Kommentar zur Landratswahl: Ein klarerAuftrag Henning Wandel Am Ende war der parteipolitische Rucksack für Ingo Ellerkamp dann doch zu schwer – und die Kontrahentin um den Chefposten in der Kreisverwaltung zu stark. Unter den für die SPD insgesamt schlechten Vorzeichen war gegen eine fachlich überzeugend und menschlich sympathisch auftretende CDU-Kandidatin Anna Bölling nichts zu gewinnen. Auch Ellerkamp hätte das Zeug zum Landrat gehabt. Doch die in den vergangenen Monaten zunehmend spürbare Entfremdung zwischen der SPD und ihrem bisherigen Landrat Ralf Niermann – bis hin zur gegenseitigen Sprachlosigkeit – dürfte auch so manchen ansonsten treuen SPD-Wähler irritiert haben. Vom handfesten Streit in Hille mal ganz zu schwiegen. Und dann auch noch dieser Bundestrend... In einer solchen Situation kommt eine für beide Seiten kompatible Kandidatin wie Bölling genau richtig. Mit dieser Personalentscheidung hat die CDU die Chance einer im Mühlenkreis historisch schwachen SPD und einer wechselwilligen Wählerschaft klug genutzt. Das mehr als deutliche Ergebnis ist ein klarer Auftrag, aber auch eine große Verantwortung. Denn die CDU hat den Anspruch geweckt, fast alles besser zu machen. Es braucht jetzt also schnelle Erfolge. Und die sind in einem komplexen Geflecht aus Politik und Verwaltung nicht leicht zu erreichen.

Kommentar zur Landratswahl: Ein klarerAuftrag

© Alex Lehn

Am Ende war der parteipolitische Rucksack für Ingo Ellerkamp dann doch zu schwer – und die Kontrahentin um den Chefposten in der Kreisverwaltung zu stark. Unter den für die SPD insgesamt schlechten Vorzeichen war gegen eine fachlich überzeugend und menschlich sympathisch auftretende CDU-Kandidatin Anna Bölling nichts zu gewinnen.

Auch Ellerkamp hätte das Zeug zum Landrat gehabt. Doch die in den vergangenen Monaten zunehmend spürbare Entfremdung zwischen der SPD und ihrem bisherigen Landrat Ralf Niermann – bis hin zur gegenseitigen Sprachlosigkeit – dürfte auch so manchen ansonsten treuen SPD-Wähler irritiert haben. Vom handfesten Streit in Hille mal ganz zu schwiegen. Und dann auch noch dieser Bundestrend...

In einer solchen Situation kommt eine für beide Seiten kompatible Kandidatin wie Bölling genau richtig. Mit dieser Personalentscheidung hat die CDU die Chance einer im Mühlenkreis historisch schwachen SPD und einer wechselwilligen Wählerschaft klug genutzt. Das mehr als deutliche Ergebnis ist ein klarer Auftrag, aber auch eine große Verantwortung. Denn die CDU hat den Anspruch geweckt, fast alles besser zu machen. Es braucht jetzt also schnelle Erfolge.

Und die sind in einem komplexen Geflecht aus Politik und Verwaltung nicht leicht zu erreichen.

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