MI und SPD Minderheide fordern zeitnahe Infos zu Gut Denkmal Minden (mt/um/mob). Mit Nachdruck fordern mittlerweile Politik und Bürger aktuelle Informationen zur künftigen Nutzung des ehemaligen Bundeswehrstandortes Gut Denkmal als Flüchtlingsunterkunft.Harald Steinmetz, Fraktionssprecher der Mindener Initiative (MI) erklärt, die MI habe volles Verständnis dafür, dass die Bezirksregierung Detmold die Untersuchungen der Arsen-Belastung auf dem ehemaligen Mobilmachungsgelände an der Zähringerallee in Minderheide gründlich durchführen wolle. „Dem steht aber nicht entgegen, dass die Anwohner und die Mindener Bevölkerung zeitnah über die geplante Entwicklung von Gut Denkmal zur Unterkunft für bis zu 1000 Flüchtlinge informiert werden.“Je mehr Zeit bis zu einer umfangreichen Bürgerinformation vergehe, je mehr Gerüchte und Befürchtungen würden sich ausweiten, warnt Steinmetz.Auch der SPD-Ortsverein Minderheide mit Ortsvorsteher Heiner Meyer und dem Stadtverordneten Hans-Jürgen Wolff erklären, sie könnten nicht verstehen, dass sich das Regierungspräsidium in Detmold mit der Bürgerinformation zu der Asylerfassungsstelle im Gut Denkmal so lange Zeit lässt. Man habe sich nicht nur an die Bezirksregierung, sondern auch an Landtagsabgeordnete Inge Howe und inzwischen mit einem Brief an die NRW Ministerpräsidentin gewandt. Darin wird Hannelore Kraft aufgefordert, dafür zu sorgen, dass nicht nur Alleinreisende in Minden ankommen, sondern auch Familien, und dass für ausreichend Sicherheit in der Unterkunft und im Umfeld gesorgt wird. „Je länger die Bevölkerung im Unklaren gelassen wird, um so mehr schießen Vermutungen und falsche Informationen ins Kraut, die eher nicht zur Beruhigung beitragen“ so Wolff.Auch die MI betont: Gerade die jüngste Demonstration gegen Flüchtlinge von größtenteils Russlanddeutschen am vergangenen Sonntag in der Mindener Innenstadt, aber auch die Folgen der Vorkommnisse in Köln, Düsseldorf und anderen Städten in der Silvesternacht machten deutlich, wie wichtig in diesen Tagen sachlicher, seriöser und schneller Informationsfluss sei.„Aus Sicht der Ratsfraktion der Mindener Initiative ist es daher dringend geboten, dass die Bezirksregierung kurzfristig informiert“, betont Harald Steinmetz.

MI und SPD Minderheide fordern zeitnahe Infos zu Gut Denkmal

Vertreter von Politik und Verwaltung folgen der Einladung der Bezirksregierung, sich über erste Pläne zum Umbau Gut Denkmals zur Notunterkunft für Flüchtlinge zu informieren. © Foto: Lehn

Minden (mt/um/mob). Mit Nachdruck fordern mittlerweile Politik und Bürger aktuelle Informationen zur künftigen Nutzung des ehemaligen Bundeswehrstandortes Gut Denkmal als Flüchtlingsunterkunft.

Harald Steinmetz, Fraktionssprecher der Mindener Initiative (MI) erklärt, die MI habe volles Verständnis dafür, dass die Bezirksregierung Detmold die Untersuchungen der Arsen-Belastung auf dem ehemaligen Mobilmachungsgelände an der Zähringerallee in Minderheide gründlich durchführen wolle. „Dem steht aber nicht entgegen, dass die Anwohner und die Mindener Bevölkerung zeitnah über die geplante Entwicklung von Gut Denkmal zur Unterkunft für bis zu 1000 Flüchtlinge informiert werden.“

Je mehr Zeit bis zu einer umfangreichen Bürgerinformation vergehe, je mehr Gerüchte und Befürchtungen würden sich ausweiten, warnt Steinmetz.

Auch der SPD-Ortsverein Minderheide mit Ortsvorsteher Heiner Meyer und dem Stadtverordneten Hans-Jürgen Wolff erklären, sie könnten nicht verstehen, dass sich das Regierungspräsidium in Detmold mit der Bürgerinformation zu der Asylerfassungsstelle im Gut Denkmal so lange Zeit lässt. Man habe sich nicht nur an die Bezirksregierung, sondern auch an Landtagsabgeordnete Inge Howe und inzwischen mit einem Brief an die NRW Ministerpräsidentin gewandt. Darin wird Hannelore Kraft aufgefordert, dafür zu sorgen, dass nicht nur Alleinreisende in Minden ankommen, sondern auch Familien, und dass für ausreichend Sicherheit in der Unterkunft und im Umfeld gesorgt wird. „Je länger die Bevölkerung im Unklaren gelassen wird, um so mehr schießen Vermutungen und falsche Informationen ins Kraut, die eher nicht zur Beruhigung beitragen“ so Wolff.

Auch die MI betont: Gerade die jüngste Demonstration gegen Flüchtlinge von größtenteils Russlanddeutschen am vergangenen Sonntag in der Mindener Innenstadt, aber auch die Folgen der Vorkommnisse in Köln, Düsseldorf und anderen Städten in der Silvesternacht machten deutlich, wie wichtig in diesen Tagen sachlicher, seriöser und schneller Informationsfluss sei.

„Aus Sicht der Ratsfraktion der Mindener Initiative ist es daher dringend geboten, dass die Bezirksregierung kurzfristig informiert“, betont Harald Steinmetz.

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