Stadt übernimmt Trägerschaft der Juxbude Ulrike Mißbach Minden (mt). Nun ist es amtlich: Die Stadt Minden hat die Trägerschaft der Juxbude übernommen. Für den Verein „Interkulturelles Begegnungszentrum“, der den Kinder- und Jugendtreff vor 40 Jahren ins Leben gerufen hat, ein Glücksfall, denn nun steht die Einrichtung wieder auf einem festen Fundament.Im vergangenen Jahr hatte der Verein einen entsprechenden Antrag beim Jugendamt der Stadt gestellt. Der Grund: finanzielle Sorgen. „Zuletzt wussten wir manchmal nicht, ob wir alle Fixkosten stemmen können“, gesteht die Vorsitzende Ingrid Gänsicke. Das habe dazu geführt, dass die Einrichtung für die Mitarbeiter oftmals nur ein Sprungbrett gewesen sei. „Die Fluktuation war entsprechend groß. Einige Kinder haben deshalb neue Mitarbeiter an ihren ersten Arbeitstagen gefragt: Wie lange bleibst du?“, berichtet Ingrid Gänsicke.Hinzu kam eine Überalterung der Vereinsmitglieder, die zwischen 60 und 70 Jahre alt sind. Daher fiel im vergangenen Jahr die Entscheidung, die Stadt zu bitten, die Trägerschaft der Einrichtung am Königswall zu übernehmen.Die Kommune habe diesem Schritt - trotz der nicht gerade rosigen Haushaltslage - positiv gegenübergestanden, berichtet Rainer Mohnfeld, Leiter des Jugendamtes der Stadt Minden. „Der Bereich Jugendarbeit/Jugendschutz sieht in der Übernahme eine gute Möglichkeit der Absicherung der notwendigen Offenen Kinder- und Jugendarbeit in der Innenstadt.“Auf positive Resonanz stieß die Aktion auch im Jugendhilfeausschuss. Nach Vorlage eines pädagogischen Konzept-entwurfs sowie eines Finanzplanes durch die Verwaltung entschieden die Ausschussmitglieder einstimmig die Übernahme der Trägerschaft durch die Stadt. Haupteinzugsgebiete sind die Obere Altstadt sowie Randbereiche von Rodenbeck, Zollern und Königstor. Das Personal wurde eins zu eins vom Verein übernommen.Auch künftig werde die Juxbude Kindern und Jugendlichen als Anlaufstelle und Treffpunkt dienen, erläutert Daniela Thoring, Koordinatorin Jugendarbeit/Jugendschutz. „Die Förderung und Begleitung bei der Entwicklung und Integration hat in dieser Einrichtung einen entscheidenden Stellenwert. Außerschulische und informelle Bildung spielen in der Ausgestaltung des Programms eine wichtige Rolle“, unterstreicht Daniela Thoring. Die Juxbude sei damit eine wichtige Einrichtung in der Bildungslandschaft der Stadt.Durch die Übernahme der Trägerschaft sei nun eine neue Perspektive eines gesamtstädtisches Konzeptes der Offenen Kinder- und Jugendarbeit möglich, so Daniela Thoring. Bestehende Ressourcen und Netzwerke könnten besser genutzt werden. „Die weitere Arbeit sowie die Bedarfe im Stadtteil müssen genau beobachtet werden, sodass im Laufe der Jahre entschieden werden muss, ob eine sukzessive Anpassung sowohl der Personalsituation wie auch der Finanzmittel notwendig ist“, führt Daniela Thoring weiter aus.Erleichtert über die Übernahme zeigt sich auch Kirstin Steinmeyer, Leiterin der Juxbox. „Die Übernahme der Stadt erlaubt uns eine längerfristige Planung“, so die Leiterin. Das Programm der Einrichtung ist sehr vielseitig. Es reicht von der Hausaufgabenhilfe, Tanzprojekten, Koch- und Backtagen bis hin zu Fußballspielen für alle. Besonderer Beliebtheit erfreut sich das Tonstudio, das seit einigen Jahren für die Jugendlichen regelmäßig geöffnet ist.Da die Räumlichkeiten der Juxbude am Königswall zu klein sind, wird es zwar keine eigenen Ferienspiele in der Einrichtung geben. „Kirstin Steinmeyer wird jedoch in diesem Jahr die Leitung der Ferienspiele in der Hohenstaufenschule übernehmen“, berichtet Rainer Mohnfeld. „Wir hoffen, dass viele Besucher der Juxbude dieses Angebot nutzen werden.“Der Verein „Interkulturelles Begegnungszentrum Juxbude“ wird der Einrichtung künftig als „Förderverein“ zur Seite stehen. „Ich denke, die Übernahme der Trägerschaft ist für alle eine Win-win-Situation“, so Rainer Mohnfeld.

Stadt übernimmt Trägerschaft der Juxbude

Seit Anfang des Jahres ist die Juxbude in Trägerschaft der Stadt Minden. Jetzt fand eine offizielle Schlüsselübergabe statt mit Christina Kehl, Kristin Steinmeyer, Daniela Thoring, Rainer Mohnfeld, Wolfgang Lüpke und Ingrid Gänsicke (v.l.). Foto: Ulrike Mißbach

Minden (mt). Nun ist es amtlich: Die Stadt Minden hat die Trägerschaft der Juxbude übernommen. Für den Verein „Interkulturelles Begegnungszentrum“, der den Kinder- und Jugendtreff vor 40 Jahren ins Leben gerufen hat, ein Glücksfall, denn nun steht die Einrichtung wieder auf einem festen Fundament.

Im vergangenen Jahr hatte der Verein einen entsprechenden Antrag beim Jugendamt der Stadt gestellt. Der Grund: finanzielle Sorgen. „Zuletzt wussten wir manchmal nicht, ob wir alle Fixkosten stemmen können“, gesteht die Vorsitzende Ingrid Gänsicke. Das habe dazu geführt, dass die Einrichtung für die Mitarbeiter oftmals nur ein Sprungbrett gewesen sei. „Die Fluktuation war entsprechend groß. Einige Kinder haben deshalb neue Mitarbeiter an ihren ersten Arbeitstagen gefragt: Wie lange bleibst du?“, berichtet Ingrid Gänsicke.

Hinzu kam eine Überalterung der Vereinsmitglieder, die zwischen 60 und 70 Jahre alt sind. Daher fiel im vergangenen Jahr die Entscheidung, die Stadt zu bitten, die Trägerschaft der Einrichtung am Königswall zu übernehmen.

Die Kommune habe diesem Schritt - trotz der nicht gerade rosigen Haushaltslage - positiv gegenübergestanden, berichtet Rainer Mohnfeld, Leiter des Jugendamtes der Stadt Minden. „Der Bereich Jugendarbeit/Jugendschutz sieht in der Übernahme eine gute Möglichkeit der Absicherung der notwendigen Offenen Kinder- und Jugendarbeit in der Innenstadt.“

Auf positive Resonanz stieß die Aktion auch im Jugendhilfeausschuss. Nach Vorlage eines pädagogischen Konzept-entwurfs sowie eines Finanzplanes durch die Verwaltung entschieden die Ausschussmitglieder einstimmig die Übernahme der Trägerschaft durch die Stadt. Haupteinzugsgebiete sind die Obere Altstadt sowie Randbereiche von Rodenbeck, Zollern und Königstor. Das Personal wurde eins zu eins vom Verein übernommen.

Auch künftig werde die Juxbude Kindern und Jugendlichen als Anlaufstelle und Treffpunkt dienen, erläutert Daniela Thoring, Koordinatorin Jugendarbeit/Jugendschutz. „Die Förderung und Begleitung bei der Entwicklung und Integration hat in dieser Einrichtung einen entscheidenden Stellenwert. Außerschulische und informelle Bildung spielen in der Ausgestaltung des Programms eine wichtige Rolle“, unterstreicht Daniela Thoring. Die Juxbude sei damit eine wichtige Einrichtung in der Bildungslandschaft der Stadt.

Durch die Übernahme der Trägerschaft sei nun eine neue Perspektive eines gesamtstädtisches Konzeptes der Offenen Kinder- und Jugendarbeit möglich, so Daniela Thoring. Bestehende Ressourcen und Netzwerke könnten besser genutzt werden. „Die weitere Arbeit sowie die Bedarfe im Stadtteil müssen genau beobachtet werden, sodass im Laufe der Jahre entschieden werden muss, ob eine sukzessive Anpassung sowohl der Personalsituation wie auch der Finanzmittel notwendig ist“, führt Daniela Thoring weiter aus.

Erleichtert über die Übernahme zeigt sich auch Kirstin Steinmeyer, Leiterin der Juxbox. „Die Übernahme der Stadt erlaubt uns eine längerfristige Planung“, so die Leiterin. Das Programm der Einrichtung ist sehr vielseitig. Es reicht von der Hausaufgabenhilfe, Tanzprojekten, Koch- und Backtagen bis hin zu Fußballspielen für alle. Besonderer Beliebtheit erfreut sich das Tonstudio, das seit einigen Jahren für die Jugendlichen regelmäßig geöffnet ist.

Da die Räumlichkeiten der Juxbude am Königswall zu klein sind, wird es zwar keine eigenen Ferienspiele in der Einrichtung geben. „Kirstin Steinmeyer wird jedoch in diesem Jahr die Leitung der Ferienspiele in der Hohenstaufenschule übernehmen“, berichtet Rainer Mohnfeld. „Wir hoffen, dass viele Besucher der Juxbude dieses Angebot nutzen werden.“

Der Verein „Interkulturelles Begegnungszentrum Juxbude“ wird der Einrichtung künftig als „Förderverein“ zur Seite stehen. „Ich denke, die Übernahme der Trägerschaft ist für alle eine Win-win-Situation“, so Rainer Mohnfeld.

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