Die Mühlenkreiskliniken, hier Manfred Hildebrandt, Direktor der Zentral-Apotheke, und Dr. Peter Witte, Direktor des Instituts für Krankenhaushygiene, nutzen ab sofort flächendeckend die neueste Generation von Händedesinfektionsmitteln. - © Foto: pr
Die Mühlenkreiskliniken, hier Manfred Hildebrandt, Direktor der Zentral-Apotheke, und Dr. Peter Witte, Direktor des Instituts für Krankenhaushygiene, nutzen ab sofort flächendeckend die neueste Generation von Händedesinfektionsmitteln. (© Foto: pr)

Schutz vor Noroviren: Mühlenkreiskliniken setzen auf neue Händedesinfektionsmittel

veröffentlicht

Minden (mt/hy). Die Mühlenkreiskliniken nutzen ab sofort flächendeckend die neueste Generation von Händedesinfektionsmitteln. Dadurch sollen künftig noch wirkungsvoller Noroviren sowie Rota- und Adenoviren bekämpft werden. Diese Virengruppen sorgen insbesondere im Winter und im Frühjahr für Erkrankungswellen.

Ein wesentlicher Übertragungsweg bei diesen Virengruppen sind die Hände. Bisher gab es in Deutschland nur zwei Gruppen von Händedesinfektionsmitteln: eine für den Nutzer gut verträgliche Gruppe, die aber nicht zuverlässig vor Noro-, Rota- und Adenoviren schützt, und eine Gruppe, die gegen alle Viren schützt, aber für trockene und rissige Haut sorgte. Die neue Gruppe ist gegen die drei genannten Viren voll wirksam und das bei gleicher Verträglichkeit wie die bisherigen Standardmittel.

In den vergangenen Monaten haben das Institut für Krankenhaushygiene der Mühlenkreiskliniken und die Zentral-Apotheke des kommunalen Klinikkonzerns die neue Generation von Händedesinfektionsmitteln in umfangreichen Anwendungsbeobachtungen auf einzelnen Stationen und Bereichen getestet. „Uns ist es wichtig, dass die Nutzer das neue Händedesinfektionsmittel positiv bewerten und die Umstellung mittragen. Denn was nützt das wirksamste Händedesinfektionsmittel, wenn es von den Mitarbeitern aufgrund der Nebenwirkungen gemieden wird“, sagt Dr. Peter Witte, Direktor des Instituts für Krankenhaushygiene. Das Ergebnis der Anwendungsbeobachtung war überwältigend: „In unserer Untersuchung ergab sich große Zustimmung zu dem neuen Mittel. In einigen Bereichen attestierten unsere Mitarbeiter sogar eine bessere Verträglichkeit als bei den herkömmlichen Händedesinfektionsmitteln, die nicht gegen die Noro-, Rota- und Adenoviren schützen“, sagt Manfred Hildebrandt, Direktor der Zentral-Apotheke.

Ziel der Umstellung ist die Reduzierung der Erkrankungen an Noro-, Rota- und Adenoviren, insbesondere in der im Herbst beginnenden Norovirus-Saison. „Auch mit den neuen Händedesinfektionsmitteln werden wir nicht alle Übertragungen und Ausbrüche verhindern können. Unser Ziel ist aber, die Zahlen zu reduzieren und daher freut es mich besonders, dass alle diesen Weg unterstützen und gemeinsam gehen“, sagt Witte.

Viren-Infektion

Noro-, Rota- und Adenoviren gelten als hochansteckende Viren. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts entfallen 80 Prozent aller Virenausbrüche auf diese drei Virenstämme. Der Erkrankte leidet meist an Magen- und Darmbeschwerden. Die Ausbrüche sind zumeist kurz, aber heftig und unangenehm.

Für gesunde Menschen ist eine Infektion meist ungefährlich. Insbesondere für geschwächte Menschen wie Neugeborene oder ältere Menschen kann eine Erkrankung lebensbedrohlich werden. Die Weitergabe der Viren erfolgt zumeist über die Hände. Daher gilt Handhygiene als bester Schutz.

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Schutz vor Noroviren: Mühlenkreiskliniken setzen auf neue HändedesinfektionsmittelMinden (mt/hy). Die Mühlenkreiskliniken nutzen ab sofort flächendeckend die neueste Generation von Händedesinfektionsmitteln. Dadurch sollen künftig noch wirkungsvoller Noroviren sowie Rota- und Adenoviren bekämpft werden. Diese Virengruppen sorgen insbesondere im Winter und im Frühjahr für Erkrankungswellen. Ein wesentlicher Übertragungsweg bei diesen Virengruppen sind die Hände. Bisher gab es in Deutschland nur zwei Gruppen von Händedesinfektionsmitteln: eine für den Nutzer gut verträgliche Gruppe, die aber nicht zuverlässig vor Noro-, Rota- und Adenoviren schützt, und eine Gruppe, die gegen alle Viren schützt, aber für trockene und rissige Haut sorgte. Die neue Gruppe ist gegen die drei genannten Viren voll wirksam und das bei gleicher Verträglichkeit wie die bisherigen Standardmittel. In den vergangenen Monaten haben das Institut für Krankenhaushygiene der Mühlenkreiskliniken und die Zentral-Apotheke des kommunalen Klinikkonzerns die neue Generation von Händedesinfektionsmitteln in umfangreichen Anwendungsbeobachtungen auf einzelnen Stationen und Bereichen getestet. „Uns ist es wichtig, dass die Nutzer das neue Händedesinfektionsmittel positiv bewerten und die Umstellung mittragen. Denn was nützt das wirksamste Händedesinfektionsmittel, wenn es von den Mitarbeitern aufgrund der Nebenwirkungen gemieden wird“, sagt Dr. Peter Witte, Direktor des Instituts für Krankenhaushygiene. Das Ergebnis der Anwendungsbeobachtung war überwältigend: „In unserer Untersuchung ergab sich große Zustimmung zu dem neuen Mittel. In einigen Bereichen attestierten unsere Mitarbeiter sogar eine bessere Verträglichkeit als bei den herkömmlichen Händedesinfektionsmitteln, die nicht gegen die Noro-, Rota- und Adenoviren schützen“, sagt Manfred Hildebrandt, Direktor der Zentral-Apotheke. Ziel der Umstellung ist die Reduzierung der Erkrankungen an Noro-, Rota- und Adenoviren, insbesondere in der im Herbst beginnenden Norovirus-Saison. „Auch mit den neuen Händedesinfektionsmitteln werden wir nicht alle Übertragungen und Ausbrüche verhindern können. Unser Ziel ist aber, die Zahlen zu reduzieren und daher freut es mich besonders, dass alle diesen Weg unterstützen und gemeinsam gehen“, sagt Witte. Viren-Infektion Noro-, Rota- und Adenoviren gelten als hochansteckende Viren. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts entfallen 80 Prozent aller Virenausbrüche auf diese drei Virenstämme. Der Erkrankte leidet meist an Magen- und Darmbeschwerden. Die Ausbrüche sind zumeist kurz, aber heftig und unangenehm. Für gesunde Menschen ist eine Infektion meist ungefährlich. Insbesondere für geschwächte Menschen wie Neugeborene oder ältere Menschen kann eine Erkrankung lebensbedrohlich werden. Die Weitergabe der Viren erfolgt zumeist über die Hände. Daher gilt Handhygiene als bester Schutz.