Pro und Contra: Kontrolle des Impfstatus Lea Oetjen,Patrick Schwemling Pro: Regeln müssen sein Lea OetjenEin Buchstabe bestimmt aktuell das öffentliche Leben. Begleitet vom G, hat das Land unsere Gesellschaft zu ersten Gehversuchen in eine neue Normalität geschickt. Geimpft. Getestet. Genesen. Darauf setzt die Politik. Nicht etwa auf Gutmütigkeit, Grundvertrauen und Gastfreundlichkeit. Die Corona-Schutzverordnung definiert die Regeln klar. Und egal, wie man diese Vorschriften findet: Es gibt sie nun mal. Und daran sollte man sich auch halten.Das liegt in der Verantwortung jedes einzelnen – auch bei den Gastronomen, vor allem aber bei der Gesellschaft. Die Branche hat mit ihrem eigenen Long Covid ohnehin genug zu tun – mit Einschränkungen, wenig Einnahmen und kaum Personal. Da sollten Mitarbeiter nicht noch mit der Angst leben müssen, bei Nachfragen angefeindet zu werden.Das ist ganz einfach: Impfpass, Genesen-Nachweis oder Testergebnis in die eine, Personalausweis in die andere Hand. Eine schnelle Kontrolle, die keinem weh tut. Und schon haben die, die sich an 3G nicht halten wollen, keine Chance mehr. Contra: Ganz abschaffen Patrick Schwemling Geimpft, getestet, genesen – das sind aktuell die drei Eintrittskarten für die Rückkehr in das normale Leben. Ohne den Nachweis darüber ist der Weg ins Restaurant, Kino oder andere Orte, die das Leben schöner machen, verbaut. Theoretisch zumindest. Denn unser Test (Seite 3) zeigt: Ohne viel Aufwand klappt es doch. Und wenn das in der Praxis der Regelfall ist, dann kann man es auch ganz sein lassen.Überfordertes Personal, Angst vor schlechten Bewertungen oder Stress: Dies und noch viel mehr sind Gründe dafür, dass man auch ohne „G" da reinkommt, wo man will. Es zeigt auch: Die Kontrolle ist in dieser Form nicht umsetzbar. Meiner Meinung nach kann die 3G-Regel auch ganz abgeschafft werden. Andere Länder machen es vor.Inzwischen hatte nämlich jeder die Möglichkeit, sich impfen zu lassen. Wer es nicht getan hat, hat sich in der Regel bewusst dagegen entschieden. Diese Personen müssen – im Gegensatz zu Geimpften – im Fall einer Corona-Erkrankung mit dem Schlimmsten rechnen. 3G ist ihr doppelter Boden, nicht der der Geimpften.

Pro und Contra: Kontrolle des Impfstatus

© Symbolfoto: Wilfried Pohnke auf Pixabay

Pro: Regeln müssen sein

Lea Oetjen

Ein Buchstabe bestimmt aktuell das öffentliche Leben. Begleitet vom G, hat das Land unsere Gesellschaft zu ersten Gehversuchen in eine neue Normalität geschickt. Geimpft. Getestet. Genesen. Darauf setzt die Politik. Nicht etwa auf Gutmütigkeit, Grundvertrauen und Gastfreundlichkeit. Die Corona-Schutzverordnung definiert die Regeln klar. Und egal, wie man diese Vorschriften findet: Es gibt sie nun mal. Und daran sollte man sich auch halten.
Das liegt in der Verantwortung jedes einzelnen – auch bei den Gastronomen, vor allem aber bei der Gesellschaft. Die Branche hat mit ihrem eigenen Long Covid ohnehin genug zu tun – mit Einschränkungen, wenig Einnahmen und kaum Personal. Da sollten Mitarbeiter nicht noch mit der Angst leben müssen, bei Nachfragen angefeindet zu werden.
Das ist ganz einfach: Impfpass, Genesen-Nachweis oder Testergebnis in die eine, Personalausweis in die andere Hand. Eine schnelle Kontrolle, die keinem weh tut. Und schon haben die, die sich an 3G nicht halten wollen, keine Chance mehr.

Contra: Ganz abschaffen

Patrick Schwemling

Geimpft, getestet, genesen – das sind aktuell die drei Eintrittskarten für die Rückkehr in das normale Leben. Ohne den Nachweis darüber ist der Weg ins Restaurant, Kino oder andere Orte, die das Leben schöner machen, verbaut. Theoretisch zumindest. Denn unser Test (Seite 3) zeigt: Ohne viel Aufwand klappt es doch. Und wenn das in der Praxis der Regelfall ist, dann kann man es auch ganz sein lassen.
Überfordertes Personal, Angst vor schlechten Bewertungen oder Stress: Dies und noch viel mehr sind Gründe dafür, dass man auch ohne „G" da reinkommt, wo man will. Es zeigt auch: Die Kontrolle ist in dieser Form nicht umsetzbar. Meiner Meinung nach kann die 3G-Regel auch ganz abgeschafft werden. Andere Länder machen es vor.
Inzwischen hatte nämlich jeder die Möglichkeit, sich impfen zu lassen. Wer es nicht getan hat, hat sich in der Regel bewusst dagegen entschieden. Diese Personen müssen – im Gegensatz zu Geimpften – im Fall einer Corona-Erkrankung mit dem Schlimmsten rechnen. 3G ist ihr doppelter Boden, nicht der der Geimpften.

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