Versöhnungsbund kritisiert geplanten Kirchentags-Gottesdienst mit Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen Minden (mt/dc). Der Vorstand des Versöhnungsbunds hat auf seiner Versammlung Anfang April den geplanten Kirchentags-Gottesdienst mit Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen kritisiert. „Gottesdienste sind dem Friedensauftrag Jesu verpflichtet und damit keine Bühne für die Verfechter der Militärpolitik“, kritisierte Berthold Keunecke, Vorsitzender des Deutschen Zweiges des Internationalen Versöhnungsbundes, dessen Geschäftsstelle in Minden ist.Die Verteidigungsministerin soll beim Deutschen Evangelischen Kirchentag zusammen mit Militärbischof Dr. Sigurd Rink am Freitag, 26. Mai, eine Predigt beim Gottesdienst in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche halten. „Dieser Auftritt einer Verteidigungsministerin in einer Kirche ist das falsche Signal“, kritisiert Keunecke. Es zeige auf beunruhigende Weise, wie sehr die Kirche immer noch dem Irrglauben verhaftet sei, dass sich mit Gewalt Konflikte nachhaltig lösen ließen. Das widerspreche nicht nur der Friedensbotschaft des Evangeliums, sondern auch den Bestrebungen der Evangelischen Kirchen, ihre Arbeit unter das Leitbild eines gerechten Friedens zu stellen. „Statt der Verteidigungsministerin ein solches Forum zu bieten, um für die Arbeit der Bundeswehr zu werben, sollte die Kirche sich mit allen Mitteln für den Einsatz gewaltfreier Methoden einsetzen“, meint Keunecke. Der Versöhnungsbund fordert daher die Berliner Kirche und den DEKT dazu auf, die Einladung an die Ministerin zurück zu nehmen.Der Internationale Versöhnungsbund wurde 1914 gegründet, er ist in rund 40 Ländern vertreten. Seine Mitglieder setzen sich gewaltfrei für soziale Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Umwelt ein.

Versöhnungsbund kritisiert geplanten Kirchentags-Gottesdienst mit Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen

Minden (mt/dc). Der Vorstand des Versöhnungsbunds hat auf seiner Versammlung Anfang April den geplanten Kirchentags-Gottesdienst mit Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen kritisiert. „Gottesdienste sind dem Friedensauftrag Jesu verpflichtet und damit keine Bühne für die Verfechter der Militärpolitik“, kritisierte Berthold Keunecke, Vorsitzender des Deutschen Zweiges des Internationalen Versöhnungsbundes, dessen Geschäftsstelle in Minden ist.

Die Verteidigungsministerin soll beim Deutschen Evangelischen Kirchentag zusammen mit Militärbischof Dr. Sigurd Rink am Freitag, 26. Mai, eine Predigt beim Gottesdienst in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche halten. „Dieser Auftritt einer Verteidigungsministerin in einer Kirche ist das falsche Signal“, kritisiert Keunecke. Es zeige auf beunruhigende Weise, wie sehr die Kirche immer noch dem Irrglauben verhaftet sei, dass sich mit Gewalt Konflikte nachhaltig lösen ließen. Das widerspreche nicht nur der Friedensbotschaft des Evangeliums, sondern auch den Bestrebungen der Evangelischen Kirchen, ihre Arbeit unter das Leitbild eines gerechten Friedens zu stellen. „Statt der Verteidigungsministerin ein solches Forum zu bieten, um für die Arbeit der Bundeswehr zu werben, sollte die Kirche sich mit allen Mitteln für den Einsatz gewaltfreier Methoden einsetzen“, meint Keunecke. Der Versöhnungsbund fordert daher die Berliner Kirche und den DEKT dazu auf, die Einladung an die Ministerin zurück zu nehmen.

Der Internationale Versöhnungsbund wurde 1914 gegründet, er ist in rund 40 Ländern vertreten. Seine Mitglieder setzen sich gewaltfrei für soziale Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Umwelt ein.

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