Mindener Gruppe für Gemeinwohlökonomie hat große Pläne

Henning Wandel

Minden (mt). Aus einer Woche ist fast ein ganzer Herbst geworden: Die Mindener Gemeinwohlökonomie-Gruppe hat sich vor allem für den Oktober viel vorgenommen, um das Thema Nachhaltigkeit ins öffentliche Bewusstsein zu bringen. Höhepunkte sind „Wandeltage“ vom 30. September bis zum 3. Oktober, ein Bürgerkonvent am 6./7. Oktober und der ökumenische Friedensratschlag am 9./10. November.

Einen ersten Auftakt hat es bereits mit verschiedenen Aktionen in der Obermarktstraße gegeben. So haben sich zum Beispiel Anfang Mai Masterstudenten des Campus' Minden mit einer Gemeinwohlbilanz im Quartier beschäftigt, vor kurzem tauschten Vertreter der Mindener Gemeinwohl-Gruppe um Katharina Walckhoff Blumensamen gegen Einwegbecher. Beim Familienfest am Pfingstmontag auf Kanzlers Weide will sich die Mindener Gruppe jetzt erstmals einem größeren Publikum vorstellen.

„Wir haben uns ein anspruchsvolles Programm vorgenommen“, sagt Walckhoff im Ausblick auf das Jahr, in dem sich viele Meilensteine jähren: Seit 70 Jahren gibt es die allgemeine Erklärung der Menschenrechte, vor 50 Jahren wurde der Club of Rome gegründet. Der Bürgerkonvent soll für Minden jeweils 20 Indikatoren für ethisches Wirtschaften und Handeln sowie für einen kommunalen Glücksindex herausarbeiten, die als Adventskalender in der Fußgängerzone eine große Bühne bekommen sollen.

Der ökumenische Friedensratschlag wird sich mit dem Schwerpunktthema Wasser beschäftigen, das sich auch in der kirchlichen Jahreslosung wiederfindet: „Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst“, heißt es in der Johannes-Offenbarung. Dazu hat Katharina Walckhoff zwei hochkarätige Gäste: Neben dem ehemaligen Vorsitzenden der evangelischen Kirche in Deutschland, Manfred Kock, wird auch Maja Göpel dabei sein. Sie ist die Generalsekretärin des wissenschaftlichen Beirates der Bundesregierung für globale Umweltveränderungen.

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Mindener Gruppe für Gemeinwohlökonomie hat große PläneHenning WandelMinden (mt). Aus einer Woche ist fast ein ganzer Herbst geworden: Die Mindener Gemeinwohlökonomie-Gruppe hat sich vor allem für den Oktober viel vorgenommen, um das Thema Nachhaltigkeit ins öffentliche Bewusstsein zu bringen. Höhepunkte sind „Wandeltage“ vom 30. September bis zum 3. Oktober, ein Bürgerkonvent am 6./7. Oktober und der ökumenische Friedensratschlag am 9./10. November. Einen ersten Auftakt hat es bereits mit verschiedenen Aktionen in der Obermarktstraße gegeben. So haben sich zum Beispiel Anfang Mai Masterstudenten des Campus' Minden mit einer Gemeinwohlbilanz im Quartier beschäftigt, vor kurzem tauschten Vertreter der Mindener Gemeinwohl-Gruppe um Katharina Walckhoff Blumensamen gegen Einwegbecher. Beim Familienfest am Pfingstmontag auf Kanzlers Weide will sich die Mindener Gruppe jetzt erstmals einem größeren Publikum vorstellen. „Wir haben uns ein anspruchsvolles Programm vorgenommen“, sagt Walckhoff im Ausblick auf das Jahr, in dem sich viele Meilensteine jähren: Seit 70 Jahren gibt es die allgemeine Erklärung der Menschenrechte, vor 50 Jahren wurde der Club of Rome gegründet. Der Bürgerkonvent soll für Minden jeweils 20 Indikatoren für ethisches Wirtschaften und Handeln sowie für einen kommunalen Glücksindex herausarbeiten, die als Adventskalender in der Fußgängerzone eine große Bühne bekommen sollen. Der ökumenische Friedensratschlag wird sich mit dem Schwerpunktthema Wasser beschäftigen, das sich auch in der kirchlichen Jahreslosung wiederfindet: „Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst“, heißt es in der Johannes-Offenbarung. Dazu hat Katharina Walckhoff zwei hochkarätige Gäste: Neben dem ehemaligen Vorsitzenden der evangelischen Kirche in Deutschland, Manfred Kock, wird auch Maja Göpel dabei sein. Sie ist die Generalsekretärin des wissenschaftlichen Beirates der Bundesregierung für globale Umweltveränderungen. www.gwoe-owl.org