Trockenübungen an der neuen Weserschleuse

Anja Peper

Riesenwanne aus Beton: Derzeit inspizieren die Ingenieure das Bauwerk. Die neue Weserschleuse ist länger als die alte Schachtschleuse. So können auch größere Schiffe vom Mittellandkanal in die Weser gelangen.
Riesenwanne aus Beton: Derzeit inspizieren die Ingenieure das Bauwerk. Die neue Weserschleuse ist länger als die alte Schachtschleuse. So können auch größere Schiffe vom Mittellandkanal in die Weser gelangen.
Nach und nach leert sich die Baustelle, jetzt laufen Funktionstests - sozusagen die Trockenübungen. Hier ein Blick auf die Sparbecken. MT-Fotos: Alex Lehn
Nach und nach leert sich die Baustelle, jetzt laufen Funktionstests - sozusagen die Trockenübungen. Hier ein Blick auf die Sparbecken. MT-Fotos: Alex Lehn

Minden (mt). Wie ein Stöpsel in der Badewanne. Ungefähr diesem Größenverhältnis entspricht ein Mensch, der auf dem nackten Betonboden der neuen Schleusenkammer steht. Senkrecht ragen die glatten Wände in den blauen Himmel. Die neue Schleuse wird größer als die alte: 139 Meter Länge, 12,50 Meter Breite und 13,30 Meter Fallhöhe (bei normalen Wasserständen). Schon bald wird hier niemand mehr herumwandern können: Vor dem Winter soll die Schleuse mit Weserwasser geflutet werden. So eine kontrollierte Flutung darf man sich aber nicht wie eine sintflutartige Bugwelle vorstellen, sondern das Wasser wird allmählich eingelassen. Es kann Wochen dauern, bis die Kammer voll ist. Dann wird die neue Schleuse auf Dichtigkeit geprüft. Dabei schauen die Fachleute lieber doppelt hin.