„Ein Weihnachtstraum“ von Uwe Müller rührt Publikum zu Tränen

Stefanie Dullweber

Uwe Müller im Duett mit Alexandra Rogosch. Der Musiker und sein Ensemble feierten in Minden mit „Ein Weihnachtstraum“ Premiere. MT- - © Foto: Stefanie Dullweber
Uwe Müller im Duett mit Alexandra Rogosch. Der Musiker und sein Ensemble feierten in Minden mit „Ein Weihnachtstraum“ Premiere. MT- (© Foto: Stefanie Dullweber)

Minden (mt). Leise rieselt der Schnee ganz bestimmt nicht, wenn Uwe Müller und sein Ensemble auf der Bühne stehen – aber das erwartet wohl auch niemand. Die Weihnachtsklassiker sind kaum wiederzuerkennen, wenn der Musiker aus Espelkamp seine Finger am Keyboard hat. Mit dem Konzert-Klassiker „Ein Weihnachtstraum“ feierten die Musiker am Dienstagabend im Mindener Stadttheater Premiere. „Mittlerweile ist Minden eine echte Weihnachtstraum-Hochburg“, rief Uwe Müller dem Publikum zu und versprach auch zum 20. Jubiläum im nächsten Jahr wiederzukommen.

Mit dem Weihnachtstraum möchte Uwe Müller seine Zuhörer auf die schönste Zeit des Jahres einstimmen – doch das ist offensichtlich gar nicht nötig. Als sich um 20 Uhr die Türen im Stadttheater schließen und das Licht im Saal ausgeht, sind längst alle auf Betriebstemperatur. Als Uwe Müller fragt, wer im letzten Jahr dabei war, gehen die meisten Hände nach oben. Es ist diese familiäre Atmosphäre, die das Konzert zu einer hoch emotionalen Angelegenheit werden lässt. Am Ende haben nicht nur die Musiker Tränen in den Augen, sind überwältigt von der Begeisterung, die ihnen entgegenschlägt, sondern auch einige Zuhörer verdrücken ein Tränchen.

Der Weihnachtstraum hat seinem Namen mal wieder alle Ehre gemacht. Es ist schon ein Träumchen, wenn die begnadeten Sängerinnen Alexandra Rogosch, Stefanie Kölling und Sänger J.P. Fair sich immer wieder selbst übertreffen. Ohne künftigen Konzert-Besucher zu viel zu verraten: Wenn J.P. Fair „A Whiter Shade Of Pale“ oder „Waltzing Mathilda“ singt, löst das beim Zuhörer eine Gänsehaut aus. Die starken Stimmen der Sängerinnen kommen vor allem bei ihren Duetten wie „Hey Santa“ oder „I can see clearly now“ zur Geltung. Und auch Uwe Müller selbst sorgt als Sänger beispielsweise mit „The Last Unicorn“ für besondere Konzert-Momente.

Der Weihnachtstraum hat seinen ganz eigenen Zauber und das liegt auch an der besonderen Musikauswahl, mit der Uwe Müller sich in diesem Jahr noch einmal selbst übertroffen hat. „Bonnie und Clyde“ im „Winter Wonderland“ und „Ohne dich schlaf ich heut Nacht nicht ein“ wenn „Ein Schiff geladen kommt“ – ja, das geht tatsächlich zusammen.

Eigentlich ist das gesamte Ensemble der Star des Abends, denn erst das große Ganze macht den Weihnachtstraum zu einer runden Sache. Es ist die Freude an der Musik, die jedem einzelnen anzumerken ist, es sind die kurzen Blicke und Gesten, mit denen die Musiker kommunizieren und es ist das wunderbare Zusammenspiel von so vielen talentierten Menschen.

Garniert wird das Ganze mit den beliebten weihnachtlichen Geschichten, die Horst Halstenberg in bewährter Manier vorträgt. Es ist einfach herrlich, wenn der Vortragende aus dem kleinen Handbuch des Verhörens zitiert und von „Holger, dem Knaben mit lockigem Haar“ und der „knabenbringenden Weihnachtszeit“ erzählt.

Ohne Zugabe lässt das Premierenpublikum das Weihnachstraum-Ensemble natürlich nicht von der Bühne. Schon beim letzten Stück hält es niemandem mehr in seinem bequemen Sessel. Gemeinsam mit Uwe Müller stimmt das Publikum „Oh du fröhliche“ an, hat aber nach dem eigentlichen „Rausschmeißer“ immer noch nicht genug. Nach „Über sieben Brücken musst Du geh'n“ geht dann aber endgültig das Licht im Saal wieder an und so mancher summt noch beim Rausgehen die Melodie – was für ein traumhafter Abend.

Noch bis zum 23. Dezember ist Uwe Müller mit seinem Ensemble auf Weihnachtstraum- Tournee. Weitere Termine sind unter anderem am 7. Dezember im Bürgerhaus Espelkamp sowie am 21., 22. und 23. Dezember in der Stadthalle Lübbecke.

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„Ein Weihnachtstraum“ von Uwe Müller rührt Publikum zu TränenStefanie DullweberMinden (mt). Leise rieselt der Schnee ganz bestimmt nicht, wenn Uwe Müller und sein Ensemble auf der Bühne stehen – aber das erwartet wohl auch niemand. Die Weihnachtsklassiker sind kaum wiederzuerkennen, wenn der Musiker aus Espelkamp seine Finger am Keyboard hat. Mit dem Konzert-Klassiker „Ein Weihnachtstraum“ feierten die Musiker am Dienstagabend im Mindener Stadttheater Premiere. „Mittlerweile ist Minden eine echte Weihnachtstraum-Hochburg“, rief Uwe Müller dem Publikum zu und versprach auch zum 20. Jubiläum im nächsten Jahr wiederzukommen. Mit dem Weihnachtstraum möchte Uwe Müller seine Zuhörer auf die schönste Zeit des Jahres einstimmen – doch das ist offensichtlich gar nicht nötig. Als sich um 20 Uhr die Türen im Stadttheater schließen und das Licht im Saal ausgeht, sind längst alle auf Betriebstemperatur. Als Uwe Müller fragt, wer im letzten Jahr dabei war, gehen die meisten Hände nach oben. Es ist diese familiäre Atmosphäre, die das Konzert zu einer hoch emotionalen Angelegenheit werden lässt. Am Ende haben nicht nur die Musiker Tränen in den Augen, sind überwältigt von der Begeisterung, die ihnen entgegenschlägt, sondern auch einige Zuhörer verdrücken ein Tränchen. Der Weihnachtstraum hat seinem Namen mal wieder alle Ehre gemacht. Es ist schon ein Träumchen, wenn die begnadeten Sängerinnen Alexandra Rogosch, Stefanie Kölling und Sänger J.P. Fair sich immer wieder selbst übertreffen. Ohne künftigen Konzert-Besucher zu viel zu verraten: Wenn J.P. Fair „A Whiter Shade Of Pale“ oder „Waltzing Mathilda“ singt, löst das beim Zuhörer eine Gänsehaut aus. Die starken Stimmen der Sängerinnen kommen vor allem bei ihren Duetten wie „Hey Santa“ oder „I can see clearly now“ zur Geltung. Und auch Uwe Müller selbst sorgt als Sänger beispielsweise mit „The Last Unicorn“ für besondere Konzert-Momente. Der Weihnachtstraum hat seinen ganz eigenen Zauber und das liegt auch an der besonderen Musikauswahl, mit der Uwe Müller sich in diesem Jahr noch einmal selbst übertroffen hat. „Bonnie und Clyde“ im „Winter Wonderland“ und „Ohne dich schlaf ich heut Nacht nicht ein“ wenn „Ein Schiff geladen kommt“ – ja, das geht tatsächlich zusammen. Eigentlich ist das gesamte Ensemble der Star des Abends, denn erst das große Ganze macht den Weihnachtstraum zu einer runden Sache. Es ist die Freude an der Musik, die jedem einzelnen anzumerken ist, es sind die kurzen Blicke und Gesten, mit denen die Musiker kommunizieren und es ist das wunderbare Zusammenspiel von so vielen talentierten Menschen. Garniert wird das Ganze mit den beliebten weihnachtlichen Geschichten, die Horst Halstenberg in bewährter Manier vorträgt. Es ist einfach herrlich, wenn der Vortragende aus dem kleinen Handbuch des Verhörens zitiert und von „Holger, dem Knaben mit lockigem Haar“ und der „knabenbringenden Weihnachtszeit“ erzählt. Ohne Zugabe lässt das Premierenpublikum das Weihnachstraum-Ensemble natürlich nicht von der Bühne. Schon beim letzten Stück hält es niemandem mehr in seinem bequemen Sessel. Gemeinsam mit Uwe Müller stimmt das Publikum „Oh du fröhliche“ an, hat aber nach dem eigentlichen „Rausschmeißer“ immer noch nicht genug. Nach „Über sieben Brücken musst Du geh'n“ geht dann aber endgültig das Licht im Saal wieder an und so mancher summt noch beim Rausgehen die Melodie – was für ein traumhafter Abend. Noch bis zum 23. Dezember ist Uwe Müller mit seinem Ensemble auf Weihnachtstraum- Tournee. Weitere Termine sind unter anderem am 7. Dezember im Bürgerhaus Espelkamp sowie am 21., 22. und 23. Dezember in der Stadthalle Lübbecke.