Kleines Dorf Päpinghausen feiert großes Jubiläum

Robert Kauffeld

- © Robert Kauffeld
(© Robert Kauffeld)
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Minden-Päpinghausen (rkm). Fröhliche Stimmung am Dorfgemeinschaftshaus in Päpinghausen. Viele Bürger waren gekommen, um das tausendjährige Jubiläum des früheren Dorfes zu feiern. Nach dem Empfang der Gäste gedachten alle gemeinsam zunächst der Gefallenen beider Weltkriege und legte in stillem Gedenken einen Kranz am Ehrenmal nieder.

Einen Rückblick auf die Vergangenheit zeigten zahlreiche Bilder einer Ausstellung, die manche Erinnerung der älteren Bürger wach rief, die auch dokumentierte, dass im Laufe der Jahrhunderte so manches aus dem Dorfbild verschwunden ist und sich vieles verändert hat.

Zur Überraschung der Bürger konnten sie nach 46 Jahren wieder eine alte Steinplatte ansehen, die eine besondere Geschichte hat. Kinder hatten sie einst beim Spielen gefunden. Sie lag über dem Backelgraben und zeigt neben einer offenbar schwangeren Frau die Jahreszahl 1577. Die Platte wurde zunächst in das zurzeit im Bau befindliche Kriegerdenkmal eingebaut, im Jahre 1972 dann dem Landesmuseum Detmold übergeben und dort eingelagert. Nach umfangreichen Verhandlungen und organisatorischen Vorbereitungen wurde jetzt die Steinplatte in einem großen Container nach Päpinghausen gebracht, damit sie zum Jubiläum den Bürgern gezeigt werden konnte.

46 Jahre nicht zu sehen: Die Bürger konnten die alte Steinplatte betrachten, die eine offenbar schwangere Frau darstellt und die Jahreszahl 1577 trägt. - © Robert Kauffeld
46 Jahre nicht zu sehen: Die Bürger konnten die alte Steinplatte betrachten, die eine offenbar schwangere Frau darstellt und die Jahreszahl 1577 trägt. (© Robert Kauffeld)

Schwungvolle Trachtentänze der Dorfjugend Cammer sorgten für Unterhaltung und fröhliche Stimmung.

Die „Jager-bloosn“ spielten fröhliche Melodien im großen Zelt am Dorfgemeinschaftshaus, das bis auf den letzten Platz besetzt war. Ortsvorsteher Dieter Rommelmann begrüßte die Gäste und berichtete in einem kurzen Vortrag über die Geschichte des Dorfes.

Wie sich das Leben auf den Bauernhöfen des Dorfes im Laufe der zurückliegenden Jahrzehnte verändert hat, das wurde von Marie-Luise Hahne eindrucksvoll dargestellt. Anekdoten und Geschichten würzten ihren Vortrag, Die Päpinghauser Bürger erlebten eine fröhliche Feier zum tausendjährigen Jubiläum ihres Dorfes.

Ein weiterer Höhepunkt folgte am nächsten Tag: Das Erntefest mit dem Umzug der geschmückten Erntewagen. Zu Rommelmanns Hof im Ortsteil Busch kamen 43 Erntewagen, um beim Erntebauern die Erntekrone abzuholen. Bei einer Rundfahrt über Hasenkamp, Gieselmanns Hof und Stockförth wurde die Erntekrone den Bürgern vorgestellt.

Bei Gieselmanns, auf der großen Freifläche, konnten dann 16 Tanz- und Trachtengruppen so richtig ihr Können zeigen. Ob Sternenpolka, Windmühlenflügel, Freischütz oder Obernkirchener, sie wurden mit viel Spaß und Freude dargeboten. Beim Goblin Dance machten auch zu Besucher mit, und es war eine fröhliche Stimmung und ein tolles Bild, als mehr als hundert Tänzer zu der flotten Musik der „Jager-bloosn“ tanzten.

Es ging zurück zum Festzelt. Nachdem kräftige Hände die Erntekrone hochgezogen hatten, konnte der „Tanz unter der Erntekrone“ beginnen. Und da war es das „Top DJ Team“, das mit flotten Rhythmen zum Tanz aufforderte.

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Kleines Dorf Päpinghausen feiert großes JubiläumRobert KauffeldMinden-Päpinghausen (rkm). Fröhliche Stimmung am Dorfgemeinschaftshaus in Päpinghausen. Viele Bürger waren gekommen, um das tausendjährige Jubiläum des früheren Dorfes zu feiern. Nach dem Empfang der Gäste gedachten alle gemeinsam zunächst der Gefallenen beider Weltkriege und legte in stillem Gedenken einen Kranz am Ehrenmal nieder. Einen Rückblick auf die Vergangenheit zeigten zahlreiche Bilder einer Ausstellung, die manche Erinnerung der älteren Bürger wach rief, die auch dokumentierte, dass im Laufe der Jahrhunderte so manches aus dem Dorfbild verschwunden ist und sich vieles verändert hat. Zur Überraschung der Bürger konnten sie nach 46 Jahren wieder eine alte Steinplatte ansehen, die eine besondere Geschichte hat. Kinder hatten sie einst beim Spielen gefunden. Sie lag über dem Backelgraben und zeigt neben einer offenbar schwangeren Frau die Jahreszahl 1577. Die Platte wurde zunächst in das zurzeit im Bau befindliche Kriegerdenkmal eingebaut, im Jahre 1972 dann dem Landesmuseum Detmold übergeben und dort eingelagert. Nach umfangreichen Verhandlungen und organisatorischen Vorbereitungen wurde jetzt die Steinplatte in einem großen Container nach Päpinghausen gebracht, damit sie zum Jubiläum den Bürgern gezeigt werden konnte. Schwungvolle Trachtentänze der Dorfjugend Cammer sorgten für Unterhaltung und fröhliche Stimmung. Die „Jager-bloosn“ spielten fröhliche Melodien im großen Zelt am Dorfgemeinschaftshaus, das bis auf den letzten Platz besetzt war. Ortsvorsteher Dieter Rommelmann begrüßte die Gäste und berichtete in einem kurzen Vortrag über die Geschichte des Dorfes. Wie sich das Leben auf den Bauernhöfen des Dorfes im Laufe der zurückliegenden Jahrzehnte verändert hat, das wurde von Marie-Luise Hahne eindrucksvoll dargestellt. Anekdoten und Geschichten würzten ihren Vortrag, Die Päpinghauser Bürger erlebten eine fröhliche Feier zum tausendjährigen Jubiläum ihres Dorfes. Ein weiterer Höhepunkt folgte am nächsten Tag: Das Erntefest mit dem Umzug der geschmückten Erntewagen. Zu Rommelmanns Hof im Ortsteil Busch kamen 43 Erntewagen, um beim Erntebauern die Erntekrone abzuholen. Bei einer Rundfahrt über Hasenkamp, Gieselmanns Hof und Stockförth wurde die Erntekrone den Bürgern vorgestellt. Bei Gieselmanns, auf der großen Freifläche, konnten dann 16 Tanz- und Trachtengruppen so richtig ihr Können zeigen. Ob Sternenpolka, Windmühlenflügel, Freischütz oder Obernkirchener, sie wurden mit viel Spaß und Freude dargeboten. Beim Goblin Dance machten auch zu Besucher mit, und es war eine fröhliche Stimmung und ein tolles Bild, als mehr als hundert Tänzer zu der flotten Musik der „Jager-bloosn“ tanzten. Es ging zurück zum Festzelt. Nachdem kräftige Hände die Erntekrone hochgezogen hatten, konnte der „Tanz unter der Erntekrone“ beginnen. Und da war es das „Top DJ Team“, das mit flotten Rhythmen zum Tanz aufforderte.