Mindener Initiative sieht Chancen zur Einzelhandelsentwicklung auf dem Gelände der Glashütte Gerresheim "Interessenten stehen in den Startlöchern" Minden (mt/hy). Die Mindener Initiative (MI) sieht gute Chancen für einen erneuten Vorstoß, die ehemalige Glashütte Gerresheim zur Einzelhandelsfläche zu entwickeln. "Wir brauchen an diesem wichtigen Eingang Mindens keinen Containerhafen, sondern eine Gewerbeansiedlung, die Bürger anzieht und dieses Stadtquartier aufwertet", blickt Edith von Wrisberg auf Vorschläge für die Entwicklung des Grundstücks an der Friedrich-Wilhelm-Straße.Es wird mit seinen alten Hallen als Warenlager genutzt. Die MI-Stadtverordnete vom Rechten Weserufer setzt sich seit Jahren für eine positive Entwicklung des ehemaligen Glashüttengeländes ein.Das Umdenken beim Land in Hinsicht auf die Nutzung versiegelter Flächen und das Änderungsverfahren bei der Landesentwicklungsplanung eröffneten Möglichkeiten, Einzelhandelsansiedlungen auf der mehr als 50000 Quadratmeter großen Fläche anzugehen. "Dabei ist selbstverständlich, dass es hier nicht um Einzelhandel geht, der die Innenstadtentwicklung schwächen könnte, sondern um Warenangebote aus den Bereichen Baumarkt und Gartencenter", sagt Edith von Wrisberg. Allerdings solle möglichst auch ein gut sortiertes Lebensmittelgeschäft zur Nahversorgung eine Ansiedlungsfläche finden.Die stellvertretende Sprecherin der MI weist auf ein Schreiben der Bezirksregierung Detmold von 2011 hin, dass die Stadt Minden eine Prioritätenliste für eine gewerblich-industrielle Nutzung der ehemaligen Glashütte vorbereiten solle. "Bis zur Benennung von interessierten Firmen." Wenn diese Bemühungen scheiterten, könne eine Fachmarkt-Einzelhandelsnutzung ins Auge gefasst werden, zitiert von Wrisberg. "Eine solche Liste hat die Stadt bislang nicht vorgelegt", verweist sie auf die gegenwärtige Lage. "Wie lange sollen wir noch darauf warten?"Unterdessen stünden Interessenten bereit, die auf dem Areal in der Nähe des Alten Weserhafens mit seiner guten Verkehrsanbindung Fachmärkte ansiedeln wollten, erklärt die Ratsfrau. Der Eigentümer des Grundstücks und der Lagerhallen habe sich rund 25 Jahre bemüht, Konzepte für eine bessere Nutzung der Fläche zu entwickeln. "Alle wurden von der Stadtverwaltung und den beiden großen Ratsfraktionen abgeschmettert", so die Kommunalpolitikerin. Die Folge sei Stillstand.Einsatz für einen besseren Eingang der StadtDer könne aufgebrochen werden, wenn Politik und Verwaltung an einem Strang zögen und eine Fachmarkt-Entwicklung angingen. Edith von Wrisberg: "Es gäbe eine Aufwertung der Gemengelage aus Tourismus - mit dem Wasserstraßenkreuz -, der Entwicklung des Alten Weserhafens und des Eingangs zur Stadt."Eine Entwicklung, auf die die Bürger des Rechten Weserufers seit Jahren warten. "Interessenten für eine Handelsansiedlung an diesem Standort weiter zu verprellen, kann nicht Ziel der Stadtentwicklungspolitik und Wirtschaftsförderung sein." Schließlich gehe es auch um Arbeitsplätze und Steuereinnahmen.

Mindener Initiative sieht Chancen zur Einzelhandelsentwicklung auf dem Gelände der Glashütte Gerresheim

Minden (mt/hy). Die Mindener Initiative (MI) sieht gute Chancen für einen erneuten Vorstoß, die ehemalige Glashütte Gerresheim zur Einzelhandelsfläche zu entwickeln.

Die Mindener Initiative (MI) setzt bei der Brache Glashütte Gerresheim an der Friedrich-Wilhelm-Straße auf eine Einzelhandelsentwicklung mit Fachmärkten. - © Foto: pr
Die Mindener Initiative (MI) setzt bei der Brache Glashütte Gerresheim an der Friedrich-Wilhelm-Straße auf eine Einzelhandelsentwicklung mit Fachmärkten. - © Foto: pr

"Wir brauchen an diesem wichtigen Eingang Mindens keinen Containerhafen, sondern eine Gewerbeansiedlung, die Bürger anzieht und dieses Stadtquartier aufwertet", blickt Edith von Wrisberg auf Vorschläge für die Entwicklung des Grundstücks an der Friedrich-Wilhelm-Straße.

Es wird mit seinen alten Hallen als Warenlager genutzt. Die MI-Stadtverordnete vom Rechten Weserufer setzt sich seit Jahren für eine positive Entwicklung des ehemaligen Glashüttengeländes ein.

Das Umdenken beim Land in Hinsicht auf die Nutzung versiegelter Flächen und das Änderungsverfahren bei der Landesentwicklungsplanung eröffneten Möglichkeiten, Einzelhandelsansiedlungen auf der mehr als 50000 Quadratmeter großen Fläche anzugehen. "Dabei ist selbstverständlich, dass es hier nicht um Einzelhandel geht, der die Innenstadtentwicklung schwächen könnte, sondern um Warenangebote aus den Bereichen Baumarkt und Gartencenter", sagt Edith von Wrisberg. Allerdings solle möglichst auch ein gut sortiertes Lebensmittelgeschäft zur Nahversorgung eine Ansiedlungsfläche finden.

Die stellvertretende Sprecherin der MI weist auf ein Schreiben der Bezirksregierung Detmold von 2011 hin, dass die Stadt Minden eine Prioritätenliste für eine gewerblich-industrielle Nutzung der ehemaligen Glashütte vorbereiten solle. "Bis zur Benennung von interessierten Firmen." Wenn diese Bemühungen scheiterten, könne eine Fachmarkt-Einzelhandelsnutzung ins Auge gefasst werden, zitiert von Wrisberg. "Eine solche Liste hat die Stadt bislang nicht vorgelegt", verweist sie auf die gegenwärtige Lage. "Wie lange sollen wir noch darauf warten?"

Unterdessen stünden Interessenten bereit, die auf dem Areal in der Nähe des Alten Weserhafens mit seiner guten Verkehrsanbindung Fachmärkte ansiedeln wollten, erklärt die Ratsfrau. Der Eigentümer des Grundstücks und der Lagerhallen habe sich rund 25 Jahre bemüht, Konzepte für eine bessere Nutzung der Fläche zu entwickeln. "Alle wurden von der Stadtverwaltung und den beiden großen Ratsfraktionen abgeschmettert", so die Kommunalpolitikerin. Die Folge sei Stillstand.

Einsatz für einen besseren Eingang der Stadt

Der könne aufgebrochen werden, wenn Politik und Verwaltung an einem Strang zögen und eine Fachmarkt-Entwicklung angingen. Edith von Wrisberg: "Es gäbe eine Aufwertung der Gemengelage aus Tourismus - mit dem Wasserstraßenkreuz -, der Entwicklung des Alten Weserhafens und des Eingangs zur Stadt."

Eine Entwicklung, auf die die Bürger des Rechten Weserufers seit Jahren warten. "Interessenten für eine Handelsansiedlung an diesem Standort weiter zu verprellen, kann nicht Ziel der Stadtentwicklungspolitik und Wirtschaftsförderung sein." Schließlich gehe es auch um Arbeitsplätze und Steuereinnahmen.

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