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(© MT-Foto: Jan Henning Rogge)

Live-Ticker: Massenevakuierung in Minden - Die Bombe ist entschärft

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(© Karte: Stadt Minden)

Minden (mt). Es ist die größte Evakuierungsaktion in der Stadt Minden seit Jahrzehnten: Am Montagabend mussten rund 5600 Bewohner der Innenstadt ihre Häuser und Wohnungen verlassen und in Notquartieren oder bei Verwandten unterzukommen. Grund ist eine Bombenentschärfung an der Rodenbecker Straße, Ecke Ringstraße. Die Stadt Minden hat einen Krisenstab eingerichtet.

Das MT richtet anlässlich der Entschärfung einen Live-Ticker ein:

Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg in Minden gefunden

2.30 Uhr: Die Evakuierung ist aufgehoben, die Menschen können in ihre Wohnungen und Häuser zurückkehren. Die Feuerwehr rechnet damit, dass sie noch mindestens zwei Stunden im Einsatz ist, um die Menschen zurück zu bringen, die Hilfe benötigen.

1.30 Uhr: Aufatmen in ganz Minden. Die Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg ist entschärft. Der Kampfmittelräumdienst gab um 1.25 Uhr Entwarnung. Die Bombe soll gleich geborgen, auf einen Lastwagen gehievt und abtransportiert werden. Danach wird die Evakuierung für die 5600 Mindener aufgehoben.

1.15 Uhr: Die Entschärfung der Fliegerbombe läuft wieder. Sie war um 0.40 Uhr gestoppt worden, weil mehrere Personen im Sperrgebiet einen Notruf absetzten. Seit 1 Uhr hat der Kampfmittelbeseitigungsdienst aus Arnsberg wieder „grünes Licht“.

00.59 Uhr: Wegen eines Notrufes aus dem evakuierten Gebiet und mehreren, von der Polizei gesichteten Personen, die sich offenbar immer noch im Sperr-Areal aufhalten, ist die um 00.30 Uhr begonnene Entschärfung der 1000-Kilogramm-Bombe vorerst gestoppt worden. Wie die Stadt mitteilt, geht es erst weiter, wenn wieder sichergestellt ist, dass sich keine Menschen mehr im 700-Meter-Radius aufhalten.

00:30 Uhr: Die Entschärfung der Bombe hat soeben begonnen. Wie die Stadt mitteilt, dauert es ab jetzt noch mindestens eine Stunde, bis Entwarnung gegeben werden kann. Die Evakuierung wird erst aufgehoben, wenn die Bombe verladen und abtransportiert wurde.

00.23 Uhr: Während alle anderen Straßen einfach gesichert sind, ist die Einfahrt zur Rodenbecker Straße gleich dreifach abgesperrt. Wir sind immer noch unterwegs :)

00.20 Uhr: Junge Mindener machen sich einen Scherz aus der Situation: In der Nordstadt sind häufig Böller zu hören berichten Anwohner.

00.17 Uhr: Offenbar hat es Probleme bei den Evakuierungsmaßnahmen gegeben. Menschen sollen sich laut MT-Informationen geweigert haben, ihre Wohnungen zu verlassen. Die Rettungskräfte sollen einige Türen aufgebrochen haben, um die Bewohner in die Sammellager zu bringen.

00.14 Uhr: Die Lage am Bessel ist entspannt, die Menschen sind allerdings müde und möchten endlich nach Hause. Das Gelände ist taghell beleuchtet, viele sitzen wegen der milden Temperaturen noch draußen. Um die Wartenden auf dem Laufenden zu halten gibt es eine Tafel, auf der neue Infos angeschrieben werden.

23.50 Uhr: Am Besselgymnasium sollen mittlerweile rund 2000 Menschen auf ein Ergebnis warten, auch 200 Kräfte vom DRK sind vor Ort. Die Stimmung ist laut Auskunft einer Redakteurin vor Ort angespannt. Viele Menschen wollen nach Hause. Auch an zahlreichen anderen Stellen in der Stadt ist einiges los. Schlafloses Minden... Und Radio Westfalica spielt "Final Countdown".

23.40 Uhr: Es verzögert sich. Grund sind die mittlerweile etwa 70 Liegendtransporte, die Feuerwehr und Rettungsdienst fahren müssen. Die Stadt hofft, dass die Entschärfung gleich beginnt, sie wird aber noch etwa eine Stunde dauern. Danach wird sie gesichert und verladen, so lange wird auch die Evakuierung nicht aufgehoben. Die Nacht könnte noch lang werden.

23.30 Uhr: Anscheinend dauert es noch länger. Die Entschärfung soll noch nicht laufen und wohl ein bis anderthalb Stunden dauern.

23.10 Uhr: Es ist still draußen. Ganz Minden wartet.

22.20 Uhr: Aufgrund der unerwartet vielen Liegendtransporte (mehr als 60 laut Angaben der Stadt) in Privathaushalten verschiebt sich die Entschärfung um mindenstens 45 Minuten nach hinten.

22 Uhr: Das zweite Video von der Evakuierung aus dem Seniorenheim "Haus Weingarten" ist online. (Zu finden ist es unten auf Seite 2).

21.40 Uhr: Der Countdown läuft: Die Bombe soll um 22 Uhr entschärft werden, um 23 Uhr gibt es Informationen für die Presse. Dann soll es auch ein mögliches Foto der Bombe geben.

21.20 Uhr: Im Besselgymnasium ist jede Menge los. Die evakuierten Menschen werden mit Bussen von ihrem Wohnort zu der Schule gebracht. Dort bekommen sie Getränke und Schokoriegel. Außerdem sind sehr viele Helfer des Deutschen Roten Kreuzes und der Johanniter vor Ort. Die Polizei und das Mindener Ordnungsamt kümmern sich um die Organisation.

20.45 Uhr: Zahlreiche Martinshörner sind in der Stadt zu hören. Laut Polizei gibt es aber keinen weiteren Einsatz.

20.40 Uhr: Auch Autos sollten aus dem Evakuierungsbereich gefahren werden. Die Stadt empfiehlt außerdem offene Feuerstellen zu löschen, Gashähne abzusperren und Heiz- und Kochgeräte abzuschalten. Geschäfte und Firmen sollten bis zur Entwarnung geschlossen bleiben. Ab 21 Uhr wird der Fahrzeug-, Omnibus- und Fußgängerverkehr gänzlich unterbunden. Fenster sollten Sie geschlossen halten. Tiere sollten aus dem Gefahrenbereich entfernt werden.

19.50 Uhr: Die Stadt hat eine neue Evakuierungskarte herausgegeben. Diese ist am Ende des Textes zu finden. Zur Erklärung: Alle Häuser und Wohnungen innerhalb der roten Linien müssen evakuiert werden. Alle Wohnungen und Haushalte innerhalb der grünen Linien sollten Fenster und Türen geschlossen halten. Die Bewohner sollten ab 22 Uhr bis zur Entwarnung nicht vor die Tür gehen.

19.25 Uhr: Wir haben ein erstes Video zum Bombenfund in Minden online. Das Video findet Ihr am Ende dieses Textes oder hier.

19.15 Uhr: Wer nicht selbst in der Lage ist sich aus dem Evakuierungsbereich zu begeben, kann sich an die Hotline der Stadt wenden: (0571) 89-866. Die Feuerwehr führt die Liegendtransporte zum Besselgymnasium durch. Die Stadt rechnet damit, dass einige Patienten auch in anderen Einrichtungen untergebracht werden müssen.

19.20 Uhr: Es werden Busse zur Evakuierung eingesetzt, die ab Rodenbecker Straße/ Schwabenring, ab Königswall/ Königsstraße ab dem Parkplatz Obi (Kuckuckstraße), und ab Königstraße/Ringstraße im Pendelverkehr fahren. Die Busse sind kostenlos und gekennzeichnet.  Der reguläre Busverkehr ist ab 19 Uhr im Evakuierungsbereich eingestellt.

19.10 Uhr: Im Einsatz sind Feuerwehrleute der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr und Kräfte der Polizei sowie freiwillige Helfer der Hilfsorganisationen. Insgesamt sind es mehr als 100 Hilfskräfte.

18.25: Die Hundertschaft aus Bielefeld ist zur Verstärkung der Polizei Minden eingetroffen. Sie beginnen mit der Evakuierung der Wohnhäuser.

18.10 Uhr: Für Bürger, die nicht bei Verwandten oder Freunden unterkommen können, gibt es ab 19 Uhr eine Anlaufstelle im Besselgymnasium, Hahler Straße 134. Parkplätze befinden sich an der Kampa-Halle. Für Verpflegung ist gesorgt.

18 Uhr: Feuerwehr und Polizei beginnen damit mit Wagen durch die Straßen zu fahren und über die Evakuierung zu informieren.

18 Uhr: Die Homepage der Stadt Minden ist derzeit aufgrund der hohen Anfragen nur schwer erreichbar. Dort informiert die Stadt über die Reichweite der Evakuierung. Dort soll es auch eine Karte mit Straßennamen und Hausnummern veröffentlichen. Das MT versucht die Karte schnellstmöglich hier zu veröffentlichen.

18 Uhr: Die Stadt teilt mit, dass nur das Seniorenheim am Weingarten geräumt werden muss. Alle weiteren Seniorenheime bleiben von der Evakuierung verschont. Hier gäbe es lediglich den Hinweis, dass Fenster geschlossen bleiben müssen.

17.55 Uhr: Zahlreiche Leser rufen beim MT an, um zu wissen, wo evakuiert wird. Ein Hinweis der Redaktion: Wir warten derzeit noch auf eine Pressemitteilung der Stadt. Leser, die unsicher sind, müssen auf Lautsprecherdurchsagen warten. Die Redaktion veröffentlicht hier alle Informationen, die gesammelt werden konnten. Telefonisch können wir keine weiteren Auskünfte geben.

17.55 Uhr: Die Diakonissenanstalt Salem Köslin muss nicht evakuiert werden, teilt die Heimleitung mit. Die 220 Bewohner können in ihren Zimmern bleiben. Nur das Mutterhaus der Schwestern muss geräumt werden. Christian Schultz, kaufmännischer Vorstand, hatte für den Ernstfall bereits alle Kräfte mobilisiert und ist nun erleichtert. Seit 15.30 Uhr habe man sich für den Ernstfall gerüstet.

17.50 Uhr: Der Kampfmittelräumdienst hat sich einen ersten Überblick verschafft. Laut Auskunft handelt es sich um einen ungewöhnlich großen Sprengsatz. Die tonnenschwere Bombe war im Zweiten Weltkrieg wahrscheinlich gegen die Schachtschleuse oder den Mittellandkanal gerichtet. Warum der Doppelzünder (Zünder an beiden Seiten) nicht detonierte, ist laut Experten unklar. In Gießen detonierte vor einiger Zeit eine Bombe von einem Viertel der Größe. Laut Experten hinterließ sie einen 14 Meter breiten und sieben Meter tiefen Krater.

17.40 Uhr: Anwohner des Simeonsglacis wurden offenbar noch nicht über die anstehende Evakuierung informiert. Sie berichten via MT.de vom Bombenfund gehört zu haben. An der Fundstelle an der Rodenbecker Straße sind derzeit zwei Mitarbeiter des Kampfmittelräumdienstes vor Ort.

17.30 Uhr: Fahrzeuge der Stadt sind derzeit unterwegs und legen Absperrgitter auf die Straßen. An der Ringstraße und am Klausenwall werden die Sperrungen derzeit errichtet. Weitere folgen.

17.20 Uhr: Cornelia Steffen, Leiterin des Seniorenheims am Weingarten, hat die 75 Bewohner über die anstehende Evakuierung informiert. Zwischen 18 und 21 Uhr sollen alle Senioren das Haus verlassen. Sie kommen wahrscheinlich im Haus Stiftstraße unter. Die Bewohner hätten die Nachricht weitestgehend gelassen aufgenommen, so Steffen. Einige seien besorgt, die Nacht nicht zu Hause verbringen zu können.

Experten hatten am Nachmittag bei Bauarbeiten an der Rodenbecker Straße eine ein Tonnen schwere Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Sie sollte laut Erlass des Innenministeriums noch am Abend vom Kampfmittelräumdienst entschärft werden. Dafür wurde laut Auskunft der Stadt ein Umkreis von 700 Metern um den Fundort evakuiert.  Bis 21 Uhr sollten alle Anwohner den Bereich geräumt haben. Ab 22 Uhr soll die Bombe dann entschärft werden, aufgrund von Verzögerungen bei der Evakuierung verzögerte sich dies bis 0.30 Uhr.

 

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  1. Neuer Evakuierungsradius
  2. Evakuierungsradius - nach Straßen
  3. Straßensperrungen zur Bombenevakuierung

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Live-Ticker: Massenevakuierung in Minden - Die Bombe ist entschärftMinden (mt). Es ist die größte Evakuierungsaktion in der Stadt Minden seit Jahrzehnten: Am Montagabend mussten rund 5600 Bewohner der Innenstadt ihre Häuser und Wohnungen verlassen und in Notquartieren oder bei Verwandten unterzukommen. Grund ist eine Bombenentschärfung an der Rodenbecker Straße, Ecke Ringstraße. Die Stadt Minden hat einen Krisenstab eingerichtet.Das MT richtet anlässlich der Entschärfung einen Live-Ticker ein:2.30 Uhr: Die Evakuierung ist aufgehoben, die Menschen können in ihre Wohnungen und Häuser zurückkehren. Die Feuerwehr rechnet damit, dass sie noch mindestens zwei Stunden im Einsatz ist, um die Menschen zurück zu bringen, die Hilfe benötigen.1.30 Uhr: Aufatmen in ganz Minden. Die Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg ist entschärft. Der Kampfmittelräumdienst gab um 1.25 Uhr Entwarnung. Die Bombe soll gleich geborgen, auf einen Lastwagen gehievt und abtransportiert werden. Danach wird die Evakuierung für die 5600 Mindener aufgehoben.1.15 Uhr: Die Entschärfung der Fliegerbombe läuft wieder. Sie war um 0.40 Uhr gestoppt worden, weil mehrere Personen im Sperrgebiet einen Notruf absetzten. Seit 1 Uhr hat der Kampfmittelbeseitigungsdienst aus Arnsberg wieder „grünes Licht“.00.59 Uhr: Wegen eines Notrufes aus dem evakuierten Gebiet und mehreren, von der Polizei gesichteten Personen, die sich offenbar immer noch im Sperr-Areal aufhalten, ist die um 00.30 Uhr begonnene Entschärfung der 1000-Kilogramm-Bombe vorerst gestoppt worden. Wie die Stadt mitteilt, geht es erst weiter, wenn wieder sichergestellt ist, dass sich keine Menschen mehr im 700-Meter-Radius aufhalten.00:30 Uhr: Die Entschärfung der Bombe hat soeben begonnen. Wie die Stadt mitteilt, dauert es ab jetzt noch mindestens eine Stunde, bis Entwarnung gegeben werden kann. Die Evakuierung wird erst aufgehoben, wenn die Bombe verladen und abtransportiert wurde.00.23 Uhr: Während alle anderen Straßen einfach gesichert sind, ist die Einfahrt zur Rodenbecker Straße gleich dreifach abgesperrt. Wir sind immer noch unterwegs :)00.20 Uhr: Junge Mindener machen sich einen Scherz aus der Situation: In der Nordstadt sind häufig Böller zu hören berichten Anwohner.00.17 Uhr: Offenbar hat es Probleme bei den Evakuierungsmaßnahmen gegeben. Menschen sollen sich laut MT-Informationen geweigert haben, ihre Wohnungen zu verlassen. Die Rettungskräfte sollen einige Türen aufgebrochen haben, um die Bewohner in die Sammellager zu bringen.00.14 Uhr: Die Lage am Bessel ist entspannt, die Menschen sind allerdings müde und möchten endlich nach Hause. Das Gelände ist taghell beleuchtet, viele sitzen wegen der milden Temperaturen noch draußen. Um die Wartenden auf dem Laufenden zu halten gibt es eine Tafel, auf der neue Infos angeschrieben werden.23.50 Uhr: Am Besselgymnasium sollen mittlerweile rund 2000 Menschen auf ein Ergebnis warten, auch 200 Kräfte vom DRK sind vor Ort. Die Stimmung ist laut Auskunft einer Redakteurin vor Ort angespannt. Viele Menschen wollen nach Hause. Auch an zahlreichen anderen Stellen in der Stadt ist einiges los. Schlafloses Minden... Und Radio Westfalica spielt "Final Countdown".23.40 Uhr: Es verzögert sich. Grund sind die mittlerweile etwa 70 Liegendtransporte, die Feuerwehr und Rettungsdienst fahren müssen. Die Stadt hofft, dass die Entschärfung gleich beginnt, sie wird aber noch etwa eine Stunde dauern. Danach wird sie gesichert und verladen, so lange wird auch die Evakuierung nicht aufgehoben. Die Nacht könnte noch lang werden.23.30 Uhr: Anscheinend dauert es noch länger. Die Entschärfung soll noch nicht laufen und wohl ein bis anderthalb Stunden dauern.23.10 Uhr: Es ist still draußen. Ganz Minden wartet.22.20 Uhr: Aufgrund der unerwartet vielen Liegendtransporte (mehr als 60 laut Angaben der Stadt) in Privathaushalten verschiebt sich die Entschärfung um mindenstens 45 Minuten nach hinten.22 Uhr: Das zweite Video von der Evakuierung aus dem Seniorenheim "Haus Weingarten" ist online. (Zu finden ist es unten auf Seite 2).21.40 Uhr: Der Countdown läuft: Die Bombe soll um 22 Uhr entschärft werden, um 23 Uhr gibt es Informationen für die Presse. Dann soll es auch ein mögliches Foto der Bombe geben.21.20 Uhr: Im Besselgymnasium ist jede Menge los. Die evakuierten Menschen werden mit Bussen von ihrem Wohnort zu der Schule gebracht. Dort bekommen sie Getränke und Schokoriegel. Außerdem sind sehr viele Helfer des Deutschen Roten Kreuzes und der Johanniter vor Ort. Die Polizei und das Mindener Ordnungsamt kümmern sich um die Organisation.20.45 Uhr: Zahlreiche Martinshörner sind in der Stadt zu hören. Laut Polizei gibt es aber keinen weiteren Einsatz.20.40 Uhr: Auch Autos sollten aus dem Evakuierungsbereich gefahren werden. Die Stadt empfiehlt außerdem offene Feuerstellen zu löschen, Gashähne abzusperren und Heiz- und Kochgeräte abzuschalten. Geschäfte und Firmen sollten bis zur Entwarnung geschlossen bleiben. Ab 21 Uhr wird der Fahrzeug-, Omnibus- und Fußgängerverkehr gänzlich unterbunden. Fenster sollten Sie geschlossen halten. Tiere sollten aus dem Gefahrenbereich entfernt werden.19.50 Uhr: Die Stadt hat eine neue Evakuierungskarte herausgegeben. Diese ist am Ende des Textes zu finden. Zur Erklärung: Alle Häuser und Wohnungen innerhalb der roten Linien müssen evakuiert werden. Alle Wohnungen und Haushalte innerhalb der grünen Linien sollten Fenster und Türen geschlossen halten. Die Bewohner sollten ab 22 Uhr bis zur Entwarnung nicht vor die Tür gehen.19.25 Uhr: Wir haben ein erstes Video zum Bombenfund in Minden online. Das Video findet Ihr am Ende dieses Textes oder hier.19.15 Uhr: Wer nicht selbst in der Lage ist sich aus dem Evakuierungsbereich zu begeben, kann sich an die Hotline der Stadt wenden: (0571) 89-866. Die Feuerwehr führt die Liegendtransporte zum Besselgymnasium durch. Die Stadt rechnet damit, dass einige Patienten auch in anderen Einrichtungen untergebracht werden müssen.19.20 Uhr: Es werden Busse zur Evakuierung eingesetzt, die ab Rodenbecker Straße/ Schwabenring, ab Königswall/ Königsstraße ab dem Parkplatz Obi (Kuckuckstraße), und ab Königstraße/Ringstraße im Pendelverkehr fahren. Die Busse sind kostenlos und gekennzeichnet.  Der reguläre Busverkehr ist ab 19 Uhr im Evakuierungsbereich eingestellt.19.10 Uhr: Im Einsatz sind Feuerwehrleute der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr und Kräfte der Polizei sowie freiwillige Helfer der Hilfsorganisationen. Insgesamt sind es mehr als 100 Hilfskräfte.18.25: Die Hundertschaft aus Bielefeld ist zur Verstärkung der Polizei Minden eingetroffen. Sie beginnen mit der Evakuierung der Wohnhäuser.18.10 Uhr: Für Bürger, die nicht bei Verwandten oder Freunden unterkommen können, gibt es ab 19 Uhr eine Anlaufstelle im Besselgymnasium, Hahler Straße 134. Parkplätze befinden sich an der Kampa-Halle. Für Verpflegung ist gesorgt.18 Uhr: Feuerwehr und Polizei beginnen damit mit Wagen durch die Straßen zu fahren und über die Evakuierung zu informieren.18 Uhr: Die Homepage der Stadt Minden ist derzeit aufgrund der hohen Anfragen nur schwer erreichbar. Dort informiert die Stadt über die Reichweite der Evakuierung. Dort soll es auch eine Karte mit Straßennamen und Hausnummern veröffentlichen. Das MT versucht die Karte schnellstmöglich hier zu veröffentlichen.18 Uhr: Die Stadt teilt mit, dass nur das Seniorenheim am Weingarten geräumt werden muss. Alle weiteren Seniorenheime bleiben von der Evakuierung verschont. Hier gäbe es lediglich den Hinweis, dass Fenster geschlossen bleiben müssen.17.55 Uhr: Zahlreiche Leser rufen beim MT an, um zu wissen, wo evakuiert wird. Ein Hinweis der Redaktion: Wir warten derzeit noch auf eine Pressemitteilung der Stadt. Leser, die unsicher sind, müssen auf Lautsprecherdurchsagen warten. Die Redaktion veröffentlicht hier alle Informationen, die gesammelt werden konnten. Telefonisch können wir keine weiteren Auskünfte geben.17.55 Uhr: Die Diakonissenanstalt Salem Köslin muss nicht evakuiert werden, teilt die Heimleitung mit. Die 220 Bewohner können in ihren Zimmern bleiben. Nur das Mutterhaus der Schwestern muss geräumt werden. Christian Schultz, kaufmännischer Vorstand, hatte für den Ernstfall bereits alle Kräfte mobilisiert und ist nun erleichtert. Seit 15.30 Uhr habe man sich für den Ernstfall gerüstet.17.50 Uhr: Der Kampfmittelräumdienst hat sich einen ersten Überblick verschafft. Laut Auskunft handelt es sich um einen ungewöhnlich großen Sprengsatz. Die tonnenschwere Bombe war im Zweiten Weltkrieg wahrscheinlich gegen die Schachtschleuse oder den Mittellandkanal gerichtet. Warum der Doppelzünder (Zünder an beiden Seiten) nicht detonierte, ist laut Experten unklar. In Gießen detonierte vor einiger Zeit eine Bombe von einem Viertel der Größe. Laut Experten hinterließ sie einen 14 Meter breiten und sieben Meter tiefen Krater.17.40 Uhr: Anwohner des Simeonsglacis wurden offenbar noch nicht über die anstehende Evakuierung informiert. Sie berichten via MT.de vom Bombenfund gehört zu haben. An der Fundstelle an der Rodenbecker Straße sind derzeit zwei Mitarbeiter des Kampfmittelräumdienstes vor Ort.17.30 Uhr: Fahrzeuge der Stadt sind derzeit unterwegs und legen Absperrgitter auf die Straßen. An der Ringstraße und am Klausenwall werden die Sperrungen derzeit errichtet. Weitere folgen.17.20 Uhr: Cornelia Steffen, Leiterin des Seniorenheims am Weingarten, hat die 75 Bewohner über die anstehende Evakuierung informiert. Zwischen 18 und 21 Uhr sollen alle Senioren das Haus verlassen. Sie kommen wahrscheinlich im Haus Stiftstraße unter. Die Bewohner hätten die Nachricht weitestgehend gelassen aufgenommen, so Steffen. Einige seien besorgt, die Nacht nicht zu Hause verbringen zu können.Experten hatten am Nachmittag bei Bauarbeiten an der Rodenbecker Straße eine ein Tonnen schwere Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Sie sollte laut Erlass des Innenministeriums noch am Abend vom Kampfmittelräumdienst entschärft werden. Dafür wurde laut Auskunft der Stadt ein Umkreis von 700 Metern um den Fundort evakuiert.  Bis 21 Uhr sollten alle Anwohner den Bereich geräumt haben. Ab 22 Uhr soll die Bombe dann entschärft werden, aufgrund von Verzögerungen bei der Evakuierung verzögerte sich dies bis 0.30 Uhr.