Kommentar zur neuen Marketing-Stelle in Hille: Entscheidungen hinter verschlossenen Türen Es gibt noch keinen Bewerber und es geht nur um eine Stellenausschreibung fürs Marketing der Gemeinde: Trotzdem landet dieser Tagesordnungspunkt im nicht öffentlichen Teil eines kommunalpolitischen Gremiums. Das hat mindestens Seltenheitswert. Dass es gute Gründe dafür geben soll, ist wenig plausibel. Zwei eher belanglose Tagesordnungspunkte sind öffentlich, den wesentlich umfangreicheren Teil der Tagesordnung arbeiten Politik und Verwaltung hinter verschlossenen Türen ab. Sind in Hille so viele Themen mit persönlichen Daten oder schützenswerten Interessen verbunden? Oder hat man im Rathaus eine eigene Vorstellung von Transparenz? Entscheidungen im stillen Kämmerlein wirken immer auch ein wenig geheimnisvoll. Auf Dauer tut ein solches Verhalten der Beziehung zur Bevölkerung nicht gut. Und geht es dann auch noch um ein Thema, das noch im Frühjahr wie selbstverständlich im öffentlichen Teil kontrovers diskutiert worden ist, sorgt das für noch mehr Irritation. Es treten Fragen auf, denen keine Antworten mehr folgen können. Nützlich ist das nicht. Und dass es die Hiller Politik hinnimmt, dass offenkundig öffentliche Themen in die Nichtöffentlichkeit wandern, ist erstaunlich. Immerhin ist sie das Kontrollorgan der Verwaltung.

Kommentar zur neuen Marketing-Stelle in Hille: Entscheidungen hinter verschlossenen Türen

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Es gibt noch keinen Bewerber und es geht nur um eine Stellenausschreibung fürs Marketing der Gemeinde: Trotzdem landet dieser Tagesordnungspunkt im nicht öffentlichen Teil eines kommunalpolitischen Gremiums. Das hat mindestens Seltenheitswert. Dass es gute Gründe dafür geben soll, ist wenig plausibel.

Zwei eher belanglose Tagesordnungspunkte sind öffentlich, den wesentlich umfangreicheren Teil der Tagesordnung arbeiten Politik und Verwaltung hinter verschlossenen Türen ab. Sind in Hille so viele Themen mit persönlichen Daten oder schützenswerten Interessen verbunden? Oder hat man im Rathaus eine eigene Vorstellung von Transparenz?

Entscheidungen im stillen Kämmerlein wirken immer auch ein wenig geheimnisvoll. Auf Dauer tut ein solches Verhalten der Beziehung zur Bevölkerung nicht gut. Und geht es dann auch noch um ein Thema, das noch im Frühjahr wie selbstverständlich im öffentlichen Teil kontrovers diskutiert worden ist, sorgt das für noch mehr Irritation. Es treten Fragen auf, denen keine Antworten mehr folgen können. Nützlich ist das nicht.

Und dass es die Hiller Politik hinnimmt, dass offenkundig öffentliche Themen in die Nichtöffentlichkeit wandern, ist erstaunlich. Immerhin ist sie das Kontrollorgan der Verwaltung.

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