Keine Blaualgen in den Badeseen der Region

Hans-Georg Gottfried Dittmann

Bisher sind keine Blaualgen in den Badeseen der Region gefunden worden. - © Friso Gentsch/dpa
Bisher sind keine Blaualgen in den Badeseen der Region gefunden worden. (© Friso Gentsch/dpa)

Minden (mt). Die hohe Konzentration von Blaualgen, die am Dienstag im Mittellandkanal zwischen Rusbend und Hespe festgestellt wurde, kann für den Mindener Teilabschnitt nicht bestätigt werden. Allerdings überwacht die Bezirksregierung Detmold das Wasser auch nicht dahingehend. „Wir machen im Kanal kein Blaualgenmonitoring“, sagt Tobias Gaul, Leiter der Geschäftsstelle Weser der Bezirksregierung.

Der Fischereiverein Schaumburg-Lippe hatte die Bakterien am Dienstag in Bückeburg nachgewiesen und Alarm geschlagen. Für Gaul ist das aber kein Risiko. „Der Kanal ist ein künstliches Gewässer mit wenig Vegetation und wird daher nicht beobachtet“, sagt der Wasserdezernent. Außerdem habe Ostwestfalen-Lippe etwa 10.000 Kilometer Fließgewässer, also Flüsse und Bäche. Diese Strecke könne nicht stetig überwacht werden, sagt Gaul.

Anders ist das bei ausgewiesenen Badeseen. Die zuständigen Kommunen überprüfen die Wasserqualität einmal pro Woche, bei sogenanntem Gefährdungswetter noch öfter. Das gilt, wenn hohe Temperaturen, starke Sonneneinstrahlung und ein hoher Phosphorgehalt im Wasser zusammenkommen, also genau das Wetter der letzten Wochen. „Blaualgen gehören zu den Bakterien, die Photosynthese betreiben und sich dadurch vermehren“, sagt Gaul.

Wer in befallenem Wasser schwimmt oder damit in Berührung kommt, muss mit Hautreizungen, Erbrechen, Übelkeit und Ohrenschmerzen rechnen. Mehr Probleme treten auf, wenn Wasser mit Blaualgen geschluckt werde, sagt Gaul. „Besonders für kleine Kinder ist es gefährlich, da einige Algenarten lebergiftige Stoffe produzieren.“

Auf der Internetseite www.badegewaesser.nrw.de können die neusten Messwerte eingesehen werden. Aktuell wird allen Badeseen im Mühlenkreis die höchste Wasserqualität bescheinigt.

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Keine Blaualgen in den Badeseen der RegionHans-Georg Gottfried DittmannMinden (mt). Die hohe Konzentration von Blaualgen, die am Dienstag im Mittellandkanal zwischen Rusbend und Hespe festgestellt wurde, kann für den Mindener Teilabschnitt nicht bestätigt werden. Allerdings überwacht die Bezirksregierung Detmold das Wasser auch nicht dahingehend. „Wir machen im Kanal kein Blaualgenmonitoring“, sagt Tobias Gaul, Leiter der Geschäftsstelle Weser der Bezirksregierung. Der Fischereiverein Schaumburg-Lippe hatte die Bakterien am Dienstag in Bückeburg nachgewiesen und Alarm geschlagen. Für Gaul ist das aber kein Risiko. „Der Kanal ist ein künstliches Gewässer mit wenig Vegetation und wird daher nicht beobachtet“, sagt der Wasserdezernent. Außerdem habe Ostwestfalen-Lippe etwa 10.000 Kilometer Fließgewässer, also Flüsse und Bäche. Diese Strecke könne nicht stetig überwacht werden, sagt Gaul. Anders ist das bei ausgewiesenen Badeseen. Die zuständigen Kommunen überprüfen die Wasserqualität einmal pro Woche, bei sogenanntem Gefährdungswetter noch öfter. Das gilt, wenn hohe Temperaturen, starke Sonneneinstrahlung und ein hoher Phosphorgehalt im Wasser zusammenkommen, also genau das Wetter der letzten Wochen. „Blaualgen gehören zu den Bakterien, die Photosynthese betreiben und sich dadurch vermehren“, sagt Gaul. Wer in befallenem Wasser schwimmt oder damit in Berührung kommt, muss mit Hautreizungen, Erbrechen, Übelkeit und Ohrenschmerzen rechnen. Mehr Probleme treten auf, wenn Wasser mit Blaualgen geschluckt werde, sagt Gaul. „Besonders für kleine Kinder ist es gefährlich, da einige Algenarten lebergiftige Stoffe produzieren.“ Auf der Internetseite www.badegewaesser.nrw.de können die neusten Messwerte eingesehen werden. Aktuell wird allen Badeseen im Mühlenkreis die höchste Wasserqualität bescheinigt.