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Gesamtbild der JHV mit Musikzug (© Jens Viermann/FFW Minden/pr)

Feuerwehr Minden kritisiert Planungsunsicherheit

veröffentlicht

Minden (mt/nec). Die neue Kreisleitstelle war noch einmal Thema auf der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Minden. Heino Nordmeyer berichtete, dass es gelungen sei, den Übergang des Betriebs zum 1. Januar 2018 in die alleinige Verantwortung des Kreises Minden Lübbecke zu überführen. Die räumliche Trennung könne allerdings erst vollzogen werden, wenn das geplante Feuerwehrzentrum des Kreises in Hille fertig gestellt sei.

Noch nicht konkretisierte Planungen und widersprüchliche Aussagen über das Konzept des Feuerwehrzentrums und der damit verbundenen Frage der Standorte von Einsatzfahrzeugen und gemeinsamen Gefahrenabwehrkonzepten, die zur Zeit von Einsatzkräften der Feuerwehr Minden besetzt würden, führten allerdings immer häufiger zu nicht unerheblichen Irritationen, insbesondere bei den ehrenamtlichen Kräften. Derzeit stellt die Feuerwehr Minden mit insgesamt 116 Einsatzkräften die Einsatzbereitschaft der Gefahrenabwehrkonzepte des Kreises sicher.

Feuerwehr Minden kritisiert Planungsunsicherheit

Dazu gehören unter anderem der Gefahrgutzug, ein Teil der Einsatzbereitschaft für den Massenanfall von Verletzten und eine Sondereinheit für die Dekontamination von Verletzten. Auch für die Kreisausbildungsgänge werden Ausbilder gestellt. Da es sich bei all diesen Einheiten um Spezialeinheiten handelt, ist auch eine entsprechende Qualifizierung des Personals notwendig.

Um Planungssicherheit zu bekommen und so der Unsicherheit innerhalb der Mannschaft entgegen zu wirken, fordert Heino Nordmeyer vom Kreisbrandmeister ein Konzept bezüglich der Zukunft dieser Einheiten und insbesondere die Beantwortung der Frage, inwieweit aus seiner Sicht die Einbindung der Feuerwehr Minden vorgesehen ist.

Zu insgesamt 16 081 Einsätzen wurde die Feuerwehr Minden im Jahr 2017 alarmiert. Die Zahl der Einsätze teilt sich in 15 260 Einsätze für den Rettungsdienst, 135 Brände, 259 technische Hilfeleistungen, 210 Einsätze durch Brandmeldeanlagen (in guter oder in böswilliger Absicht), sowie 217 Brandsicherheitswachen auf. Im Vergleich zu 2016 ist ein Rückgang von 576 Einsätzen zu verzeichnen. Geleistet wurden diese Einsätze von 119 Hauptamtlichen und 375 ehrenamtlichen Kräften. Die Jugendfeuerwehr zählt 128 Jungen und Mädchen und die neu gegründete Kinderfeuerwehr konnte innerhalb kürzester Zeit auf 40 Kinder heranwachsen. 68 Musiker engagieren sich in den Musikzügen der Freiwilligen Feuerwehr Minden und dem Musikzug der Löschgruppe Todtenhausen und 194 Mitglieder sind noch in der Ehrenabteilung tätig.

In seinem Jahresbericht blickte Heino Nordmeyer nochmals auf den Einsatz im Hahler Yachthafen, bei dem eine vor Anker liegende Yacht explodierte. Insbesondere wandte er sich an die insgesamt 18 verletzten Einsatzkräfte, von denen einige sowohl ehrenamtliche als auch hauptamtliche Einsatzkräfte noch heute unter den Folgen zu leiden haben.

Außerdem ging der Feuerwehrchef auf die Änderung der Führungsstruktur innerhalb der Bereichsleitung der Feuerwehr Minden ein, berichtete zum Sachsachstand Neubau der Feuerwehrhäuser, zur Einführung neuer Einsatzkleidung, zur Umsetzung des Brandschutzbedarfsplanes, zur Gründung der Jugendfeuerwehr und zur Einführung der Zahlung einer Aufwandsentschädigung für Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr, die im letzten Jahres durch den Rat beschlossen wurde.

Ingo Steinhauer als Sprecher der Freiwilligen Feuerwehr Minden berichtete ausführlich über die neu gegründete Kinderfeuerwehr. Das diese innerhalb von sechs Monaten auf 40 Mitglieder angestiegen ist, hat es leider zur Folge, dass bereits eine Warteliste für Aufnahmen erstellt werden musste. Über einen weiteren Ausbau des Angebots der Kinderfeuerwehr wird derzeit nachgedacht, so Steinhauer.

Die neu geschaffene Unterstützungseinheit, welche durch das BHKG (Brandschutz,- Hilfeleistungs,- und Katastrophenschutzgesetz) geregelt ist, befindet sich im Moment noch in der Gründungsphase.

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Feuerwehr Minden kritisiert PlanungsunsicherheitMinden (mt/nec). Die neue Kreisleitstelle war noch einmal Thema auf der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Minden. Heino Nordmeyer berichtete, dass es gelungen sei, den Übergang des Betriebs zum 1. Januar 2018 in die alleinige Verantwortung des Kreises Minden Lübbecke zu überführen. Die räumliche Trennung könne allerdings erst vollzogen werden, wenn das geplante Feuerwehrzentrum des Kreises in Hille fertig gestellt sei. Noch nicht konkretisierte Planungen und widersprüchliche Aussagen über das Konzept des Feuerwehrzentrums und der damit verbundenen Frage der Standorte von Einsatzfahrzeugen und gemeinsamen Gefahrenabwehrkonzepten, die zur Zeit von Einsatzkräften der Feuerwehr Minden besetzt würden, führten allerdings immer häufiger zu nicht unerheblichen Irritationen, insbesondere bei den ehrenamtlichen Kräften. Derzeit stellt die Feuerwehr Minden mit insgesamt 116 Einsatzkräften die Einsatzbereitschaft der Gefahrenabwehrkonzepte des Kreises sicher. Dazu gehören unter anderem der Gefahrgutzug, ein Teil der Einsatzbereitschaft für den Massenanfall von Verletzten und eine Sondereinheit für die Dekontamination von Verletzten. Auch für die Kreisausbildungsgänge werden Ausbilder gestellt. Da es sich bei all diesen Einheiten um Spezialeinheiten handelt, ist auch eine entsprechende Qualifizierung des Personals notwendig. Um Planungssicherheit zu bekommen und so der Unsicherheit innerhalb der Mannschaft entgegen zu wirken, fordert Heino Nordmeyer vom Kreisbrandmeister ein Konzept bezüglich der Zukunft dieser Einheiten und insbesondere die Beantwortung der Frage, inwieweit aus seiner Sicht die Einbindung der Feuerwehr Minden vorgesehen ist. Zu insgesamt 16 081 Einsätzen wurde die Feuerwehr Minden im Jahr 2017 alarmiert. Die Zahl der Einsätze teilt sich in 15 260 Einsätze für den Rettungsdienst, 135 Brände, 259 technische Hilfeleistungen, 210 Einsätze durch Brandmeldeanlagen (in guter oder in böswilliger Absicht), sowie 217 Brandsicherheitswachen auf. Im Vergleich zu 2016 ist ein Rückgang von 576 Einsätzen zu verzeichnen. Geleistet wurden diese Einsätze von 119 Hauptamtlichen und 375 ehrenamtlichen Kräften. Die Jugendfeuerwehr zählt 128 Jungen und Mädchen und die neu gegründete Kinderfeuerwehr konnte innerhalb kürzester Zeit auf 40 Kinder heranwachsen. 68 Musiker engagieren sich in den Musikzügen der Freiwilligen Feuerwehr Minden und dem Musikzug der Löschgruppe Todtenhausen und 194 Mitglieder sind noch in der Ehrenabteilung tätig. In seinem Jahresbericht blickte Heino Nordmeyer nochmals auf den Einsatz im Hahler Yachthafen, bei dem eine vor Anker liegende Yacht explodierte. Insbesondere wandte er sich an die insgesamt 18 verletzten Einsatzkräfte, von denen einige sowohl ehrenamtliche als auch hauptamtliche Einsatzkräfte noch heute unter den Folgen zu leiden haben. Außerdem ging der Feuerwehrchef auf die Änderung der Führungsstruktur innerhalb der Bereichsleitung der Feuerwehr Minden ein, berichtete zum Sachsachstand Neubau der Feuerwehrhäuser, zur Einführung neuer Einsatzkleidung, zur Umsetzung des Brandschutzbedarfsplanes, zur Gründung der Jugendfeuerwehr und zur Einführung der Zahlung einer Aufwandsentschädigung für Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr, die im letzten Jahres durch den Rat beschlossen wurde. Ingo Steinhauer als Sprecher der Freiwilligen Feuerwehr Minden berichtete ausführlich über die neu gegründete Kinderfeuerwehr. Das diese innerhalb von sechs Monaten auf 40 Mitglieder angestiegen ist, hat es leider zur Folge, dass bereits eine Warteliste für Aufnahmen erstellt werden musste. Über einen weiteren Ausbau des Angebots der Kinderfeuerwehr wird derzeit nachgedacht, so Steinhauer. Die neu geschaffene Unterstützungseinheit, welche durch das BHKG (Brandschutz,- Hilfeleistungs,- und Katastrophenschutzgesetz) geregelt ist, befindet sich im Moment noch in der Gründungsphase.