Mindener Schwarzfahrer-Pärchen erwischt: 30-Jähriger verletzt Polizisten

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Die Zugbegleiterin hatte das Pärchen im RE 6 kurz vor Halt in Herford ohne Fahrkarte angetroffen - © Frank-Michael Kiel-Steinkamp (Symbolfoto)
Die Zugbegleiterin hatte das Pärchen im RE 6 kurz vor Halt in Herford ohne Fahrkarte angetroffen (© Frank-Michael Kiel-Steinkamp (Symbolfoto))

Bielefeld/Herford. Es fing mit einer einfachen Fahrkartenkontrolle an und endete mit einer handfesten Rangelei mit Polizisten: Am frühen Donnerstagmorgen ist ein Polizist bei der Kontrolle eines Schwarzfahrer-Pärchens aus Minden im Regionalexpress 6 verletzt worden. Durch den Einsatz im Zug und am Herforder Bahnhof kam es bei der Bahn während des Berufsverkehrs zu erheblichen Verspätungen.

Gegen 6.50 Uhr wurden eine 29-jährige Frau und 30-jähriger Mann aus Minden bei der Kontrolle durch die Zugbegleiterin im RE 6 von Löhne nach Bielefeld kurz vor Halt im Bahnhof Herford ohne Fahrkarte angetroffen.

Schwarzfahrer wollen sich nicht ausweisen

Da sie sich gegenüber der 55-jährigen Zugbegleiterin nicht ausweisen wollten, bat diese einen Beamten der Bundespolizei, der ohnehin im Zug war, um Unterstützung.
Als er die beiden Schwarzfahrer ansprach, weigerten sie sich ebenfalls, sich auszuweisen.

Dann überschlugen sich die Ereignisse: Als der Zug in den Herforder Bahnhof einfuhr, packte der 30-Jährige den Polizisten an der Jacke und stieß ihn weg, sodass beide die Treppe des Doppelstockwagens hinunterfielen. Im Bahnhof angekommen versuchte der Mann zu flüchten. Das konnte der 50-jährige Polizist, der bei dem Sturz am Rücken verletzt worden war, allerdings verhindern.

Trotzdem gab der Mindener nicht auf: Bis zum Eintreffen der vom Polizisten hinzugerufenen Verstärkung der Kreispolizeibehörde Herford sowie der Bundespolizei Bielefeld wehrte sich der Mann nach Kräften, während seine Begleiterin teilnahmslos daneben stand.

Er wehrt sich nach Kräften, sie steht teilnahmslos daneben

Der 30-jährige Tatverdächtige sowie seine 29-jährige Begleiterin wurden mit auf die Wache der Bundespolizei Bielefeld genommen. Gegen sie wird unter anderem wegen Erschleichen von Leistungen, Widerstand gegen die Staatsgewalt und Körperverletzung ermittelt.

Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurden beide wieder auf freien Fuß gesetzt. Der verletzte Bundespolizist musste sich in ärztliche Behandlung begeben. Der Zwischenfall im Zug und am Gleis hatte unmittelbare Auswirkungen auf den morgendlichen Zugverkehr: Vier Züge hatten durch den Einsatz eine Verspätung von 34 Minuten.

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Mindener Schwarzfahrer-Pärchen erwischt: 30-Jähriger verletzt PolizistenBielefeld/Herford. Es fing mit einer einfachen Fahrkartenkontrolle an und endete mit einer handfesten Rangelei mit Polizisten: Am frühen Donnerstagmorgen ist ein Polizist bei der Kontrolle eines Schwarzfahrer-Pärchens aus Minden im Regionalexpress 6 verletzt worden. Durch den Einsatz im Zug und am Herforder Bahnhof kam es bei der Bahn während des Berufsverkehrs zu erheblichen Verspätungen. Gegen 6.50 Uhr wurden eine 29-jährige Frau und 30-jähriger Mann aus Minden bei der Kontrolle durch die Zugbegleiterin im RE 6 von Löhne nach Bielefeld kurz vor Halt im Bahnhof Herford ohne Fahrkarte angetroffen. Schwarzfahrer wollen sich nicht ausweisen Da sie sich gegenüber der 55-jährigen Zugbegleiterin nicht ausweisen wollten, bat diese einen Beamten der Bundespolizei, der ohnehin im Zug war, um Unterstützung.Als er die beiden Schwarzfahrer ansprach, weigerten sie sich ebenfalls, sich auszuweisen. Dann überschlugen sich die Ereignisse: Als der Zug in den Herforder Bahnhof einfuhr, packte der 30-Jährige den Polizisten an der Jacke und stieß ihn weg, sodass beide die Treppe des Doppelstockwagens hinunterfielen. Im Bahnhof angekommen versuchte der Mann zu flüchten. Das konnte der 50-jährige Polizist, der bei dem Sturz am Rücken verletzt worden war, allerdings verhindern. Trotzdem gab der Mindener nicht auf: Bis zum Eintreffen der vom Polizisten hinzugerufenen Verstärkung der Kreispolizeibehörde Herford sowie der Bundespolizei Bielefeld wehrte sich der Mann nach Kräften, während seine Begleiterin teilnahmslos daneben stand. Er wehrt sich nach Kräften, sie steht teilnahmslos daneben Der 30-jährige Tatverdächtige sowie seine 29-jährige Begleiterin wurden mit auf die Wache der Bundespolizei Bielefeld genommen. Gegen sie wird unter anderem wegen Erschleichen von Leistungen, Widerstand gegen die Staatsgewalt und Körperverletzung ermittelt. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurden beide wieder auf freien Fuß gesetzt. Der verletzte Bundespolizist musste sich in ärztliche Behandlung begeben. Der Zwischenfall im Zug und am Gleis hatte unmittelbare Auswirkungen auf den morgendlichen Zugverkehr: Vier Züge hatten durch den Einsatz eine Verspätung von 34 Minuten.