Vor dem Verzehr: Die durchgebackenen Kuchen können gegen Spende probiert werden. MT-Fotos: Hans-Georg Gottfried Dittmann - © hgd
Vor dem Verzehr: Die durchgebackenen Kuchen können gegen Spende probiert werden. MT-Fotos: Hans-Georg Gottfried Dittmann (© hgd)

Mit Cake my Day zum Zuckerbiest

Jan Henning Rogge

Irina Althoff-Schmidtgall hat zwei Mal den Wettbewerb gewonnen. 2018 ist sie nicht dabei.
Irina Althoff-Schmidtgall hat zwei Mal den Wettbewerb gewonnen. 2018 ist sie nicht dabei.

Minden(mt). Tagsüber Erzieherin und Mutter, abends das Zuckerbiest – so zumindest lautet der selbstgewählte Künstlername, den sich Irina Althoff-Schmidtgall gegeben hat. Nach zwei Siegen beim MT-BackwettbewerbCake my Day“ in der Kategorie Festliche Torten hat sich die Hobby-Dekorateurin entschlossen, ihr Wissen unter diesem Namen weiterzugeben und auch Auftragsarbeiten auszuführen. „Noch mache ich das eher im Bekanntenkreis“, sagt die 42-Jährige. Doch gemeinsam mit den Foodbloggerinnen Susi Carreira und Katja Stieber – besser bekannt als „Die Küchen-Miezen“ – plant sie nun die ersten Kurse. Bei ihnen hat sie auch einen Raum gemietet.

„Ich glaube, ohne den Wettbewerb hätte ich mich nicht getraut“, erzählt sie. Schon lange war die Dekoration von Torten ihr Hobby. Bei der Suche im Internet nach einem Tortenrezept war sie dann vor zwei Jahren über einen Artikel zum ersten Backwettbewerb in Minden gestolpert. „Ich fand das so süß gemacht und schön, dass das für einen Guten Zweck war. Da habe ich mich spontan angemeldet – auf den letzten Drücker.“ Große Chancen hatte sie sich nicht ausgerechnet. Um so größer war dann die Überraschung, als sie den Wettbewerb mit einer frühlingshaften Deko-Torte gegen starke Konkurrenz gewann. Mit dem Sieg in der gleichen Kategorie bei der zweiten Auflage wuchs dann der Mut, es auch bei anderen Wettbewerben zu versuchen.

Information

Alles Wichtige auf einen Blick

Die Anmeldung für Cake my Day am 25. Februar 2018 ist ab sofort auf der offiziellen Homepage des Wettbewerbs möglich. Die Teilnahme ist kostenlos.

Der Wettbewerb findet in diesem Jahr erstmals in der KTG Mensa statt. Dort ist mehr Platz für Besucher als im BÜZ. Erstmalig gibt es vier Kategorien.

1. Festliche Torten: Hier zählt nur die Optik, es gibt keine Verkostung. Das Thema muss unter dem Motto „Heimatliebe“ stehen: Willi, Fernsehturm, Hiller Moor, Stippgrütze, Weser - alles ist erlaubt.

2. Das leckere Geheimrezept: Suchen Sie ihr Lieblingsrezept heraus und überraschen sie die Jury. Erlaubt ist was gefällt – alle Dekorationen müssen aber komplett essbar sein.

3. Süßes von den Kleinen: In dieser Kategorie sind die besten Nachwuchsbäcker gefragt. Ob Kinder oder Jugendliche: Wichtig ist, dass der Kuchen komplett allein hergestellt und verziert wurde. Motto in diesem Jahr: „Superhelden in Teig“.

4. Zauberkunst aus Schokolade: Im dritten Jahr gibt es eine neue Kategorie und die dreht sich ganz und gar um Schokolade. Teilnehmer sollen ihren Traum aus Kakaomasse zaubern. Erlaubt sind Schokotaler, Figuren, Muffins, Cupcakes und Pralinen.

Achtung: Alle in den Kategorien 2-4 eingereichten Kuchen werden nach der Bewertung für einen guten Zweck verkauft und müssen deshalb zwingend durchgebacken sein. Wichtig ist, dass keine Sahne oder nicht durchgebackene Cremes verwendet werden.

Teilnahmebedingungen, Bewertungskriterien, Zeitplan für den Wettbewerb und Anmeldeformular auf:www.cakemyday.info

Die Dekotorten sind hübsch - aber nicht für den Verzehr geeignet.
Die Dekotorten sind hübsch - aber nicht für den Verzehr geeignet.

„Cake my Day ist aber etwas besonderes“, sagt sie. „Wenn das so richtig groß ist, wie in Hannover oder Bremen, dann sind das eher Werbeveranstaltungen, die Wettbewerbe sind da an Messen angeschlossen, es geht ums Verkaufen. Hier in Minden ist das persönlicher, gemütliche – und schöner!“ Klar ist aber auch: Spätestens bei der zweiten Auflage war es zu „gemütlich“. Wegen des großen Andrangs konnten nicht alle Besucher den bisherigen Veranstaltungsort BÜZ besuchen. Die Veranstalter haben deshalb reagiert: Die dritte Auflage des Backwettbewerbes wird deshalb in der deutlich größeren Mensa der Kurt-Tucholsky-Gesamtschule (KTG) am Königswall stattfinden. Damit einher gehend ändert sich auch der Zeitplan ein wenig: Erstmals können die Besucher der Jury über die Schulter schauen, bereits ab 14 Uhr öffnen sich deshalb die Türen. Dann können sie auch einen ersten Blick auf die prachtvollen Kunstwerke der Kategorie 1 werfen – und einen schmachtenden auf die Leckereien, die später wie in den Vorjahren gegen Spenden auf den Tellern landen. Gegessen wird allerdings erst nach der Preisverleihung um 15.30 Uhr.

In diesem Jahr soll es auch möglich sein, mit der Jury einfacher in den Austausch treten zu können. „Wir sind ja alle Hobbybäcker, man möchte ja schon gerne wissen, was die dazu sagen“, sagt Irina Althoff-Schmidtgall. „Und den Kuchen holt man ja sonst auch gerne bei den Profis.“ In Sachen Jury setzen die Cake-my-Day-Organisatoren übrigens wieder auf das bewehrte Team: Konditormeister der Nascherei, Bäckermeister der Bäckerei Bertermann, den Foodbloggerinnen „Die Küchen-Miezen“ und Expertinnen der Landfrauen Minden-Lübbecke und vom DHB-Netzwerk Haushalt in Minden stellen wie im Vorjahr das zehnköpfige Team.

Geändert haben sich allerdings die Kategorien (Siehe Infobox). Erstmals gibt mit „Zauberkunst aus Schokolade“ einen weiteren Bereich. Die Kategorien 1 und 3 wurden unter ein Motto gestellt. Für die nicht essbaren festlichen Torten lautet das „Heimatliebe“, für die Kinderkategorie „Superhelden in Teig“.

Auch die Neuauflage steht wieder im Zeichen eines Guten Zwecks: Die Hälfte der gespendeten Gelder geht an den Förderverein der KTG Mensa. Die andere Hälfte wird dem Förderverein der Stadtbibliothek für Projekte zur Leseförderung gestiftet, der bereits im Vorjahr profitierte: Damals konnte die Kinderleseecke in der Stadtbibliothek verschönert werden. „Ein bisschen schade fand ich letztes Jahr aber, das manche Leute sehr viel Kuchen genommen haben aber nur sehr wenig gespendet haben“, sagt die Vorjahres-Gewinnerin. Bei der Neuauflage 2018 wird sie nicht wieder antreten. „Ich freue mich aber, dass der Wettbewerb umzieht und größer wird“, sagt sie. „Und die Leute sollen sich einfach trauen und backen!“

Der Wettbewerb wird gemeinsam vom Mindener Tageblatt und der Kurt Tucholsky Gesamtschule veranstaltet und von der Bäckerei Bertermann, Edeka Röthemeier, KüchenKönig und Melitta unterstützt. Die Partner: Die Küchen-Miezen, Die Nascherei und das Kulturzentrum BÜZ.

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Mit Cake my Day zum ZuckerbiestJan Henning RoggeMinden(mt). Tagsüber Erzieherin und Mutter, abends das Zuckerbiest – so zumindest lautet der selbstgewählte Künstlername, den sich Irina Althoff-Schmidtgall gegeben hat. Nach zwei Siegen beim MT-Backwettbewerb „Cake my Day“ in der Kategorie Festliche Torten hat sich die Hobby-Dekorateurin entschlossen, ihr Wissen unter diesem Namen weiterzugeben und auch Auftragsarbeiten auszuführen. „Noch mache ich das eher im Bekanntenkreis“, sagt die 42-Jährige. Doch gemeinsam mit den Foodbloggerinnen Susi Carreira und Katja Stieber – besser bekannt als „Die Küchen-Miezen“ – plant sie nun die ersten Kurse. Bei ihnen hat sie auch einen Raum gemietet. „Ich glaube, ohne den Wettbewerb hätte ich mich nicht getraut“, erzählt sie. Schon lange war die Dekoration von Torten ihr Hobby. Bei der Suche im Internet nach einem Tortenrezept war sie dann vor zwei Jahren über einen Artikel zum ersten Backwettbewerb in Minden gestolpert. „Ich fand das so süß gemacht und schön, dass das für einen Guten Zweck war. Da habe ich mich spontan angemeldet – auf den letzten Drücker.“ Große Chancen hatte sie sich nicht ausgerechnet. Um so größer war dann die Überraschung, als sie den Wettbewerb mit einer frühlingshaften Deko-Torte gegen starke Konkurrenz gewann. Mit dem Sieg in der gleichen Kategorie bei der zweiten Auflage wuchs dann der Mut, es auch bei anderen Wettbewerben zu versuchen. „Cake my Day ist aber etwas besonderes“, sagt sie. „Wenn das so richtig groß ist, wie in Hannover oder Bremen, dann sind das eher Werbeveranstaltungen, die Wettbewerbe sind da an Messen angeschlossen, es geht ums Verkaufen. Hier in Minden ist das persönlicher, gemütliche – und schöner!“ Klar ist aber auch: Spätestens bei der zweiten Auflage war es zu „gemütlich“. Wegen des großen Andrangs konnten nicht alle Besucher den bisherigen Veranstaltungsort BÜZ besuchen. Die Veranstalter haben deshalb reagiert: Die dritte Auflage des Backwettbewerbes wird deshalb in der deutlich größeren Mensa der Kurt-Tucholsky-Gesamtschule (KTG) am Königswall stattfinden. Damit einher gehend ändert sich auch der Zeitplan ein wenig: Erstmals können die Besucher der Jury über die Schulter schauen, bereits ab 14 Uhr öffnen sich deshalb die Türen. Dann können sie auch einen ersten Blick auf die prachtvollen Kunstwerke der Kategorie 1 werfen – und einen schmachtenden auf die Leckereien, die später wie in den Vorjahren gegen Spenden auf den Tellern landen. Gegessen wird allerdings erst nach der Preisverleihung um 15.30 Uhr. In diesem Jahr soll es auch möglich sein, mit der Jury einfacher in den Austausch treten zu können. „Wir sind ja alle Hobbybäcker, man möchte ja schon gerne wissen, was die dazu sagen“, sagt Irina Althoff-Schmidtgall. „Und den Kuchen holt man ja sonst auch gerne bei den Profis.“ In Sachen Jury setzen die Cake-my-Day-Organisatoren übrigens wieder auf das bewehrte Team: Konditormeister der Nascherei, Bäckermeister der Bäckerei Bertermann, den Foodbloggerinnen „Die Küchen-Miezen“ und Expertinnen der Landfrauen Minden-Lübbecke und vom DHB-Netzwerk Haushalt in Minden stellen wie im Vorjahr das zehnköpfige Team. Geändert haben sich allerdings die Kategorien (Siehe Infobox). Erstmals gibt mit „Zauberkunst aus Schokolade“ einen weiteren Bereich. Die Kategorien 1 und 3 wurden unter ein Motto gestellt. Für die nicht essbaren festlichen Torten lautet das „Heimatliebe“, für die Kinderkategorie „Superhelden in Teig“. Auch die Neuauflage steht wieder im Zeichen eines Guten Zwecks: Die Hälfte der gespendeten Gelder geht an den Förderverein der KTG Mensa. Die andere Hälfte wird dem Förderverein der Stadtbibliothek für Projekte zur Leseförderung gestiftet, der bereits im Vorjahr profitierte: Damals konnte die Kinderleseecke in der Stadtbibliothek verschönert werden. „Ein bisschen schade fand ich letztes Jahr aber, das manche Leute sehr viel Kuchen genommen haben aber nur sehr wenig gespendet haben“, sagt die Vorjahres-Gewinnerin. Bei der Neuauflage 2018 wird sie nicht wieder antreten. „Ich freue mich aber, dass der Wettbewerb umzieht und größer wird“, sagt sie. „Und die Leute sollen sich einfach trauen und backen!“ Der Wettbewerb wird gemeinsam vom Mindener Tageblatt und der Kurt Tucholsky Gesamtschule veranstaltet und von der Bäckerei Bertermann, Edeka Röthemeier, KüchenKönig und Melitta unterstützt. Die Partner: Die Küchen-Miezen, Die Nascherei und das Kulturzentrum BÜZ.