multifunktionshalle gebe es intensive Gespräche mit Investoren und der Wirtschaft aus dem Kreis. Auch das Handlungskonzept Wohnen trage erste Früchte, so Jäcke.

Auch 2019 stünden wieder einige große Projekte an, sagt Jäcke weiter. Die Erweiterung der Freiherr-von-Vincke-Schule etwa oder der Neubau von zwei Kindertagesstätten. In der Innenstadt werde die Fußgängerzone fertig und die Planung für den Aufzug an der Martinitreppe weiter vorangetrieben. Das Begegnungszentrum in Bärenkämpen ist ebenfalls fast fertig und das Technologie- und Innovationszentrum soll eröffnet werden. Und schließlich werde auch eine Entscheidung für oder gegen die Multihalle fallen.

Der Autor ist erreichbarunter (05 71) 882 166 oderHenning.Wandel@MT.de

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Minden„Ehrenamt lässt sich nicht digitalisieren“: Ehrenamtspreis geht an Eckhard RüterHenning WandelMinden (mt). Seine Dankesrede nutzt Eckhard Rüter vor allem dafür, noch einmal seine Botschaft zu transportieren: Echte Gleichstellung für Menschen mit Handicap beginnt mit Worten, sagt der Einzelpreisträger in der Bürgerhalle. Für sein fast 25 Jahre währendes Engagement für Menschen mit Behinderungen hat die Jury ihn für den Ehrenamtspreis ausgewählt. Neben zahlreichen Vorstandsämtern zum Beispiel bei der Lebenshilfe oder den Fittingen ist er seit 15 Jahren Vorsitzender des Beirates für Menschen mit Behinderungen. Ehrenamt bedeute, nicht nur eine Idee zu haben, sondern diese Idee umzusetzen – auch wenn das manchmal anstrengend sei und Jahre dauere. Auch Demokratie sei anstrengend, sagt Rüter, und sie brauche das Ehrenamt von und für Menschen: „Das geht nicht anonym aus dem Keller – Ehrenamt lässt sich nicht digitalisieren." Dass Ehrenamt anstrengend ist, wissen auch die Preisträger aus der Kategorie Gruppe. Die Rentnerband des Vereins Pro Meißen und der Bautrupp der SV Kutenhausen-Todtenhausen haben für ihre Orte in vielen Arbeitsstunden geschafft, was ohne Ehrenamt nicht möglich gewesen wäre. 20.000 Stunden etwa stecken in der Alten Grundschule Meißen. Nachdem die Schule geschlossen wurde, hat der Verein Pro Meißen 2007 die Schlüssel übernommen. Heute ist die Schule nicht nur Anlaufstelle für den Tuspo und Veranstaltungsfläche, sondern auch Wirtschaftsstandort. Bei der SVKT ging es zunächst darum, das Umfeld der Sportplätze und der Grundschule in Kutenhausen in Ordnung zu halten. „Das ist ein wenig bescheiden ausgedrückt", sagte Bürgermeister Michael Jäcke während der Preisverleihung. Hier sind zum Beispiel auch ein Trainingshügel, ein Kunstrasenplatz und vor allem ein neues Umkleidegebäude entstanden. Vor der Preisverleihung warf Jäcke einen Blick zurück. 2018 sei ein spannendes Jahr mit großen Projekten gewesen. Die Schulentwicklungsplanung habe für die kommenden Jahre ein Volumen von 46 Millionen Euro, die Sanierung des Rathauses läuft seit dem Frühjahr und geht bald in den zweiten Bauabschnitt. Auch die Projekte Martini-Carré und Geschäftshaus am Scharn gingen gut voran. Und in Sachen Multifunktionshalle gebe es intensive Gespräche mit Investoren und der Wirtschaft aus dem Kreis. Auch das Handlungskonzept Wohnen trage erste Früchte, so Jäcke. Auch 2019 stünden wieder einige große Projekte an, sagt Jäcke weiter. Die Erweiterung der Freiherr-von-Vincke-Schule etwa oder der Neubau von zwei Kindertagesstätten. In der Innenstadt werde die Fußgängerzone fertig und die Planung für den Aufzug an der Martinitreppe weiter vorangetrieben. Das Begegnungszentrum in Bärenkämpen ist ebenfalls fast fertig und das Technologie- und Innovationszentrum soll eröffnet werden. Und schließlich werde auch eine Entscheidung für oder gegen die Multihalle fallen. Der Autor ist erreichbarunter (05 71) 882 166 oderHenning.Wandel@MT.de