Bauberufen fehlt der Nachwuchs

Henning Wandel

Grafik: Alex Lehn
Grafik: Alex Lehn

Minden/Lübbecke (mt). Über mangelnde Aufträge muss sich das Handwerk derzeit wahrlich nicht beschweren. Auch wenn die Zahl der Baugenehmigungen zuletzt etwas zurückgegangen ist, bleibt die Nachfrage groß – noch sind die Zinsen niedrig. Doch die Konjunktur legt im Baubereich auch den Finger in die Wunde, denn gerade in den klassischen Bauberufen fehlt der Nachwuchs. „Die Jugendlichen wollen lieber ins Büro oder in die Verwaltung“, sagt Thomas Brinkmann, einer von zwei Geschäftsführern der Kreishandwerkerschaft Wittekindsland. Und der Fachkräftemangel dürfte sich in Zukunft zunächst sogar weiter verschärfen: „Die Lücke wird größer“, sagt Brinkmanns Co Manuel Dierks – weil der potenzielle Nachwuchs noch in der Schule ist und zunächst einmal ausgebildet muss. Inzwischen haben bundesweit etwa 40 Prozent der Handwerksbetriebe Schwierigkeiten, offene Stellen zu besetzen.