Regioport: Startschuss mit Fragezeichen

Henning Wandel

Aus der Vogelperspektive ist der Industriehafen noch in Sichtweite. Künftig sollen Containerschiffe und Lkw den Regioport ansteuern, Güterzüge könnten folgen. Der erste Bauabschnitt umfasst lediglich die deutlich sichtbar vorbereitete Fläche - der angrenzende Acker dient als Reserve für künftige Ausbaustufen. - © Foto: Krischi Meier
Aus der Vogelperspektive ist der Industriehafen noch in Sichtweite. Künftig sollen Containerschiffe und Lkw den Regioport ansteuern, Güterzüge könnten folgen. Der erste Bauabschnitt umfasst lediglich die deutlich sichtbar vorbereitete Fläche - der angrenzende Acker dient als Reserve für künftige Ausbaustufen. (© Foto: Krischi Meier)

Minden (mt). Die Ordner zum Regioport füllen bei Joachim Schmidt schon jetzt einige Regalmeter. Dabei hat der Bau des Mindener Großprojektes kaum begonnen. Seit Anfang Juni laufen die Erarbeiten auf dem Gelände am Mittellandkanal zwischen B 482 und Schaumburger Wald, am kommenden Montag will der Geschäftsführer der Mindener Hafen GmbH auch offiziell die Bauphase einläuten. Aus dem geplanten Spatenstich wird jetzt eine kleinere Feierstunde mit geladenen Gästen. Die Änderung ist auch eine Reaktion auf den erbitterten Widerstand einer Bürgerinitiative, die Anfang der Woche mit einer Klage vor dem Oberverwaltungsgericht Münster recht bekommen hatte (das MT berichtete). Die Kläger fürchten unter anderem eine erhöhte Lärmbelastung und zweifeln an der Rechtmäßigkeit des Bebauungsplanes. Doch die Richter stützen sich lediglich auf einen Formfehler, der mit der Gründung des Planungsverbandes zusammenhängt. Schmidt hält diesen Fehler für heilbar.