An vielen Ampeln in Minden soll die Grünphase für Radfahrer verlängert werden. Foto: dpa (Archiv) - © dpa
An vielen Ampeln in Minden soll die Grünphase für Radfahrer verlängert werden. Foto: dpa (Archiv) (© dpa)

Länger Grün für Radfahrer: Stadt setzt Bausteine aus dem Verkehrskonzept um

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Die Arbeiten am Radweg an der Hafenstraße sind noch nicht komplett abgeschlossen. - © Foto: Stadt Minden
Die Arbeiten am Radweg an der Hafenstraße sind noch nicht komplett abgeschlossen. (© Foto: Stadt Minden)

Minden (mt/rad). In den vergangenen Wochen und Monaten sind unterschiedliche Bausteine aus dem sogenannten Barriereatlas und dem Verkehrskonzept der Stadt Minden umgesetzt worden. Diese kommen in Kürze den Fußgängern und Radfahrern zugute, teilt die Stadt Minden mit.

Ein größeres Projekt ist die Optimierung des Fuß- und Radverkehrs an 39 Ampelanlagen in Kreuzungsbereichen. Hier werden unter anderem Radfahrerfurten verlegt, eigene Signale für den Radverkehr eingesetzt oder die Grünzeiten verlängert. Dadurch soll die Verkehrsführung der Fußgänger und Radfahrer sicherer und komfortabler werden.

Weil diese Bausteine der Verbesserung der Nahmobilität dienen, hat die Stadt Minden beim Land NRW einen Zuschussantrag gestellt und eine Förderung von über 70 Prozent der Gesamtkosten bekommen. Die Optimierung der Signalanlagen erfolgt über einen Zeitraum von drei Jahren – 2016/2017/2018. Momentan werden die Anlagen entlang des Bayernrings und des Schwabenrings verbessert.

Außerdem wird der unbefestigte „Trampelpfad“ zwischen der Straße In den Bärenkämpen und der Grünanlage Tillystraße zu einer Fuß- und Radwegverbindung ausgebaut. An der Wagnerstraße sind die Pfosten nun so gestaltet, dass sie besser sichtbar sind – sie sind zum einen hochaufgestellt und zum anderen mit einer Markierung auf dem Boden versehen. „Auf die Pfosten kann nicht verzichtet werden, da die Erfahrung zeigt, dass Autos sich nicht an das Durchfahrtsverbot halten“, teilt die Verkehrsbehörde der Stadt Minden mit. Ebenfalls in Arbeit ist der Geh- und Radweg auf der Weserbrücke in südlicher Richtung. Er werde gerade baulich und auch optisch aufgearbeitet. Am Ende gibt es eine Rotmarkierung für den Radweg und eine taktile Leitlinie im Verlauf des Gehweges für sehbehinderte Menschen. Außerdem haben die Städtischen Betriebe Minden an der Bushaltestelle Wickenbreede in Haddenhausen (Lübbecker Straße, B65) Fahrradständer aufgestellt.

Auch wenn die Arbeiten an der Hafenstraße noch nicht fertig sind, für den Fuß- und Radverkehr gebe es schon jetzt Verbesserungen. Der Übergang vom Radfahrstreifen auf dem Radweg ist baulich angepasst worden, so dass er jetzt besser befahrbar ist. Und auch in der Linienführung wurde nachgebessert, denn der Radweg verläuft nun auf ganzer Länge geradlinig. Die Verschwenkungen sind dadurch verschwunden. Engstellen im Gehweg sind durch den Rückbau der Bushaltebucht aufgehoben, da jetzt in dem Bereich mehr Platz ist. Neu ist, dass der Bus in Zukunft direkt auf der Fahrbahn hält. Die Bordsteine sind auch angehoben worden, damit die Fahrgäste problemlos ein- und aussteigen können.

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Länger Grün für Radfahrer: Stadt setzt Bausteine aus dem Verkehrskonzept umMinden (mt/rad). In den vergangenen Wochen und Monaten sind unterschiedliche Bausteine aus dem sogenannten Barriereatlas und dem Verkehrskonzept der Stadt Minden umgesetzt worden. Diese kommen in Kürze den Fußgängern und Radfahrern zugute, teilt die Stadt Minden mit. Ein größeres Projekt ist die Optimierung des Fuß- und Radverkehrs an 39 Ampelanlagen in Kreuzungsbereichen. Hier werden unter anderem Radfahrerfurten verlegt, eigene Signale für den Radverkehr eingesetzt oder die Grünzeiten verlängert. Dadurch soll die Verkehrsführung der Fußgänger und Radfahrer sicherer und komfortabler werden. Weil diese Bausteine der Verbesserung der Nahmobilität dienen, hat die Stadt Minden beim Land NRW einen Zuschussantrag gestellt und eine Förderung von über 70 Prozent der Gesamtkosten bekommen. Die Optimierung der Signalanlagen erfolgt über einen Zeitraum von drei Jahren – 2016/2017/2018. Momentan werden die Anlagen entlang des Bayernrings und des Schwabenrings verbessert. Außerdem wird der unbefestigte „Trampelpfad“ zwischen der Straße In den Bärenkämpen und der Grünanlage Tillystraße zu einer Fuß- und Radwegverbindung ausgebaut. An der Wagnerstraße sind die Pfosten nun so gestaltet, dass sie besser sichtbar sind – sie sind zum einen hochaufgestellt und zum anderen mit einer Markierung auf dem Boden versehen. „Auf die Pfosten kann nicht verzichtet werden, da die Erfahrung zeigt, dass Autos sich nicht an das Durchfahrtsverbot halten“, teilt die Verkehrsbehörde der Stadt Minden mit. Ebenfalls in Arbeit ist der Geh- und Radweg auf der Weserbrücke in südlicher Richtung. Er werde gerade baulich und auch optisch aufgearbeitet. Am Ende gibt es eine Rotmarkierung für den Radweg und eine taktile Leitlinie im Verlauf des Gehweges für sehbehinderte Menschen. Außerdem haben die Städtischen Betriebe Minden an der Bushaltestelle Wickenbreede in Haddenhausen (Lübbecker Straße, B65) Fahrradständer aufgestellt. Auch wenn die Arbeiten an der Hafenstraße noch nicht fertig sind, für den Fuß- und Radverkehr gebe es schon jetzt Verbesserungen. Der Übergang vom Radfahrstreifen auf dem Radweg ist baulich angepasst worden, so dass er jetzt besser befahrbar ist. Und auch in der Linienführung wurde nachgebessert, denn der Radweg verläuft nun auf ganzer Länge geradlinig. Die Verschwenkungen sind dadurch verschwunden. Engstellen im Gehweg sind durch den Rückbau der Bushaltebucht aufgehoben, da jetzt in dem Bereich mehr Platz ist. Neu ist, dass der Bus in Zukunft direkt auf der Fahrbahn hält. Die Bordsteine sind auch angehoben worden, damit die Fahrgäste problemlos ein- und aussteigen können.