Christoph Pepper: „Die gedruckte Zeitung wird überleben“

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25 Jahre Chefredakteur des Mindener Tageblatts: Christoph Pepper am Newsdesk, wo die tägliche Produktion für die gedruckte Ausgabe, MT.de und die sozialen Netzwerke koordiniert wird. - © Foto: Alex Lehn
25 Jahre Chefredakteur des Mindener Tageblatts: Christoph Pepper am Newsdesk, wo die tägliche Produktion für die gedruckte Ausgabe, MT.de und die sozialen Netzwerke koordiniert wird. (© Foto: Alex Lehn)

Minden (mt). 25 Jahre ist Christoph Pepper (59) jetzt Chefredakteur des Mindener Tageblatts. Mit Lokalchefin Monika Jäger sprach er über Veränderungen in der Medienlandschaft, seine Leidenschaft fürs Digitale und die Zukunft der Zeitung.

Wann spürten Sie das erste Mal, dass das Digitale für den Journalismus prägend werden würde?

Information
Lebenslauf:

1957: Geboren in Köln

ab 1963 Domschule, Herder-Gymnasium und Bundeswehr in Minden

ab 1977 Volontariat (Journalistenausbildung) beim Westfalen-Blatt Bielefeld, anschließend Produktionsredakteur

1979 - 1985: Studium Publizistik, Geschichte, Politikwissenschaften in Münster und Paris.

ab 1985 Redakteur Herforder Kreisblatt, dann Zentralredaktion Westfalen-Blatt Bielefeld.

Seit 1991 Chefredakteur MT, seit 2016 Mitherausgeber.

Twitter: @chpmt

Facebook: Christoph Pepper

Instagram: christophpepper

Tumblr: Christoph Pepper

Blog: mindenertageblatt.de/blog_mt_intern

Die Digitalisierung hat mein gesamtes Berufsleben geprägt, eigentlich schon seit dem ersten Tag als Volontär im Januar 1977. Anfang der 90er kam dann das WWW - und dass das Internet für das Zeitungsmachen eine große Rolle spielen würde, war ziemlich schnell klar. Auf einmal gab es mit Webseiten oder Diensten wie CompuServe und AOL die Möglichkeit, Zeitungs-Inhalte auf anderen Kanälen direkt zu verbreiten. Da wurden wir Journalisten hellwach, denn nun hatten wir eine zusätzliche Plattform für unsere Nachrichten.

Was ragt im Rückblick besonders heraus?

Zum einen das erste eigene Internetangebot des MT, das wir Anfang 1995 zu konzipieren begannen. Damit konnten wir eigene Texte und Bilder auf einem vom Papier völlig unabhängigen Kanal anbieten. Da wurde plötzlich etwas eingelöst, was in der Zeitungsbranche schon mal mit dem Bildschirmtext weitgehend erfolglos versucht worden war. Und zum anderen die Smartphones: Als das Handy ein Computer wurde, mit dem man auch ins Internet konnte, gab das unglaublich Auftrieb.

Haben sich mit der neuen Technik auch die Inhalte verändert?

Ja und nein. Nicht verändert haben sich die Grundanforderungen in unserem Beruf, dem Journalismus: Sachverhalte wahrheitsgemäß, sachgerecht, korrekt und natürlich möglichst interessant zu berichten. Das ist für jede Form des Journalismus gültig, egal ob auf Papier, gesendet oder wie auch immer. Natürlich hat sich einiges daran geändert, was ich auf welchen Kanälen wie erzählen kann. Es ist etwas Anderes, wenn ich eine Information auf einer Website oder in einem Tweet mit 140 Zeichen rüberbringe. Das sind neue, zusätzliche Anforderungen, die aber eher handwerklich und technisch sind.

Also gleicher Inhalt, andere Vermittlungswege?

Nicht ganz. Es gibt eine entscheidende Veränderung, die aber nur mittelbar mit der Digitalisierung zu tun hat. Was ich in meiner gesamten Berufslaufbahn sehe - und das sind inzwischen ja schon 40 Jahre: Es hat eine kontinuierliche Qualitätssteigerung gegeben. Mit einer Lokalzeitung, wie sie vor 30, 40 Jahren noch oft gemacht wurde, bräuchte man heute niemandem mehr zu kommen. Das ist auch durch die Konkurrenz mit anderen und neuen Medien befördert worden. Eine Lokalzeitung, auch eine allein in ihrem Markt erscheinende, ist heute einem ganz anderen Wettbewerb ausgesetzt als vor 25 oder 40 Jahren. Die Leser können heute viel besser vergleichen.

Medienunternehmen reagieren darauf und bilden Rechercheverbünde, um bei hochkomplexen Themen mitzuhalten. Hat da die Lokalzeitung überhaupt noch eine Chance?

Ja. Ganz uneingeschränkt Ja: In ihrem ureigenen Bereich. Eine Lokalzeitung wie unsere kann nicht den Anspruch haben, die Panama-Papers auszugraben oder die amerikanische NSA von innen auszuspähen. Aber eine Lokalzeitung wie wir kann versuchen, die Themen und die Probleme ihres Verbreitungsgebiets mit journalistischen Methoden zu durchdringen, zu recherchieren, sie angemessen zu erklären und darzustellen.

Wir leben in einer Meinungswelt, in der sich schnelle Kommentierungen mit halb Verstandenem zu Pseudo-Wirklichkeiten verbinden. Recherche, die Suche nach der Wahrheit dahinter, ist notwendigerweise viel langsamer. Schlechte Karten für den Lokaljournalismus?

Nein, denn das ist gerade unsere Chance. Wir dürfen uns davon nicht unter Druck setzen lassen, sondern müssen unsere journalistischen Werte dagegensetzen: Wahrhaftigkeit, Seriosität, Korrektheit der Information, Einordnung dessen, was als Hintergrund zu dieser Nachricht gehört. All das unterscheidet uns eben vom schnellen Facebook-Post, den jemand abends beim Fernsehen oder in der Kneipe nebenbei raushaut. Ich bin ganz fest davon überzeugt - und das wird uns auch auf Dauer unsere Existenz sichern - dass die Menschen schon unterscheiden können, ob Informationen verbürgt und relevant sind, ob man sich darauf verlassen kann und ob der Absender dafür auch Verantwortung übernimmt.

Insgesamt ist das Misstrauen gegenüber Medien und Journalisten gestiegen, und es wird drastischer ausgedrückt. Wie gefährlich ist die „Lügenpresse"-Diskussion?

Sie betrifft uns als Lokalzeitungen längst nicht wie die öffentlich-rechtlichen Medien oder die großen überregionalen Fernsehsender und Zeitungen. Denn wir berichten über Dinge aus dem Nahbereich, die die Menschen leicht und schnell überprüfen können, wenn sie wollen. Auch wir beim MT sind mit Verdächtigungen konfrontiert worden: Wir würden Nachrichten unterdrücken, frisieren, weglassen oder ihnen eine Tendenz geben. Aber das ist nichts Neues. Das hat es auch vor 25 und selbst vor 40 Jahren schon gegeben. Der überwiegende Teil der Leser unserer Zeitung und der Nutzer unserer Digitalangebote ist sehr gut in der Lage, sich ein Urteil darüber zu bilden, ob wir seriös und qualitativ anspruchsvoll arbeiten.

Wie steht es um die Zukunft einer Zeitung wie dem MT in einer Medienlandschaft, in der kleinere Verlage schnell mal aufgesaugt werden?

Gut - wenn es uns gelingt, die Herausforderungen zu bewältigen.

Als da wären?

Beim Reden über die Zeitungskrise wird immer so getan, als ob das Internet an allem schuld ist. Dabei gibt es viele andere Gründe, die ursächlich dafür sind, wo sich die Zeitungen heute befinden: demografische, gesellschaftliche, Bildungsentwicklungen und kulturelle Entwicklungen, veränderte Mediennutzung, Stadt-Land-Gefälle ... Ein Beispiel: Die Stadt Minden hat heute einen Anteil von etwa einem Fünftel Ausländern und Aussiedlern. Als ich hier angefangen habe, waren es vielleicht fünf oder sechs Prozent. In diesen 25 Jahren hat sich die Bevölkerungszusammensetzung deutlich verschoben. In manchen Stadtteilen Mindens sind 30, 40 Prozent der Menschen überhaupt gar keine potenziellen Kunden mehr für eine Zeitung in deutscher Sprache.

Ihre Strategie?

Wir müssen es schaffen, aus dieser Entwicklung heraus weiterhin den grundsätzlichen Bedarf an einer Lokalzeitung nachzuweisen. Einer Zeitung, die über das Leben hier vor Ort berichtet, über die Bedingungen, unter denen sich dieses Leben hier abspielt, über die Menschen, die diese Bedingungen hier gestalten. Das ist eine zutiefst journalistische Aufgabe.

Und das in einer sich weiter rasant verändernden Welt...

Die Zahl der technologischen Innovationen nimmt in einem Tempo zu, dass einem schon manchmal schwindelig wird. Da gilt es, einen kühlen Kopf zu bewahren und nicht alles, was heute trendet, für auch morgen noch wichtig einzuschätzen. Man muss diese Dinge beobachten und im Zweifelsfall auch mal einen Trend nicht mitmachen. Die zentrale Frage ist: Hilft es mir bei meiner Grundaufgabe, macht es meinen Inhalt besser verständlich, besser nutzbar, leichter zugänglich? Gibt es ein Umfeld, in dem es sinnhaft die Wahrnehmung von Journalismus fördert? Dann muss man sich da rein hängen. Ansonsten: Nicht immer zwingend alles mitmachen.

Und in welchem Medium publizieren Sie am liebsten?

Ich liebe unsere Internetpräsenz und den MT-Blog, ich finde Twitter und Instagram toll, ich mag aber auch Facebook und Tumblr - jeweils nach deren speziellem Zweck und den Menschen, mit denen ich dort kommuniziere. Aber eigentlich ist mein Lieblingsmedium, bei aller Begeisterung fürs Digitale, doch die gedruckte Zeitung. Ich finde, sie ist eine unglaublich schöne Plattform, weil man Inhalte hier nicht nur vermitteln kann, sondern die Möglichkeit hat, sie auch ansprechend zu gestalten. Ich bin fest davon überzeugt, dass die Zeitung auch als gedrucktes Medium eine Zukunft hat - vielleicht nicht mehr als Hauptinformationsträger unserer journalistischen Arbeit und vielleicht irgendwann auch nur noch für eine eher kleine, überschaubare Gruppe von Nutzern. Aber ich bin sicher, sie wird überleben.

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Christoph Pepper: „Die gedruckte Zeitung wird überleben“Minden (mt). 25 Jahre ist Christoph Pepper (59) jetzt Chefredakteur des Mindener Tageblatts. Mit Lokalchefin Monika Jäger sprach er über Veränderungen in der Medienlandschaft, seine Leidenschaft fürs Digitale und die Zukunft der Zeitung. Wann spürten Sie das erste Mal, dass das Digitale für den Journalismus prägend werden würde? Die Digitalisierung hat mein gesamtes Berufsleben geprägt, eigentlich schon seit dem ersten Tag als Volontär im Januar 1977. Anfang der 90er kam dann das WWW - und dass das Internet für das Zeitungsmachen eine große Rolle spielen würde, war ziemlich schnell klar. Auf einmal gab es mit Webseiten oder Diensten wie CompuServe und AOL die Möglichkeit, Zeitungs-Inhalte auf anderen Kanälen direkt zu verbreiten. Da wurden wir Journalisten hellwach, denn nun hatten wir eine zusätzliche Plattform für unsere Nachrichten. Was ragt im Rückblick besonders heraus? Zum einen das erste eigene Internetangebot des MT, das wir Anfang 1995 zu konzipieren begannen. Damit konnten wir eigene Texte und Bilder auf einem vom Papier völlig unabhängigen Kanal anbieten. Da wurde plötzlich etwas eingelöst, was in der Zeitungsbranche schon mal mit dem Bildschirmtext weitgehend erfolglos versucht worden war. Und zum anderen die Smartphones: Als das Handy ein Computer wurde, mit dem man auch ins Internet konnte, gab das unglaublich Auftrieb. Haben sich mit der neuen Technik auch die Inhalte verändert? Ja und nein. Nicht verändert haben sich die Grundanforderungen in unserem Beruf, dem Journalismus: Sachverhalte wahrheitsgemäß, sachgerecht, korrekt und natürlich möglichst interessant zu berichten. Das ist für jede Form des Journalismus gültig, egal ob auf Papier, gesendet oder wie auch immer. Natürlich hat sich einiges daran geändert, was ich auf welchen Kanälen wie erzählen kann. Es ist etwas Anderes, wenn ich eine Information auf einer Website oder in einem Tweet mit 140 Zeichen rüberbringe. Das sind neue, zusätzliche Anforderungen, die aber eher handwerklich und technisch sind. Also gleicher Inhalt, andere Vermittlungswege? Nicht ganz. Es gibt eine entscheidende Veränderung, die aber nur mittelbar mit der Digitalisierung zu tun hat. Was ich in meiner gesamten Berufslaufbahn sehe - und das sind inzwischen ja schon 40 Jahre: Es hat eine kontinuierliche Qualitätssteigerung gegeben. Mit einer Lokalzeitung, wie sie vor 30, 40 Jahren noch oft gemacht wurde, bräuchte man heute niemandem mehr zu kommen. Das ist auch durch die Konkurrenz mit anderen und neuen Medien befördert worden. Eine Lokalzeitung, auch eine allein in ihrem Markt erscheinende, ist heute einem ganz anderen Wettbewerb ausgesetzt als vor 25 oder 40 Jahren. Die Leser können heute viel besser vergleichen. Medienunternehmen reagieren darauf und bilden Rechercheverbünde, um bei hochkomplexen Themen mitzuhalten. Hat da die Lokalzeitung überhaupt noch eine Chance? Ja. Ganz uneingeschränkt Ja: In ihrem ureigenen Bereich. Eine Lokalzeitung wie unsere kann nicht den Anspruch haben, die Panama-Papers auszugraben oder die amerikanische NSA von innen auszuspähen. Aber eine Lokalzeitung wie wir kann versuchen, die Themen und die Probleme ihres Verbreitungsgebiets mit journalistischen Methoden zu durchdringen, zu recherchieren, sie angemessen zu erklären und darzustellen. Wir leben in einer Meinungswelt, in der sich schnelle Kommentierungen mit halb Verstandenem zu Pseudo-Wirklichkeiten verbinden. Recherche, die Suche nach der Wahrheit dahinter, ist notwendigerweise viel langsamer. Schlechte Karten für den Lokaljournalismus? Nein, denn das ist gerade unsere Chance. Wir dürfen uns davon nicht unter Druck setzen lassen, sondern müssen unsere journalistischen Werte dagegensetzen: Wahrhaftigkeit, Seriosität, Korrektheit der Information, Einordnung dessen, was als Hintergrund zu dieser Nachricht gehört. All das unterscheidet uns eben vom schnellen Facebook-Post, den jemand abends beim Fernsehen oder in der Kneipe nebenbei raushaut. Ich bin ganz fest davon überzeugt - und das wird uns auch auf Dauer unsere Existenz sichern - dass die Menschen schon unterscheiden können, ob Informationen verbürgt und relevant sind, ob man sich darauf verlassen kann und ob der Absender dafür auch Verantwortung übernimmt. Insgesamt ist das Misstrauen gegenüber Medien und Journalisten gestiegen, und es wird drastischer ausgedrückt. Wie gefährlich ist die „Lügenpresse"-Diskussion? Sie betrifft uns als Lokalzeitungen längst nicht wie die öffentlich-rechtlichen Medien oder die großen überregionalen Fernsehsender und Zeitungen. Denn wir berichten über Dinge aus dem Nahbereich, die die Menschen leicht und schnell überprüfen können, wenn sie wollen. Auch wir beim MT sind mit Verdächtigungen konfrontiert worden: Wir würden Nachrichten unterdrücken, frisieren, weglassen oder ihnen eine Tendenz geben. Aber das ist nichts Neues. Das hat es auch vor 25 und selbst vor 40 Jahren schon gegeben. Der überwiegende Teil der Leser unserer Zeitung und der Nutzer unserer Digitalangebote ist sehr gut in der Lage, sich ein Urteil darüber zu bilden, ob wir seriös und qualitativ anspruchsvoll arbeiten. Wie steht es um die Zukunft einer Zeitung wie dem MT in einer Medienlandschaft, in der kleinere Verlage schnell mal aufgesaugt werden? Gut - wenn es uns gelingt, die Herausforderungen zu bewältigen. Als da wären? Beim Reden über die Zeitungskrise wird immer so getan, als ob das Internet an allem schuld ist. Dabei gibt es viele andere Gründe, die ursächlich dafür sind, wo sich die Zeitungen heute befinden: demografische, gesellschaftliche, Bildungsentwicklungen und kulturelle Entwicklungen, veränderte Mediennutzung, Stadt-Land-Gefälle ... Ein Beispiel: Die Stadt Minden hat heute einen Anteil von etwa einem Fünftel Ausländern und Aussiedlern. Als ich hier angefangen habe, waren es vielleicht fünf oder sechs Prozent. In diesen 25 Jahren hat sich die Bevölkerungszusammensetzung deutlich verschoben. In manchen Stadtteilen Mindens sind 30, 40 Prozent der Menschen überhaupt gar keine potenziellen Kunden mehr für eine Zeitung in deutscher Sprache. Ihre Strategie? Wir müssen es schaffen, aus dieser Entwicklung heraus weiterhin den grundsätzlichen Bedarf an einer Lokalzeitung nachzuweisen. Einer Zeitung, die über das Leben hier vor Ort berichtet, über die Bedingungen, unter denen sich dieses Leben hier abspielt, über die Menschen, die diese Bedingungen hier gestalten. Das ist eine zutiefst journalistische Aufgabe. Und das in einer sich weiter rasant verändernden Welt... Die Zahl der technologischen Innovationen nimmt in einem Tempo zu, dass einem schon manchmal schwindelig wird. Da gilt es, einen kühlen Kopf zu bewahren und nicht alles, was heute trendet, für auch morgen noch wichtig einzuschätzen. Man muss diese Dinge beobachten und im Zweifelsfall auch mal einen Trend nicht mitmachen. Die zentrale Frage ist: Hilft es mir bei meiner Grundaufgabe, macht es meinen Inhalt besser verständlich, besser nutzbar, leichter zugänglich? Gibt es ein Umfeld, in dem es sinnhaft die Wahrnehmung von Journalismus fördert? Dann muss man sich da rein hängen. Ansonsten: Nicht immer zwingend alles mitmachen. Und in welchem Medium publizieren Sie am liebsten? Ich liebe unsere Internetpräsenz und den MT-Blog, ich finde Twitter und Instagram toll, ich mag aber auch Facebook und Tumblr - jeweils nach deren speziellem Zweck und den Menschen, mit denen ich dort kommuniziere. Aber eigentlich ist mein Lieblingsmedium, bei aller Begeisterung fürs Digitale, doch die gedruckte Zeitung. Ich finde, sie ist eine unglaublich schöne Plattform, weil man Inhalte hier nicht nur vermitteln kann, sondern die Möglichkeit hat, sie auch ansprechend zu gestalten. Ich bin fest davon überzeugt, dass die Zeitung auch als gedrucktes Medium eine Zukunft hat - vielleicht nicht mehr als Hauptinformationsträger unserer journalistischen Arbeit und vielleicht irgendwann auch nur noch für eine eher kleine, überschaubare Gruppe von Nutzern. Aber ich bin sicher, sie wird überleben.