16 Jugendliche können zwei Wochen lang „Kulturgesellen“ werden Lennart Dreyer Minden. Julia Azarnykh war 2019 „Kulturgesellin“. So hatte sie das erste Mal Kontakt mit der Bildhauerei und dem Handwerk. An der künstlerischen Arbeit mit dem harten Stein ist sie gewachsen. „Gelernt habe ich geduldig zu sein, in andere Richtungen zu denken und länger an einer Sache dran zu bleiben“, sagt die junge Frau über ihre zwei Wochen in dem Programm, das sie zu einem Freiwilligen Sozialen Jahr im Kulturbüro in Minden motiviert hat. In diesem Jahr startet das Angebot „Kulturgesellen“ in die zweite Runde. Es geht um junge Frauen und Männer wie Julia Azarnykh, zwischen 14 und 21 Jahre alt, noch an der Schule oder schon in weiteren Lebensstufen. Die Idee: Junge Menschen sollen kreative Berufe ausprobieren und mit Künstlerinnen und Künstlern vom 19. bis zum 31. Oktober arbeiten. In diesem Jahr gibt es 16 freie Plätze, sieben sind bereits besetzt. Bewerben können sich junge Menschen bis zum 17. Oktober per E-Mail an: info@paderborner-kreaturen.de oder per Whatsapp unter (01 71) 8 44 99 88. Die Jury freut sich über ein Selfie-Video, ganz einfach mit dem eigenen Handy aufgenommen. Darin sollten die Kandidaten formulieren, warum sie mitmachen möchten und was sie sich davon versprechen. Am 19. Oktober gibt es um 17 Uhr im Hansehaus ein Kennenlerntreffen. Dabei treffen die Gesellen auf die Künstler und können sich ihren Wunschpartner aussuchen. Danach öffnen sich die Ateliers, Werkstätten und Kreativräume. Die Künstler sind: Bettina Fuhg, Jessica Koppe, Stefan Pabst und Manfred Webel. Bettina Fuhg hat ihr Schmuck-Atelier in der Innenstadt in der Ritterstraße. Sie hat eine klassische Ausbildung als Goldschmiedin gemacht, danach Produktdesign studiert. Sie möchte jungen Leute handwerkliche Fertigkeiten vermitteln. Dazu ist es ihr wichtig, dass die Gesellen bei ihr Erfahrungen sammeln und das Fokussieren auf eine Arbeit lernen. Die Gesellen sollen die Möglichkeit bekommen Ideen in die Praxis umzusetzen. Wiederverwertung von Materialien ist ein weiterer Aspekt, den sie vermitteln möchte. In Jessica Koppes Kunst geht es in erster Linie um die Spurensicherung. Sie interessieren Menschen und biografische Themen, menschliche Stimmung und Sexualität. Seit März hat sie mehr als 600 Zeichnungen angefertigt. Diese Kreativität und den freien Ausdruck möchte sie an die Gesellen weitergeben. Kunst könne zur Identitätsfindung beitragen und daher gerade jungen Menschen helfen. Sie möchte junge Menschen ermutigen, sich selber über Kunst auszudrücken und zu verwirklichen. Stefan Pabst ist ein 3D-Maler und YouTube-Star. Seine Videos wurden teilweise über acht Millionen Mal angeklickt. Spinnen und Schlangen, eindrucksvoll und figürlich gemalt, springen den Betrachter fast an. Er möchte mit seinen Gesellen die Malerei neu erfinden und Kreativität fördern. Manfred Webel ist Bildhauer und Mitinitiator des Programms. Er ist Mitglied der Paderborner Kreaturen, einem Zusammenschluss von Künstlern und Medienschaffenden, der sich das Projekt „Kulturgesellen“ ausgedacht hat. Webel ist es wichtig zu zeigen, dass die Gesellen mit ihren Händen Wert schaffen können. Der Bildhauer möchte Kreativität freisetzen, die Selbstentfaltung fördern und die jungen Menschen vom Handwerk begeistern. Die Teilnahme ist für die Gesellen kostenlos. Die Aktion wird zusammen mit dem Kulturbüro der Stadt organisiert und zur Hälfte vom Land NRW finanziert sowie von den Sponsoren Sparkasse Minden-Lübbecke, Dr. Strothmann Stiftung, Connext Vivendi und dem Rotary Club Paderborn.

16 Jugendliche können zwei Wochen lang „Kulturgesellen“ werden

Minden. Julia Azarnykh war 2019 „Kulturgesellin“. So hatte sie das erste Mal Kontakt mit der Bildhauerei und dem Handwerk. An der künstlerischen Arbeit mit dem harten Stein ist sie gewachsen. „Gelernt habe ich geduldig zu sein, in andere Richtungen zu denken und länger an einer Sache dran zu bleiben“, sagt die junge Frau über ihre zwei Wochen in dem Programm, das sie zu einem Freiwilligen Sozialen Jahr im Kulturbüro in Minden motiviert hat.

Vier Künstler bilden zum zweiten Mal Kulturgesellen aus: Manfred Webel (von links oben im Uhrzeigersinn), Julia Azarnykh (Kulturgesellin 2019), Jessica Koppe, Bettina Fuhg und Ute Kolbow (Vorsitzende Strothmann-Stiftung). - © Foto: Lennart Dreyer
Vier Künstler bilden zum zweiten Mal Kulturgesellen aus: Manfred Webel (von links oben im Uhrzeigersinn), Julia Azarnykh (Kulturgesellin 2019), Jessica Koppe, Bettina Fuhg und Ute Kolbow (Vorsitzende Strothmann-Stiftung). - © Foto: Lennart Dreyer

In diesem Jahr startet das Angebot „Kulturgesellen“ in die zweite Runde. Es geht um junge Frauen und Männer wie Julia Azarnykh, zwischen 14 und 21 Jahre alt, noch an der Schule oder schon in weiteren Lebensstufen. Die Idee: Junge Menschen sollen kreative Berufe ausprobieren und mit Künstlerinnen und Künstlern vom 19. bis zum 31. Oktober arbeiten.

In diesem Jahr gibt es 16 freie Plätze, sieben sind bereits besetzt. Bewerben können sich junge Menschen bis zum 17. Oktober per E-Mail an: info@paderborner-kreaturen.de oder per Whatsapp unter (01 71) 8 44 99 88. Die Jury freut sich über ein Selfie-Video, ganz einfach mit dem eigenen Handy aufgenommen. Darin sollten die Kandidaten formulieren, warum sie mitmachen möchten und was sie sich davon versprechen.

Am 19. Oktober gibt es um 17 Uhr im Hansehaus ein Kennenlerntreffen. Dabei treffen die Gesellen auf die Künstler und können sich ihren Wunschpartner aussuchen.

Danach öffnen sich die Ateliers, Werkstätten und Kreativräume. Die Künstler sind: Bettina Fuhg, Jessica Koppe, Stefan Pabst und Manfred Webel. Bettina Fuhg hat ihr Schmuck-Atelier in der Innenstadt in der Ritterstraße. Sie hat eine klassische Ausbildung als Goldschmiedin gemacht, danach Produktdesign studiert. Sie möchte jungen Leute handwerkliche Fertigkeiten vermitteln. Dazu ist es ihr wichtig, dass die Gesellen bei ihr Erfahrungen sammeln und das Fokussieren auf eine Arbeit lernen. Die Gesellen sollen die Möglichkeit bekommen Ideen in die Praxis umzusetzen. Wiederverwertung von Materialien ist ein weiterer Aspekt, den sie vermitteln möchte.

In Jessica Koppes Kunst geht es in erster Linie um die Spurensicherung. Sie interessieren Menschen und biografische Themen, menschliche Stimmung und Sexualität. Seit März hat sie mehr als 600 Zeichnungen angefertigt. Diese Kreativität und den freien Ausdruck möchte sie an die Gesellen weitergeben. Kunst könne zur Identitätsfindung beitragen und daher gerade jungen Menschen helfen. Sie möchte junge Menschen ermutigen, sich selber über Kunst auszudrücken und zu verwirklichen.

Stefan Pabst ist ein 3D-Maler und YouTube-Star. Seine Videos wurden teilweise über acht Millionen Mal angeklickt. Spinnen und Schlangen, eindrucksvoll und figürlich gemalt, springen den Betrachter fast an. Er möchte mit seinen Gesellen die Malerei neu erfinden und Kreativität fördern.

Manfred Webel ist Bildhauer und Mitinitiator des Programms. Er ist Mitglied der Paderborner Kreaturen, einem Zusammenschluss von Künstlern und Medienschaffenden, der sich das Projekt „Kulturgesellen“ ausgedacht hat. Webel ist es wichtig zu zeigen, dass die Gesellen mit ihren Händen Wert schaffen können. Der Bildhauer möchte Kreativität freisetzen, die Selbstentfaltung fördern und die jungen Menschen vom Handwerk begeistern.

Die Teilnahme ist für die Gesellen kostenlos. Die Aktion wird zusammen mit dem Kulturbüro der Stadt organisiert und zur Hälfte vom Land NRW finanziert sowie von den Sponsoren Sparkasse Minden-Lübbecke, Dr. Strothmann Stiftung, Connext Vivendi und dem Rotary Club Paderborn.

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