Kommentar zur ersten Sitzung des Kreistags: Spannend Sebastian Radermacher Die neuen Machtverhältnisse im Kreistag versprechen eine spannende Wahlperiode. Nach sechs Jahren CDU/SPD-Mehrheit, in denen es – abgesehen von der Kampa-Halle – nur wenig kontroverses Ringen um Themen gab, könnte ein anderer Wind wehen. Jetzt haben CDU und Grüne eine Mehrheit und können Projekte auch gegen Widerstände durchsetzen. Interessant wird sein, bei welchen Punkten die Partner aufeinander zugehen und welche Akzente die Grünen setzen können – was sicherlich eine Voraussetzung für die Kooperation war. Spannend wird auch sein, wie sich die SPD nach der Wahlschlappe in der Rolle als Oppositionsführerin verhält. Sie wird an Profil zulegen müssen, um wieder bei den Wählern zu punkten – und muss dabei gegen den schlechten Bundestrend ankämpfen. Nicht einfach! Die Rolle der kleinen Fraktionen und Gruppen rückt ebenfalls in den Fokus. Sie fühlten sich in der Vergangenheit oft ausgegrenzt und forderten, mehr in die Prozesse eingebunden zu werden. Es wird eine von vielen Aufgaben sein, an denen sich die neue Landrätin später messen lassen muss.

Kommentar zur ersten Sitzung des Kreistags: Spannend

Sebastian Radermacher. MT-Foto: Alex Lehn © Alex Lehn

Die neuen Machtverhältnisse im Kreistag versprechen eine spannende Wahlperiode. Nach sechs Jahren CDU/SPD-Mehrheit, in denen es – abgesehen von der Kampa-Halle – nur wenig kontroverses Ringen um Themen gab, könnte ein anderer Wind wehen.

Jetzt haben CDU und Grüne eine Mehrheit und können Projekte auch gegen Widerstände durchsetzen. Interessant wird sein, bei welchen Punkten die Partner aufeinander zugehen und welche Akzente die Grünen setzen können – was sicherlich eine Voraussetzung für die Kooperation war.

Spannend wird auch sein, wie sich die SPD nach der Wahlschlappe in der Rolle als Oppositionsführerin verhält. Sie wird an Profil zulegen müssen, um wieder bei den Wählern zu punkten – und muss dabei gegen den schlechten Bundestrend ankämpfen. Nicht einfach!

Die Rolle der kleinen Fraktionen und Gruppen rückt ebenfalls in den Fokus. Sie fühlten sich in der Vergangenheit oft ausgegrenzt und forderten, mehr in die Prozesse eingebunden zu werden. Es wird eine von vielen Aufgaben sein, an denen sich die neue Landrätin später messen lassen muss.

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