Foto: pr/Minden Marketing - © pr
Foto: pr/Minden Marketing (© pr)

Update: Kaiser-Wilhelm-Bus wird nicht fortgeführt

Monika Jäger und Nina Könemann

Minden (mt). Wer unbedingt nochmal mit dem roten Doppeldeckerbus zum Kaiser-Wilhelm-Denkmal fahren möchte, muss sich beeilen. Wie die Minden Marketing mitteilt, fährt der Bus von Kanzlers Weide auf den Wittekindsberg am Sonntag, 30. September, zum letzten Mal. Und zwar vorerst zum allerletzten Mal. „Wir freuen uns, dass es uns gelungen ist zur Neueröffnung in diesem Sommer testweise den Kaiser-Wilhelm-Bus als interkommunales Projekt an den Start zu bringen", sagt Mindens Bürgermeister Michael Jäcke. Eine Fortsetzung sei aufgrund der aktuellen Tourvariante allerdings nicht finanzierbar. Details nennt er in der Pressemitteilung dazu nicht.

Ebenso wenig wie Dr. Jörg-Friedrich Sander, Geschäftsführer der Minden Marketing. „Die Resonanz auf den Kaiser-Wilhelm-Bus, der in den vergangenen drei Monaten rund 2.500 Gäste zum Wilhelm gebracht hat, war äußerst positiv", sagt er. Besonders die Möglichkeit den Doppeldecker zu öffnen, habe begeistert. Doch eine Fortsetzung wäre schlichtweg zu teuer, so Sander weiter.

Ursprünglich hatte er ein ganz anderes Konzept verfolgt: Mindens touristische Highlights sollten per Bus angesteuert werden. Während der Fahrt hätten die Gäste Informationen und Geschichten gehört, und sie hätten auch das Wasserstraßenkreuz oder die Innenstadt auf diese Weise erreichen und erleben können. Dieses große Netz sei jedoch nicht realisierbar gewesen – unter anderem, weil eine Tour durch Altstadt und Innenstadt nicht möglich war.

So wurde aus dem Hop-on-Hop-off-Bus ein schlichtes Shuttle, das von Kanzlers Weide zum Kaiser fuhr. Die Fahrt nun: zu kurz für Touristen-Infos, die ein Fremdenführer gegeben hätte. „Die Fahrt sollte eigentlich mal ein Erlebnis darstellen", so Sander.

Und ja, sicherlich sei der Bus eine Entlastung für den aus allen Nähten platzenden Parkplatz am Kaiser gewesen. Doch das Shuttle vom Porta-Bahnhof aus werde nun doch weiter fahren. Außerdem: das allerletzte Wort sei ja noch nicht gesprochen. In der Tourismus-Arbeitsgruppe von Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL), dem das Denkmal gehört, der Stadt Porta Westfalica und Minden, in der es auch um Besucherführungen und weitere touristische Kooperationen gehe, könne auch der Shuttlebus erneut Thema sein. Sander: „Der Ball ist im Feld."

Zur letzten Fahrt startet der Bus am Sonntag ab 11 Uhr auf Kanzlers Weide. Die Abschiedstour wird begleitet von Gästeführer Hans-Jürgen Amtage, der Geschichte und Geschichten von besonderen Punkten entlang der Route erzählt. Weitere Informationen bei der Minden Marketing, Domstraße 2, Telefon: (05 71) 829 06 59.

www.minden-erleben.de

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Update: Kaiser-Wilhelm-Bus wird nicht fortgeführtMonika Jäger,Nina KönemannMinden (mt). Wer unbedingt nochmal mit dem roten Doppeldeckerbus zum Kaiser-Wilhelm-Denkmal fahren möchte, muss sich beeilen. Wie die Minden Marketing mitteilt, fährt der Bus von Kanzlers Weide auf den Wittekindsberg am Sonntag, 30. September, zum letzten Mal. Und zwar vorerst zum allerletzten Mal. „Wir freuen uns, dass es uns gelungen ist zur Neueröffnung in diesem Sommer testweise den Kaiser-Wilhelm-Bus als interkommunales Projekt an den Start zu bringen", sagt Mindens Bürgermeister Michael Jäcke. Eine Fortsetzung sei aufgrund der aktuellen Tourvariante allerdings nicht finanzierbar. Details nennt er in der Pressemitteilung dazu nicht. Ebenso wenig wie Dr. Jörg-Friedrich Sander, Geschäftsführer der Minden Marketing. „Die Resonanz auf den Kaiser-Wilhelm-Bus, der in den vergangenen drei Monaten rund 2.500 Gäste zum Wilhelm gebracht hat, war äußerst positiv", sagt er. Besonders die Möglichkeit den Doppeldecker zu öffnen, habe begeistert. Doch eine Fortsetzung wäre schlichtweg zu teuer, so Sander weiter. Ursprünglich hatte er ein ganz anderes Konzept verfolgt: Mindens touristische Highlights sollten per Bus angesteuert werden. Während der Fahrt hätten die Gäste Informationen und Geschichten gehört, und sie hätten auch das Wasserstraßenkreuz oder die Innenstadt auf diese Weise erreichen und erleben können. Dieses große Netz sei jedoch nicht realisierbar gewesen – unter anderem, weil eine Tour durch Altstadt und Innenstadt nicht möglich war. So wurde aus dem Hop-on-Hop-off-Bus ein schlichtes Shuttle, das von Kanzlers Weide zum Kaiser fuhr. Die Fahrt nun: zu kurz für Touristen-Infos, die ein Fremdenführer gegeben hätte. „Die Fahrt sollte eigentlich mal ein Erlebnis darstellen", so Sander. Und ja, sicherlich sei der Bus eine Entlastung für den aus allen Nähten platzenden Parkplatz am Kaiser gewesen. Doch das Shuttle vom Porta-Bahnhof aus werde nun doch weiter fahren. Außerdem: das allerletzte Wort sei ja noch nicht gesprochen. In der Tourismus-Arbeitsgruppe von Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL), dem das Denkmal gehört, der Stadt Porta Westfalica und Minden, in der es auch um Besucherführungen und weitere touristische Kooperationen gehe, könne auch der Shuttlebus erneut Thema sein. Sander: „Der Ball ist im Feld." Zur letzten Fahrt startet der Bus am Sonntag ab 11 Uhr auf Kanzlers Weide. Die Abschiedstour wird begleitet von Gästeführer Hans-Jürgen Amtage, der Geschichte und Geschichten von besonderen Punkten entlang der Route erzählt. Weitere Informationen bei der Minden Marketing, Domstraße 2, Telefon: (05 71) 829 06 59. www.minden-erleben.de