Die erste Begegnung: 1988 Babys konnten Eltern 2018 in ihre Arme schließen – mehr Jungen als Mädchen, übrigens. - © Foto: dpa
Die erste Begegnung: 1988 Babys konnten Eltern 2018 in ihre Arme schließen – mehr Jungen als Mädchen, übrigens. (© Foto: dpa)

Minden

In Minden kamen letztes Jahr 1.988 Kinder zur Welt

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Minden (mt). „Nur knapp wurde in 2018 die 2.000er-Marke bei den in Minden neu geborenen Mädchen und Jungen verfehlt", teilt die Pressestelle der Stadt Minden mit. 1.988 Geburten wurden bis zum Stichtag 31. Dezember 2018 beurkundet. „Da es meist ein paar Tage dauert, bis die Unterlagen aus dem Klinikum im Standesamt eintreffen oder die Eltern die Geburt selbst anzeigen, wird sich diese Zahl für 2018 noch verändern", berichtet die Koordinatorin des städtischen Standesamtes, Bettina Reinking

Nach steigenden Geburtenzahlen in 2016 und 2015 gab es im Jahr 2017 leicht weniger Geburten. 2018 ist die Zahl nun wieder um 143 angestiegen. Erneut kamen mehr Jungen (1.027) als Mädchen (961) zur Welt. „Das ist kein regionales Phänomen, sondern bundesweit so", sagt Bettina Reinking. Warum mehr Jungen als Mädchen geboren werden, sei bislang nicht geklärt und werde weiter erforscht.

„Nur rund die Hälfte aller Neugeborenen wächst auch in Minden auf, die andere Hälfte der Eltern kommt zumeist aus den umliegenden Städten und Gemeinden", so Reinking.

Die hohe Zahl an gebürtigen Mindenern sei vor allem mit dem Standort des Johannes Wesling Klinikums begründet. Ein so genannter „Personenstandsfall" werde immer dort beurkundet, wo das Ereignis stattgefunden hat –- unabhängig vom Wohnsitz der Person.

Die Geburtenzahlen liegen weiter auf einem hohen Niveau und haben nach 2016 (1.895) einen neuen Höchststand erreicht. So verzeichnete das Standesamt Ende 2008, also vor einem Jahrzehnt, genau 1.500 Neugeborene. „Das waren im Vergleich zu jetzt rund 30 Prozent weniger", fasst Reinking, zusammen.

Und nicht nur die aktuelle Menge der Geburten, auch die Fälle an sich stellen die Standesbeamtinnen oft vor Herausforderungen.

„Durch Zuwanderung und eine damit höhere Zahl an Menschen mit Einwanderungsgeschichte in unserer Stadt kommt es wesentlich häufiger vor, dass die Eltern der neu geborenen Kinder selbst keine Urkunden – weder zu ihrer Geburt noch zur Heirat - haben."

Zum Aufgabenbereich des Standesamtes gehören auch so genannte Vaterschaftsanerkennungen. 183 wurden in 2018 beurkundet. Der Umstand, dass viele Heiratsurkunden bei Menschen, die geflüchtet sind, nicht vorliegen, aber auch immer mehr unverheiratete Paare Eltern werden, führt zu deutlich mehr Vaterschaftsanerkennungen.

Gestiegen ist übrigens auch die Zahl der Sterbefälle im Ort. In 2018 waren es 1.607 (zum Vergleich: Im Vorjahr lag diese Zahl bei 1.508). Im vergangenen Jahr starben in Minden genau 793 Frauen und 814 Männer.

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MindenIn Minden kamen letztes Jahr 1.988 Kinder zur WeltMinden (mt). „Nur knapp wurde in 2018 die 2.000er-Marke bei den in Minden neu geborenen Mädchen und Jungen verfehlt", teilt die Pressestelle der Stadt Minden mit. 1.988 Geburten wurden bis zum Stichtag 31. Dezember 2018 beurkundet. „Da es meist ein paar Tage dauert, bis die Unterlagen aus dem Klinikum im Standesamt eintreffen oder die Eltern die Geburt selbst anzeigen, wird sich diese Zahl für 2018 noch verändern", berichtet die Koordinatorin des städtischen Standesamtes, Bettina Reinking Nach steigenden Geburtenzahlen in 2016 und 2015 gab es im Jahr 2017 leicht weniger Geburten. 2018 ist die Zahl nun wieder um 143 angestiegen. Erneut kamen mehr Jungen (1.027) als Mädchen (961) zur Welt. „Das ist kein regionales Phänomen, sondern bundesweit so", sagt Bettina Reinking. Warum mehr Jungen als Mädchen geboren werden, sei bislang nicht geklärt und werde weiter erforscht. „Nur rund die Hälfte aller Neugeborenen wächst auch in Minden auf, die andere Hälfte der Eltern kommt zumeist aus den umliegenden Städten und Gemeinden", so Reinking. Die hohe Zahl an gebürtigen Mindenern sei vor allem mit dem Standort des Johannes Wesling Klinikums begründet. Ein so genannter „Personenstandsfall" werde immer dort beurkundet, wo das Ereignis stattgefunden hat –- unabhängig vom Wohnsitz der Person. Die Geburtenzahlen liegen weiter auf einem hohen Niveau und haben nach 2016 (1.895) einen neuen Höchststand erreicht. So verzeichnete das Standesamt Ende 2008, also vor einem Jahrzehnt, genau 1.500 Neugeborene. „Das waren im Vergleich zu jetzt rund 30 Prozent weniger", fasst Reinking, zusammen. Und nicht nur die aktuelle Menge der Geburten, auch die Fälle an sich stellen die Standesbeamtinnen oft vor Herausforderungen. „Durch Zuwanderung und eine damit höhere Zahl an Menschen mit Einwanderungsgeschichte in unserer Stadt kommt es wesentlich häufiger vor, dass die Eltern der neu geborenen Kinder selbst keine Urkunden – weder zu ihrer Geburt noch zur Heirat - haben." Zum Aufgabenbereich des Standesamtes gehören auch so genannte Vaterschaftsanerkennungen. 183 wurden in 2018 beurkundet. Der Umstand, dass viele Heiratsurkunden bei Menschen, die geflüchtet sind, nicht vorliegen, aber auch immer mehr unverheiratete Paare Eltern werden, führt zu deutlich mehr Vaterschaftsanerkennungen. Gestiegen ist übrigens auch die Zahl der Sterbefälle im Ort. In 2018 waren es 1.607 (zum Vergleich: Im Vorjahr lag diese Zahl bei 1.508). Im vergangenen Jahr starben in Minden genau 793 Frauen und 814 Männer.